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Empfingen Internationales Treffen in Empfingen

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Studenten aus China schauten im Innovationscampus Empfingen vorbei, um sich über den Stand der Forschungen auf dem Gebiet der Mikrowellenzündung zu informieren. Foto: Innovationscampus Foto: Schwarzwälder Bote

Rund 8000 Kilometer haben sie zurückgelegt: Li Yilong und seine Studenten des "Yantai Engineering and Technology College" (YETC) besuchten im Rahmen ihrer Studienreise durch Deutschlands Hochschul- und Wirtschaftsstandorte auch den Innovationscampus Empfingen.

Empfingen. Auf Einladung von Ulf-Rüdiger Müller vom Campus Horb der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) konnten sich die angehenden Wissenschaftler und Ingenieure über den Stand der Forschungen auf dem Gebiet der Mikrowellenzündung informieren. Die Gruppe wurde von den Rektoren des Eduard-von-Hallberger-Institut (EHI) Wang Zhen  und Friedrich Bergler begleitet, welche auch als Dolmetscher wertvolle Dienste leisteten.

Das Thema Mikrowellenzündung und die damit verbundene Treibstoff- und Schadstoffreduzierung stieß auf hohes Interesse: China hat sich bereits heute zum weltweit größten Fahrzeugmarkt entwickelt. Für 2025 wird ein jährliches Produktionsvolumen von 30 bis 35 Millionen Autos erwartet. Das entspricht etwa der gemeinsamen Produktion von Europa und Japan. Die speziell in den Ballungsräumen überaus kritische Immissionsproblematik zwingt China zu den weltweit anspruchsvollsten Emissionsgesetzen.

Zusätzlich muss auch Kraftstoffverbrauch signifikant gesenkt werden. Die Flotten-Verbrauchsvorgabe wird in China bis 2020 auf 5,1 Liter auf 100 Kilometer abgesenkt. Obwohl China einer der Treiber auf dem Gebiet der Elektromobilität ist, setzen die Entwickler der großen Hersteller wie FAW (First Automotive Works) auf höchst effiziente Ottomotoren. Bis 2020 wollen die chinesischen Hersteller den Grenzwert im Flottenverbrauch durch einen Anteil von 75 Prozent an höchsteffizienten Ottomotoren und Getrieben inklusive 48-Volt-Technik und mit einem Anteil von 19 Prozent an fahrwiderstandsoptimierten Fahrzeugen erreichen. Lediglich sechs Prozent der Fahrzeugflotte wird aus Elektrofahrzeugen oder Brennstoffzellenfahrzeugen bestehen.

Die Technologie der MWI AG könne hier einen wichtigen Beitrag zur Senkung von Kraftstoffverbrauch und Emissionen im Ottomotor liefern. MWI-Vorstand Armin Gallatz und seine Mannschaft stellten den weit gereisten Besuchern den heutigen Stand der Entwicklung vor und demonstrierten am "lebenden Objekt" wie in einem Serienmotor sowohl Benzin als auch Diesel mit Mikrowellenzündung gestartet und hierbei sowohl Treibstoff eingespart und Schadstoffe drastisch gesenkt würden.

Verbesserung von Effizienz und Schadstoffreduktion

"Das von MWI entwickelte, patentierte Zündverfahren ermöglicht, die neuesten EU-Vorgaben zu Verbrauch- und Schadstoffreduktion umzusetzen", sagte Gallatz und erläutert ferner, dass für die Nutzung der Zündtechnologie bisherige Motorkonstruktionen nicht aufwendig angepasst werden müssen, da (beim Benziner) lediglich Zündkerze gegen eine Mikrowelleneinkopplung getauscht werden.

"Die Bündelung aller technischen Möglichkeiten zur Verbesserung von Effizienz und Schadstoffreduktion ist die Antwort auf heutige gesellschaftliche Herausforderungen und vordringliche Umweltprobleme", so Wolf Burger und Ulf-Rüdiger Müller.

"Dieser Besuch war für uns einer der Höhepunkte unserer Reise", bedankte sich Li Yilong und ergänzte: "Wir kehren mit eindrucksvollen Informationen zurück."

Der Besuch der chinesischen Delegation war so in vielerlei Hinsicht ein voller Erfolg und sicherlich auch Beginn einer zukünftigen erfolgreichen Zusammenarbeit, teilt der Innovationscampus mit.

  Das Eduard-von-Hallberger-Institut (EHI) ist eine Bildungsinstitution, an der Sprachunterricht, Erwachsenen-Fortbildungskurse, schulische Austauschprogramme sowie für ausländische Studenten Vorbereitungskurse für anschließende Hochschulstudien in Deutschland angeboten werden. Das EHI gehört seit 2010 zur internationalen Hochschule Calw und wurde vom Kulturzentrum Peking aufgrund der Verdienste um den deutsch-chinesischen Kulturaustausch zum China- Kulturzentrum ernannt.

  Die Yantai-Universität wurde im Juli 1984 als moderne Gesamtuniversität an der Küste in Yantai gegründet. Die Universität verfügt über rund 20 Fakultäten und bietet Programme für Kunst, Recht, Wissenschaft, Bildung, Management, Medizin, Musik, Ingenieurwesen, Weiterbildung und internationale Kultur. Sie ist mit akademischen Instituten in Großbritannien, Kanada, Norwegen, Australien, Korea, Deutschland und den USA eng vernetzt.

  Der Innovationscampus Empfingen hat es sich zur Aufgabe gemacht, verschiedene Entwicklungen und Systeme aus Umweltthemenbereichen wie Energieerzeugung mit regenerativen Techniken, Energiespeicherung, Luftreinhaltung, Wasseraufbereitung bis hin zu effektiven Recyclingsystemen auf einem Gelände zusammenzubringen und diese im realen Einsatz und praxisorientierter Anwendung weiter zu entwickeln und zu optimieren. Es sollen sich auf diese Weise innerhalb der unterschiedlichen Fachbereiche Synergien ergeben.

  MWI Micro Wave Ignition AG, Empfingen, ist ein Forschungs- und Entwicklungsunternehmen in Baden-Württemberg. Die Aktiengesellschaft wurde im Jahr 2007 in das Handelsregister Stuttgart eingetragen.

Das Kapital für das Unternehmen stellte ein kleiner Kreis von Aktionären bereit, die neben einem wirtschaftlichen Interesse auch den MWI typischen technologischen und ökologischen Enthusiasmus teilen. Vorsitzender des Aufsichtsrats ist der Grünenpolitiker und parlamentarische Staatssekretär a.D., Rezzo Schlauch.

 
 

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