Fasnet: Wer den Baum lobt, bekommt einen Schnaps von Bürgermeister Ferdinand Truffner

Seit 2005 gibt es von den Freunden freier Flecken Fasnet (FFFF) am Rußigen Donnerstag die Initiative zu einem abendlichen Treff unter dem Narrenbaum. Die Party ist inzwischen ein Highlight der Empfinger Fasnet.

Empfingen. Ziel ist es, die Narretei unter das ganze Volk zu bringen. Ganz Empfingen soll mitmachen. Die vielen Cliquen hatten sich wieder für ihre Verkleidung viel einfallen lassen und manches Outfit wurde im Geheimen in einer verborgenen Nähstube verwirklicht. Ja, das Outfit der Narrencliquen, speziell für den "Ruaßiga Dauschtig" genäht, war wieder ein echter Hingucker.

Das Motto lautet in diesem Jahr "Lobet von Herzen den neuen Narrenbaum". Der Abend wurde in bewährter Weise moderiert von Fasnetsprofessor Werner Baiker und Andreas Seifer von der "Epfenger Space Agency". Bei närrischer Musik, aus der Konserve oder von Musikern der Musikkapellen und der "Lomba-Kapell" wurde kräftig geschunkelt und Polonaisen schlängelten sich wie ein riesiger Lindwurm durch den dichtgedrängten Platz vor dem Narrenbaum.

Es gab wieder viele sehenswerte bunte Verkleidungen zu sehen, so die Eisbären, die jammerten "Am Nordpol miaßmer bald verrecka, drom komme miar jetzt do en Flecka", Mary Poppins, Engel und Bengel. Auch das Empfinger Ärztehaus und der Seeblick waren Thema. Sind die neuen Wirte im Seeblick schon da? Es gibt nicht nur die "Ruaßiga-Dauschtig-Hexen", sondern auch die "Epfenger Rouge Hexa" mit ihrem farbenprächtigen Outfit. Eine Oma versuchte, mit ihrem "Muggadatscher" eine große Fliegenansammlung zu bändigen. Ein Empfinger Streichelzoo war angesagt. Aus dem wilden Westen kamen die "Cowgirls".

Fasnetsprofessor Werner Baiker munterte die vielen Narren auf, den Narrenbaum zu loben, denn wer diesen lobt, könne nachher vom Schultes einen Schnaps abholen. Bürgermeister Ferdinand Truffner kam als Kontaktkleber.

Zu sehen war auch eine Einbrecherbande und eine Schminkgruppe, die für Hausbesuche alles dabei hatte, was für ein schönes Outfit notwendig ist.

Nach dem Treffen unter dem Narrenbaum ging es in die Empfinger "Fasnetshochburgen". Alle Lokalitäten hatten sich bestens auf den nächtlichen Ansturm der Empfinger Narren vorbereitet. Überall machte die "Flecken-Fasnets-Musik" ihre Aufwartung.