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Empfingen Es entwickelt sich ein gutes Miteinander

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Pfarrer Christoph Gruber (von links), Diakon Ewald Wurster und Dekan Alexander Halter am Ende des Gottesdienstes.Fotos: Baiker Foto: Schwarzwälder Bote

"Diese fünf Gottesdienste haben sich mehr als gelohnt", sind sich Pfarrer Christoph Gruber von der evangelischen Kirche und Diakon Ewald Wurster von der katholischen Kirche in Wiesenstetten einig. Das Projekt Gottesdienst im Autokino scheint geglückt.

Empfingen. Und die Anzahl der Besucher bestätigt diese Annahme: Bei allen fünf Gottesdiensten kamen zahlreiche Gläubige (beim fünften Gottesdienst ein Spitzenergebnis 72 Autos).

Bemerkenswert seien auch die vielen Rückmeldungen zu den einzelnen Gottesdiensten gewesen. Sehr viele Menschen beider Konfessionen hätten sich dafür bedankt. Eine Besonderheit war sicherlich auch die enge Verbindung mit den Seniorenheimen Schanzgasse und Rosengarten.

Zum ursprünglich nicht geplanten fünften Gottesdienst im Autokino Empfingen holten sich Pfarrer Christoph Gruber von der evangelischen Gesamtkirchengemeinde Mühlheimer-Empfingen-Renfrizhausen und Dekan Alexander Halter von der Seelsorgeeinheit Empfingen-Dießener Tal die katholische Kirchengemeinde St. Stephanus in Wiesenstetten in Person von Diakon Ewald Wurster mit ins Boot. Es sollte nochmals ein Highlight werden für die ökumenische Miteinander Gottesdienst zu feiern. Aufgezeichnet für diesen Gottesdienst wurde dieses Mal in der St. Stephanus-Kirche in Wiesenstetten.

Zuschauer zu beteiligen, ist wichtig

Im letzten Gottesdienst wurden auch zwei Päckchen gezeigt. Darin steckten diesmal die Grüße: Fotobüchlein, mit vielen schönen Naturaufnahmen und dazu passenden Bibelversen.

Auch die Zuschauer bei YouTube sind erwähnenswert. Rund 200 Menschen schauen sich die Gottesdienste im Internet an. Und, dass es angeschaut wird, sieht man zum Beispiel auch an den Einsendungen der Naturbilder. Es gab zu jedem Gottesdienst eine Möglichkeit der Beteiligung: so Abstimmung über die Bitten vom Vaterunser als Schwerpunkt für die Predigt, Wunschliederabstimmung, Einsendung von Selfies für den Vorspann. "Uns war wichtig", so Gruber, "dass es diese Form der Beteiligung gibt. So dass man nicht nur als Zuschauer im Auto sitzt, sondern sich auch, wenn man möchte, aktiv mit einbringen kann." Und wie stark die eingeschickten Bilder in diesem Gottesdienst mitsprechen, konnte man deutlich sehen. "Die Teilnahme an den Gottesdiensten hat uns jedenfalls überwältigt und zeigt auch, wie gut dieses Angebot Autokino-Gottesdienst angenommen wird. Bemerkenswert ist das hervorragende, vertrauensvolle, konstruktive und offene ökumenische Miteinander zwischen Dekan Alexander Halter und mir, und bei diesem letzten Gottesdienst zusätzlich mit Diakon Ewald Wurster", so Gruber. Viele hätten ihm zurückgemeldet, dass man das bei den Gottesdiensten auch wirklich spürt.

"Unser großer Dank geht aber auch an den gesamten JKV. Es war dadurch für uns leicht und wir haben ein sehr großes Entgegenkommen und eine enorme Unterstützung für diese fünf Gottesdienste erlebt. Sven Warnke und Markus Saier sind zwei, die ich namentlich herausgreifen möchte. Sie waren immer da und haben für den reibungslosen Ablauf gesorgt, nicht nur aber gerade auch an dem Sonntag, an dem der Stromausfall für ein wenig Verzögerung gesorgt hat. Ohne diese technische Unterstützung hätten wir das ja nie machen können." Dazu gehöre auch die Arbeit der Firma DWS aus Hechingen. Marc Schuler und seine Mitarbeiter hätten sich auf das Thema Gottesdienst perfekt eingestellt und für schöne Bilder und besten Ton gesorgt. "Es war auch schön zu sehen, dass sich für alle fünf Termine einfach Mitstreiter finden ließen, die die Liedbegleitung übernommen haben", meint Gruber. Dabei waren die Vitamin-C-Band, Dorit Heger und die Sängerinnen vom Singkreis sowie dieses Mal die Sängerinnen aus Wiesenstetten zusammen mit Denis Wiechert.

Gruber hält einen persönlichen Rückblick: "Vor sieben Wochen habe ich mir überlegt, ob wir nicht über Drive-In-Gottesdienste nachdenken sollten. Ich hatte aber keine Idee, wie das gehen könnte. Also habe ich gebetet und Gott gesagt: ›Wenn du möchtest, dass wir das machen, dann zeig uns, wie es gehen könnte.‹ Dann bin ich zum Abendessen gegangen." Als er eine Stunde später an den PC kam, sei eine E-Mail da gewesen, von Bürgermeister Ferdinand Truffner an Dekan Halter und ihn. Darin stand "Wenn sie möchten, könnten Sie im geplanten Autokino sonntags Gottesdienste feiern." Da sei für ihn klar gewesen, dass das gemacht werden müsse. "Gemeinsam mit Dekan Alexander Halter haben wir dann überlegt, wie das gehen könnte, so dass es zu uns passt und für die Besucher attraktiv und ansprechend wird."   

Wiesenstetter Katholiken machen mit

In allem seien sie Lernende gewesen. Denn sie wussten vor fünf Wochen nicht, wie Gottesdienst im Autokino geht und wie man Gottesdienste aufzeichnet, so dass das für die Zuschauer zu echten Gottesdiensten wird. "Hier mussten wir vieles einfach ausprobieren. Manche Möglichkeiten, die die große LED-Wand bietet, haben wir ausgetestet", erklärt Gruber. Besonders freue ihn, dass nun zum Abschluss die Katholische Kirchengemeinde Wiesenstetten ebenfalls mitgemacht hat. "Diakon Ewald Wurster war ja vorher schon bei allen Gottesdiensten im Auto dabei, diesmal nun auch vor der Kamera", ließ Gruber wissen. "Das war eine schöne Erfahrung, wir drei zusammen in einem Gottesdienst", meint der Pfarrer.

Gruber weiter: "Wir wollten unter den gegebenen äußeren Maßgaben und mit den Chancen und Grenzen eines Autokinos, Gottesdienst feiern, mit dem dreieinigen Gott in Kontakt kommen, beim Singen, beim Beten und beim Hören auf Gottes Wort. Wir sind nach diesen fünf Wochen Gottesdienst im Autokino einfach eines: dankbar. Gegenüber allen die uns geholfen haben und gegenüber Gott, der zu den Planungen das Gelingen gab und gibt und seinen Segen." Die Möglichkeit des Autokino-Gottesdienstes sei "eine riesengroße Chance und ein riesengroßes Geschenk" gewesen.

Diakon Ewald Wurster hob die angenehme Zusammenarbeit mit Pfarrer Christoph Gruber bei ökumenischen Familien-Gottesdiensten in Wiesenstetten hervor: "Wir stehen mit unseren Familien beide im Leben und ergänzen uns", so Wurster. Dies sei eine große Freude. Wurster bemerkte auch erfreulich, dass durch das Organisieren und Vorbereiten der Auto-Gottesdienste das Miteinander von Dekan Alexander Halter und Pfarrer Christoph Gruber zusammengewachsen sei und sich daraus ein gutes Miteinander entwickelt habe. Dies sei sehr fruchtbar für beide Gemeinden.

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