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Empfingen "Haben unsere Grenzen hochgezogen"

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Der Empfinger Kindergartenlandschaft steht ein Stresstest bevor. Auch in diesem Jahr ist die Zahl der Geburten hoch. Auswärtige Kinder sollen gar nicht mehr aufgenommen werden. Ein neues Anmeldesystem soll immerhin verhindern, dass die Verwaltung die Übersicht über die Anmeldungen verliert.

Empfingen. Die Zahl der Kinder in Empfingen steigt und steigt – die Gemeinde befindet sich mit dem Bau der neuen Kindertagesstätte in einem Wettlauf gegen die Zeit. Bürgermeister Ferdinand Truffner sagt beim Thema Kindergartenbedarfsplanung im Gemeinderat: "Der Neubau müsste eigentlich schon stehen." Glück hatte die Gemeinde allerdings mit dem Timing für den Bau. Denn: "Während Corona einen Baubeschluss für eine fünf Millionen teure Investition zu fällen wäre schwierig gewesen", sagt Truffner. Stattdessen freut sich der Bürgermeister nun täglich an den Baufortschritten der neuen Kita neben der Grundschule.

Wie dringend notwendig der Neubau ist, zeigt die Zahl der Kinder: "Dieses Jahr sind in Empfingen schon 25 Kinder auf die Welt gekommen. Die geburtenschwachen Jahrgänge kommen zur Schule, die geburtenstarken in den Kindergarten", sagt Truffner. Die Statistik zeigt, dass die Zahl der Geburten in Empfingen zunächst angestiegen ist und sich derzeit auf einem konstant hohen Niveau befindet. Sind 2017 noch 39 Kinder geboren, sind es 2018 schon 52, 2019 sind es 50 und zum 26. Juni dieses Jahres schon 25.

In der Prognose für die Kindergärten heißt das: "Die Belegungsliste für den 1. März 2021 zeigt alle 153 Ü3-Plätze in der Gemeinde belegt – 78 in der Kita Kleine Strolche und 75 im katholischen Kindergarten." Schon zum 1. September dieses Jahres sollen 65 Plätze bei den Kleinen Strolchen belegt sein, im katholischen Kindergarten werden es 64 sein.

Im Bereich U3 ist die Kapazitätsgrenze fast erreicht. In der Krippe der Kleinen Strolche waren im März zehn von zehn Plätzen belegt, in der betreuten Spielgruppe sind sechs von zehn Plätzen belegt. In der Krippe des katholischen Kindergartens waren Stand März alle zehn Plätze belegt.

Die geburtenstarken Jahrgänge haben auch Auswirkungen darauf, wer überhaupt in einen Kindergarten in Empfingen gehen darf. Truffner sagt: "Wir haben unsere Grenzen hochgezogen und können nur noch die versorgen, die hier wohnen. Wird sind froh über jedes Kind, das auswärts untergebracht wird."

Wie stark die Kindergärten aber tatsächlich nach den Sommerferien ausgelastet sein werden, ist aufgrund der Corona-Pandemie schwer vorherzusagen. Truffner geht davon aus, dass bei einem Corona-Fall im Kindergarten die gesamte Einrichtung geschlossen wird. Gemeinderat Stefan Walz sagt: "Im Herbst wird die Hälfte der Kinder wahrscheinlich gar nicht kommen."

Immerhin eine Erleichterung steht für die Kindergartenleitungen und die Gemeindeverwaltung in Aussicht: Durch ein zentrales Online-Anmeldesystem sollen Komplikationen bei der Anmeldung vermieden werden. Truffner sagt: "Manche Eltern melden ihre Kinder doppelt an. Uns fällt das dann erst später auf." Es handle sich dabei um ein kostenloses Modul des Kommunalverbands für Jugend und Soziales (KVJS). "Die Stadt Balingen hat damit gute Erfahrungen gemacht", sagt Truffner. Eine Testphase sei demnächst möglich. Zum Kindergartenjahr 2021/22 könnte das System dann in den Einsatz kommen. Auch die Platzvergabe soll über das System laufen.

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