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Empfingen Gemeinde verabschiedet ihre Orgel

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Bürgermeister Ferdinand Truffner rundete unter Begleitung des langjährigen Organisten Denis Wiechert den Gottesdienst musikalisch ab. Foto: Hellstern Foto: Schwarzwälder Bote

Die feierlichen Klänge von "Highland Cathedral" intoniert von Flügelhorn und Orgel eröffneten den Abschiedsgottesdienst für die Orgel in Sankt Stephanus in Wiesenstetten, den Pfarrer Elmar Maria Morein zelebrierte.

Empfingen-Wiesenstetten. Das zehnjährige Jubiläum des Orgelbaufördervereins Sankt Stephanus Wiesenstetten, gegründet am 18. September 2009, wird gekrönt vom Erreichen des Satzungsziels: die Unterstützung der Kirchengemeinde bei der Beschaffung einer neuen Orgel zur Erhaltung der Kirchenmusik.

Der schlechte Zustand der Orgel wurde vom Orgelsachverständigen der Diözese begutachtet und ein technischer Neubau der Orgel empfohlen. Eine neue mechanische Traktur ersetzt das alte pneumatische System. Einige Pfeifen und das Orgelgehäuse, soweit möglich, bleiben erhalten. Ende November wird die Orgel vom Orgelbauer Eduard Wiedenmann aus Biberach abgebaut, wie Judith Schäfer, die zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderats, berichtet.

Bis dahin war es ein arbeitsintensiver Weg für den Orgelbauförderverein, seine Vorstandschaft und seine Mitglieder. Einnahmen wurden geschöpft aus zahlreichen Veranstaltungen, wie der "Kultur im Pfarrhaus" und dem sehr beliebten Zwiebelberdafest. Dank zusätzlichen Spenden und Sponsoren konnte der große Betrag für den kleinen Flecken in so kurzer Zeit zusammengespart werden. Dafür sagte Judith Schäfer allen ein herzliches "Vergelts Gott".

Weitere Gelder sind erforderlich zur Deckung der Nebenkosten für begleitende Handwerksarbeiten. Orgelpfeifenpatenschaften sind eine gute Spenden-Möglichkeit. Wenn alles gut läuft, erklingt die neue Orgel im Advent 2020.

Die allgemein rückläufige Zahl der Kirchgänger darf hier nicht beirren, und im gleichen Atemzug warb Schäfer um Kandidaten für die im März 2020 anstehende Kirchengemeinderatswahl. "Trumpet voluntary", gespielt von Ferdinand Truffner an der Trompete und dem langjährigen Organisten Denis Wiechert an der Orgel, rundeten den Gottesdienst musikalisch ab. Ebenso der Zwiegesang von Denis und Jasmin Dittmann, den die Wiesenstetter das Jahr über immer wieder genießen dürfen und schätzen. Sämtliche Register im wahrsten Sinne des Wortes zog Denis Wiechert mit seiner leidenschaftlichen Intonierung von "Music was my first love" von John Miles und sorgte für Gänsehautfeeling bei den zahlreichen Gottesdienstbesuchern.

Sekt und ein kleiner Imbiss waren ein angenehmer Abschluss des sehr feierlichen und fast etwas wehmütigen Abschiedsgottesdienstes mit der von Denis meisterlich bespielten "Königin der Instrumente". Zahlreiche Wiesenstetter und Dommelsberger folgten der Einladung ins benachbarte Pfarrhaus. Thomas Wiechert, der Vorsitzende und Initiator des Orgelbaufördervereins Sankt Stephanus, griff in einer kurzen Ansprache die Gedanken aus den Fürbitten auf.

Das Orgelprojekt hat über die vergangenen zehn Jahre neue Gemeinschaften entstehen lassen und wird diese hoffentlich auch künftig mit Leben erfüllen. "Wir alle sind die Kirche, egal welche Konfession wir haben und für uns spielt die neue Orgel", sagte Wiechert. Danke sagte er dem Organisten Denis, seinem Sohn, und seiner über zehn Jahre nahezu unveränderten Vorstandschaft. Denis Wiechert orgelt seit rund 15 Jahren in Wiesenstetten. Immer mehr ist er gezwungen die Orgel von 1925 "auszutricksen", dass die Töne kommen, die er anschlägt und auch zum richtigen Zeitpunkt. Der 25-Jährige sehr musikalische und engagierte junge Mann freue sich deshalb sehr auf die neue Orgel.

In der Interimszeit wird eine "Ersatzorgel" für Kirchenmusik sorgen. Denn es heißt: gesungen ist doppelt gebetet.

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