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Empfingen "Die Musik ist wichtiger als Essen"

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Der Feuerwehr-Chor der Raumschaft Balingen unterhält die Bewohner des Empfinger Pflegehauses Rosengarten. Foto: Baiker Foto: Schwarzwälder Bote

Das Pflegehaus Rosengarten in Empfingen hatte zum traditionellen Oktoberfest eingeladen. Neben den Heimbewohnern erfreuten sich auch ältere Menschen, die in der ambulanten Betreuung von Vidom in Felldorf sind und weitere Gäste, etwa Familienangehörige der Heimbewohner, an dem Programm.

Empfingen. Zu Gast beim Oktoberfest war der Feuerwehr-Chor der Raumschaft Balingen mit seinem Chef Ulrich Ende und dem musikalischen Leiter Arnold Walter. Monika Obstfelder, Eigentümerin des Rosengartens, hieß alle Gäste zum Oktoberfest herzlich willkommen.

Wie kam der Chor dazu, im Rosengarten aufzutreten? Claudia Steudle arbeitet als Pflegefachkraft im Rosengarten. Ihr Vater ist Ulrich Ende, Chef des Chores, den es seit 15 Jahren gibt.

Nach einem ersten Lied, das die anwesenden 13 Chormitglieder mit viel Herzblut und klarer lauter Stimme darboten, begleitet von einem Akkordeon und Gitarre, ging es gleich in eine Schunkelrunde. Und weiter ging es mit der "Schwarzwald Marie", "Rot sind die Rosen" und "Bajazzo". Auch der "Alte Schäfer" durfte nicht fehlen.

Die Chormitglieder, alle in Altersabteilungen der Feuerwehren in der Raumschaft Balingen, sind im Alter von 60 bis 85 Jahren. Ein 90-jähriges Mitglied hat erst in diesen Tagen aufgehört zu singen. Einmal im Monat kommen sie zu einer Chorprobe zusammen. Ihr Anliegen ist es, das alte Liedgut zu erhalten. 69 Lieder haben sie in ihren Liedordnern gesammelt. Im Jahr haben sie zehn Auftritte, beispielsweise bei Seniorennachmittagen.

Im weiteren Programm zeigten die Heimbewohner und Gäste einen Sitztanz zu "So ein schöner Tag". Die Mimik vieler Gäste zeigte bei den Liedern des Chores, der mehrere Auftritte hatte, dass es für sie alle ein schöner Nachmittag sein muss, kullerte doch manche Träne. Dass doch mache alte Lieder nicht in Vergessenheit geraten sind und die Texte noch im Kopf sind, zeigten einige Heimbewohner durch ihr Mitsingen. "Es ist wunderbar, da kannst mitsingen. Es sind alte Lieder", so die Rückmeldung eines Heimbewohners.

Zu Gast waren auch "Frau Hackebeil" (Heidi Busch) und "Frau Gscheidle" (Jutta Steiding). Da ging es um die vielen Krankheiten und Schmerzen von Frau Hackebeil. Frau Gscheidle hatte dazu die besten Ratschläge. Ist es doch am besten, bei Ohrenschmerzen zum "Orologen" zu gehen und bei Darmschmerzen zum "Darmatologen".

Nach weiteren Chorauftritten verabschiedete sich der Chor mit dem Lied "Lilli Marleen". "Es war ein richtiger Ohrenschmaus", waren sich alle sicher, und der Feuerwehr-Chor versprach, im nächsten Jahr wieder zu kommen.

Paul Klingeler, einer der Heimbewohner, sagte: "Die Musik ist wichtiger als Essen. Musik hält einem am Leben." Obstfelder sagte: "Die Musik macht Leute, die fast am Ende nichts mehr haben, wieder lebendig."

Ein gemeinsames Abendessen mit Weißwurst schloss sich an.

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