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Empfingen Kurzfristig für "Kaserne" entschieden

Von

Von Joachim Frommherz

Empfingen. Das Gewerbegebiet "Alte Kaserne" erhält Zuwachs. Schon bald wird sich hier die Firma Universal Filtertechnik und Handelsgesellschaft ansiedeln, die momentan noch ihren Sitz in Haigerloch-Bad Imnau hat.

Die Standortwahl, so die Kaufmännische Geschäftsführerin Sandra Burkhardt, sei eher Zufall gewesen. Ihr Mann Martin, der in der Firma die Produktion leitet, habe sich umgesehen und sei dabei auf das Gebäude im Gewerbegebiet "Alte Kaserne" gestoßen. "Es war ein Kauf fünf vor zwölf", sagt Sandra Burkhardt und verweist damit darauf, dass die Gemeinde die bestehenden alten Gebäude auf dem Kasernen-Gelände noch in diesem Jahr abbrechen muss. Im Herbst vergangenen Jahres habe es den ersten Kontakt mit der Gemeinde gegeben. Abgeschlossen wurde der Kauf dann im März. Wobei man sich kurzfristig für den Kauf entschieden habe. Der Ort gefalle ihnen gut von der Infrastruktur, gerade auch mit der Nähe zur Autobahn.

Wie Sandra Burkhardt weiter mitteilt, verspreche man sich mit der Ansiedlung mehr Möglichkeiten für die Firma. So will man mit der Produktion – insgesamt hat die Firma 14 Festangestellte – erweitern und damit die Arbeitsplätze aufstocken. In Empfingen steht dafür ein Grundstück von rund 1700 Quadratmetern zur Verfügung, die Produktionsfläche beträgt etwa 300 Quadratmeter. Das Gebäude 3 in der Kaserne wird von Grund auf saniert und aufgestockt werden. Entgegen der ursprünglichen Planungen soll nun auch die Verwaltung ihren Platz in Empfingen finden.

Der Zeitplan sieht vor, dass Ende 2013 alles fertig ist. Ab sofort werde Zug um Zug mit der Umsetzung des Umzuges begonnen, so Burkhardt. Sie und ihr Mann lassen es sich außerdem noch offen, weiter zu expandieren. Ein Nachbargrundstück hätten sie bereits in Aussicht für eine spätere Erweiterung. Diese gibt es nämlich am jetzigen Standort in der Badstraße in Bad Imnau nicht mehr. Die Räumlichkeiten sind begrenzt und wenn alle Nähmaschinen laufen, dann hätten diese auch ein gewisse Lautstärke, meint Burkhardt, die dabei an die Nachbarschaft denkt. In einem Gewerbegebiet müsse man sich keine Gedanken um den Lärm machen.

Die Firma Universal Filtertechnik und Handelsgesellschaft produziert für Industrie- und Gewerbekunden. Ihr Hauptgeschäft sind dabei Staubsäcke und Filterschläuche. Weitere Produkte sind Abdeckhauben, Beutel, Filtersäcke oder auch Staubschutztüren. Kunden sind unter anderem die Firmen Bembe Parkett, Würth, Kärcher und Fakir. Stolz ist man, das Sack-in-Sack-Prinzip entwickelt zu haben, das seit Kurzem auf dem Markt ist. Dieses kommt etwa bei Paketschleifmaschinen zum Einsatz. Wie Burkhardt erläutert, müsse man hier die Staubsäcke nicht mehr entleeren, beziehungsweise ausschütteln. Den Einwegsack im Staubbeutel müsse man nur noch entnehmen und zuschnüren. So werde durch die Reduzierung von Feinstaub die Umwelt und die Gesundheit der Arbeiter geschont.

Wie Burkhardt weiter berichtet, lege man bei der Firma – die übrigens seit Februar 2009 in Bad Imnau angesiedelt ist und früher ihren Standort in Sternenfels im Enzkreis (bei Pforzheim) hatte – Wert auf die Marke "Made in Germany". So kaufe man hauptsächlich in Deutschland oder aber auch der EU ein.

Eine Besonderheit weist die Firma beim Punkt Personal auf: Beschäftigt werden hauptsächlich Frauen mit Kinder, beziehungsweise Frauen, die älter als 50 Jahre sind. Ihnen wird so die Möglichkeit geboten, im Wechsel früh oder spät zu arbeiten. Sandra Burkhardt, die selbst fünffache Mutter ist, hat damit beste Erfahrungen gemacht. "Ich habe mehr schlechte Erfahrungen mit Frauen ohne Kinder gemacht", stellt sie fest.

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