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Empfingen Ein Festival erobert die Herzen

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Ein Festival mit Herz: Organisatoren, Besucher und Stars waren glücklich. Foto: Hopp Foto: Schwarzwälder Bote

Empfingen. Wie Bürgermeister Truffner zum gemeinsamen Auftritt mit "BossHoss" kam, er aber nichts für den mäßigen Sound der Musiker konnte – das und mehr erfährt man hier in unserer Fortsetzung der Festivalsplitter.

Zünftige Musik mit Humor

Die Blasmusik und ihre Fans. Schon der erste gemeinsame Auftritt des Musikvereins Empfingen und Wiesenstetten sowie der Trachtenkapelle eröffnete das Festival mit Humor. Ein Fan rief: "Ich will ein Kind von dir!" Ein anderer rief: "Hey Mann, zieh den Bauch ein." 30 Musiker hatten sich als "Allstars" der drei Vereine zusammengeschlossen. Darunter auch Bürgermeister Truffner mit seinem Flügelhorn. Wie lief denn bisher seine Musikerkarriere ab? "Ich spiele schon seit der dritten Klasse Trompete, begonnen mit einer Taschen-Trompete, da ich noch zu klein war. Ich habe im Musikverein Bieringen begonnen und spiele da noch gelegentlich mit, in der Stadtkapelle Rottenburg bin ich aktiv. Im Musikverein Nabern war ich als Ortsvorsteher aktiver Blasmusikant. Und in der Bürgerwache Rottenburg im Musikzug bin ich auch unterwegs. In Empfingen helfe ich gerne den Vereinen aus, wenn Not am Mann ist – aber in drei Kapellen kann ich nicht gleichzeitig spielen", berichtet er.

Truffner verstärkt BossHoss

Am Abend hatte Truffner noch einen besonderen Auftritt – mit "BossHoss" auf der Bühne. Wie es dazu kam? "Der Auftritt war spontan – beim Meet & Greet kamen wir beim Small-Talk auf mein Hobby zu sprechen und dann kam der Anruf der Managerin. Wir haben das vorletzte Lied angestimmt – "Stallion Battalion". Und wie lief es? "Das Lied war mir nicht bekannt, ich musste voll improvisieren und habe leider nicht jeden Ton getroffen, aber es war live", erzählt er schmunzelnd.

Sound-Panne der Cowboys?

Der Sound der Headliner klangen für verwöhnte Ohren etwas hart und schmerzhaft laut – besonders in den hinteren Rängen. Lag es an der Anlage, an der Abmischung? Fakt ist: Antiheld, Max Giesinger, Michael Eb und die Antenne-1-Band hatten einen besseren Sound als Alec und Sascha. Ein Insider verrät: "Die Anlage haben wir einen Tag vorher durch den Hersteller testen lassen. BossHoss hat darauf bestanden, einen eigenen Mann für den Sound zu stellen. Er sitzt im Tower und mischt deren Musik ab."

Fairer Verlierer

Johannes Schurr, Bürgermeister von Spraitbach war auch da. Seine Gemeinde hatte in der "Roten-Teppich"-Aufgabe gegen Empfingen verloren. Schurr war trotzdem gerne nach Empfingen gekommen –­ und genoss den Antenne-1-Feiertag in vollen Zügen. Und lobte die Empfinger: "Das habt ihr super gemacht!"

Perfekter Standort

Nicht nur das Festivalgelände war ein Volltreffer. Perfekt passte es auch, dass das Hotel Empfinger Hof in direkter Nachbarschaft liegt. Zwar nächtigte dort keiner der Stars. Aber am Festivaltag hielten sich die Künstler zeitweise im Hotel auf und auch das eine oder andere "Meet & Greet" fand statt. Truffner berichtet: "Von der Crew haben einige dort übernachtet und auch die Eltern vom Boss-Hoss Vollmer. Am nächsten Tag sind sie wohl nach Glatt zum Kuchenessen."

Ticketbörse glüht

Antenne 1 hatte für Ticketsuchende extra eine "Ticketbörse" eingerichtet. Und die glühte am Samstag so richtig. "Ich benötige noch zwei Tickets" oder "Ich hab doch noch ein Ticket übrig" war da zu lesen. Natürlich waren die plötzlich frei werdenden Tickets schnell vergriffen. Auch Jaqueline Martins aus Rangendingen hatte noch eine Eintrittskarte übrig. "Ich stehe vor dem Eingang, wer benötigt noch ein Ticket", schrieb sie. Ein Nordstetter las es am schnellsten und fuhr schnell hin. "Wir wussten nicht, dass Kinder unter sechs Jahren ohne Karte reinkommen", so die Spenderin.

Tierschützer ärgern sich

Auch Jaqueline Dießner vom Tierschutzverein Horb genoss das Festival. "Es war super." Nicht so super fand sie allerdings, dass ein Crewmitglied von Antiheld einen Hund direkt an der Bühne Gassi führte – während des eigenen Konzerts. Dießner schrieb deshalb auf die Facebook-Seite von Antiheld: "Einige Konzertbesucher wie auch wir sprachen den Mann freundlich an, da sich der Hund sichtlich unwohl fühlte und es in unmittelbarer Nähe der Bühne viel zu laut ist. Leider gab es nur pampige Antworten, wie zum Beispiel ›es ist ein Festivalhund‹." Besucher durften ihre Vierbeiner übrigens nicht mitbringen. Zum Glück!

Reibungsloser Abbau

Bereits am Montag, 11 Uhr, konnte Truffner vermelden: alles abgebaut, was die Gemeinde Empfingen angeht. "Es waren mehr Helfer gekommen als erwartet beziehungsweise gemeldet." Antenne 1 hatte zu diesem Zeitpunkt noch ein bisschen was zu tun. Bühnentechnik musste noch abgebaut und Lastwagen beladen werden.

Auch Müll-Bilanz passt

Natürlich darf das Klima-Thema nicht fehlen. Auf Festivals entsteht oft jede Menge Müll. Und ohne Plastik ging es auch in Empfingen nicht. Löblich: Auf Plastikbecher gab es zumindest einen Euro Pfand, sodass der Anreiz geringer war, sie achtlos in die Büsche zu werden. Der Bürgermeister zog auch hier ein positives Fazit: "Die Müll-Bilanz passt auch. Aus den Bannern werden wir über eine Behindertenwerkstatt Taschen anfertigen lassen."

Echte Park-"Experten"

Das Festival lief wie am Schnürchen, aber gab es vielleicht doch etwas, was nicht so gut lief und was man bei einem "nächstes Mal" besser machen könnte? "Parkierungshelfer im Ort aufstellen", lautet Truffners Antwort. Denn ein paar Autos mussten abgeschleppt werden. Manche "Experten" waren nämlich so schlau, die Einfahrten zuzuparken, so wie beim großen Parkplatz bei der Sportanlage. So schaute eine Familie verzweifelt in die Röhre, die eigentlich schnell weg musste. Ihr Versuch, die Glas-Container zu verschieben, um wieder rauszukommen, gelang leider nicht – und das obwohl die Container endlich vor Kurzem mal geleert wurden.

Ein Herz für Kinder

Antenne 1 zeigte auch ein Herz für Kinder. Denn das Feiertag-Festival war auch ein Kinder-Festival. Alle Kinder unter sechs Jahre konnten kostenlos rein und so ganz streng wurde das auch nicht unbedingt kontrolliert. So konnten viele Eltern zusammen mit ihren Kindern dieses Event erleben. Dazu gab es auch noch kostenlos Schokolade, "Luftgitarren" beim Glücksrad, eine Hüpfburg, Tischkicker und Ohrenschutz für die jungen Besucher vergessen hatte. Fantastisch!

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