Die Sanierung des Neckarknies ist weitgehend abgeschlossen.Foto: Schwind Foto: Schwarzwälder Bote

Haushalt: Der Abwasserzweckverband für Empfingen und Sulz hat Geld übrig / Neckarknie-Sanierung fast abgeschlossen

In seiner Sitzung am Mittwochabend in Empfingen hat der Abwasserzweckverband Empfingen dem Entwurf des Haushaltsplans für 2021 nach einem umfangreichen Zahlenwerk von Gemeindeoberamtsrat Reinhard Dettling zugestimmt. Die Haushaltssatzung wurde ebenfalls beschlossen.

Empfingen/Sulz. Der Abwasserzweckverband Empfingen, dessen Kernaufgaben die Abwasserbeseitigung und Abwasserreinigung sind, arbeitet weiterhin schuldenfrei und kommt seiner Aufgabe nach. Die Verbandsgemeinden dürfen sich sogar auf eine Rückzahlung freuen. Der größte Sanierungsbrocken, das so genannte Neckarknie, beläuft sich auf eine Summe von 870 000 Euro und ist bis auf ein paar Kleinigkeiten abgeschlossen.

Die reinen Betriebsaufwendungen für die Kläranlage und die Verbandssammler sind um rund 8000 Euro höher als im Vorjahr angesetzt. Die veranschlagten Aufwendungen für die Instandhaltung der Kläranlage betragen 33 000 Euro. Die Entsorgung des Klärschlamms und die Entsorgung des Rechenguts wird 2021 auf 85 000 Euro geschätzt. Für die Instandhaltung des Verbandssammlers sind 10 000 Euro (Vorjahr 15 000 Euro) eingeplant.

Die Planungssumme der Erträge im Ergebnishaushalt belaufen sich 2021 auf 592 000 Euro. Die Ergebnishaushalte der Jahre 2022 bis 2024 wurden überwiegend anhand der Orientierungsdaten aus dem Haushaltserlass 2021 des Landes hochgerechnet. So entstehen Planungssummen in 2022 von 618 000 im Jahr 2023 von 627 000 und 2024 werden 646 000 Euro angesetzt.

Überschuss entsteht

Der Gesamtbetrag der Einzahlungen aus der laufenden Verwaltungstätigkeit beläuft sich im Finanzhaushalt auf 464 000 Euro. Der Gesamtbetrag der Auszahlungen beläuft sich auf 310 000 Euro. Somit entsteht ein Zahlungsmittelüberschuss von 154 000 Euro. Bei der Investitionstätigkeit wurden 504 000 Euro investiert, dem entgegen stehen Auszahlungen von 296 000 Euro. Somit entsteht ein Mittelüberschuss von 208 000 Euro. In der Summe entsteht damit ein Überschuss von 362 000 Euro. Dieser wird als Kapitalrückzahlungen an die Verbandsgemeinden ausgezahlt.

Die Betriebskostenumlage zur Deckung des laufenden Betriebs und der Unterhaltung der Verbandsanlagen steigt um 50 000 Euro gegenüber dem Vorjahr auf jetzt 460 000 Euro. Diese Erhöhung resultiert aus Abschreibungen für die Verbandsanlagen nach der Erneuerung des Verbandssammlers zwischen Mühlheim und Fischingen, höheren Aufwendungen für die Klärschlammentsorgung, die Umlage an die Gemeindeprüfungsanstalt und die sonstigen Preissteigerungen.

Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen sind im Finanzhaushalt für den Zeitraum bis 2024 mit einem Volumen von 444 000 Euro enthalten, davon entfallen 296 000 Euro auf das Jahr 2021. Dabei handelt es sich um die 2021 von den Verbandsgemeinden zu erbringenden Investitionsumlage für die Sammlererneuerung im Bereich Neckarknie. Der Bereich Neckarknie kostet circa 870 000 Euro, wovon rund 210 000 Euro im Jahr 2021 als Restkosten noch zu erwarten sind. Für diesen Bauabschnitt ist eine Landesbeihilfe von 380 000 Euro bewilligt. Alle weiteren von 2022 bis 2024 geplanten Investitionen haben nur einen geringen Umfang und können aus Zahlungsmittelüberschüssen des Ergebnishaushalts finanziert werden.

Kühlung des Schlamms

Für Ersatzbeschaffungen in der Kläranlage und bei den Regenüberlaufbecken sind für 2021 37 000 Euro, in den Folgejahren jeweils 6000 Euro eingestellt. Sofern die rechtlichen Rahmenbedingungen einen wirtschaftlichen Betrieb zulassen, soll im Jahr 2023 mit einem Kostenaufwand von circa 20 000 Euro auf dem Dach des Betriebsgebäudes in der Kläranlage eine Photovoltaik-Anlage installiert werden. Für betriebliche Verbesserungen in der Kläranlage werden für das Jahr 2021 pauschal 20 000 Euro zur Verfügung gestellt. Im Jahr 2024 werden für die Kühlung des Klärschlamms zur Reduzierung der Klärschlamm-Menge 40 000 Euro bereitgestellt.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: