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Empfingen "Der physikalische Beweis ist erbracht"

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Mit der in Empfingen entwickelten Mikrowellenzündung lässt sich Kraftstoff einsparen. Symbol-Foto: Kalaene Foto: Schwarzwälder-Bote

Empfingen. Eine technische Erfindung von dem Empfinger Innovationscampus ist die Mikrowellenzündung von Kraftstoffmotoren. Ingenieur Armin Gallatz, Vorstandsvorsitzender der auf dem Campus ansässigen Firma Mwi, spricht mit unserer Zeitung über die Herausforderungen, vor denen die Empfinger Erfindung jetzt steht.

Sie sind bei Mwi jetzt in der Lage, einen Motor per Mikrowellenzündung zu starten. Wie lange haben Sie daran von der Idee bis zum erfolgreichen Versuch gearbeitet?

Die Idee hatten wir 2004 zum Schutzrecht angemeldet. Die Entwicklung haben wir nach unserem Erfolg beim baden-württembergischen Innovationswettbewerb CyberOne 2006 gestartet – ein Hightech-Award auf Landesebene, bei dem wir den zweiten Platz belegen durften. Obwohl bis heute elf Jahre vergangen sind, haben wir an der technischen Realisierung bloß fünf Jahre gearbeitet. In der Restzeit waren wir auf Kapitalsuche.

Wie sind Sie überhaupt ursprünglich auf die Idee gekommen, an einer Mikrowellenzündung zu forschen?

Die ursprüngliche Idee hatte mein Freund und Geschäftspartner Professor Hirsch. Damals lagen uns Erkenntnisse über das Absorptionsvermögen von flüssigen Kohlenwasserstoffen bezüglich Mikrowellen vor. Dies wollten wir für die Motorentechnologie im Sinne einer Spritreduzierung nutzbar machen. So haben wir gemeinsam mit meinem Bruder erste Computersimulationen zur Idee durchgeführt und nach den positiven Ergebnissen mit der Planung der technischen Realisierung begonnen.

Können Sie kurz erklären, warum eine Zündung per Mikrowelle Kraftstoff spart?

Im Gegensatz zur herkömmlichen Zündkerzenzündung, die an einem einzigen Punkt ausgeführt wird, zünden wir nahezu simultan im gesamten Brennraum. Dadurch läuft die erzeugte Verbrennung schneller und effektiver, etwa 100 Kelvin kälter, ab. Genau hier liegt das Einsparungspotenzial in puncto Kraftstoff, dessen Energie nicht so sehr in der Wärmeerzeugung verloren geht, sondern vermehrt in Kraft umgewandelt werden kann. Folglich können bei der selben Motorleistung signifikante Mengen an Treibstoff eingespart werden.

Gibt es schon einen Prototyp des Motors mit Mikrowellenzündung?

Ja, wir betreiben einen unveränderten Serienmotor mit unserer Zündtechnologie.

Was sind Ihre nächsten Schritte in Sachen Mikrowellenzündung?

Wir beginnen, Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben, um der Welt mitzuteilen, dass es mit unserer Raumzündung  eine neue innermotorische Lösung gibt,  unsere derzeitigen Klimaprobleme erheblich zu reduzieren.

Gibt es einen Termin zur Markteinführung?

Nein – wir werden die Technologie an ein geeignetes Unternehmen veräußern, das in der Lage ist, unsere Entwicklung zur Serienreife zu bringen.

Was ist die größte Hürde, die Sie nun noch überwinden müssen, bevor die Zündung serienfertig in Autos eingebaut werden kann?

Wir haben alle großen technischen Hürden hinter uns. Der physikalische Beweis ist erbracht und die Effekte der Raumzündung sind messtechnisch dokumentierbar. Mit den vertrieblichen Aufgaben, die wir nun angehen, werden sicherlich weitere Hürden zu überwinden sein.

 
 

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