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Empfingen Das Miteinander liegt ihm am Herzen

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Das Gemälde vom Tälesee hält Joachim Gölz für einen der Höhepunkte in seiner Ausstellung. Das Gemälde entstand bis auf einige Akzente nur mit seiner Malerwalze.Foto: Menzler Foto: Schwarzwälder Bote

Hinter seinen Kunstwerken steht ein Merkmal besonders: das Miteinander. Er will mit seinen Gemälden ausdrücken, wie Menschen miteinander feiern. Aber auch wie heutzutage das gemeinsame Miteinander verloren geht.

Empfingen. Eine neue Kunstausstellung unter dem Thema "Mensch, wo bist du?" ist im Empfinger Rathaus zu bewundern. 14 Gemälde von Künstler Joachim Gölz hängen dort aus. Es sind viele Motive rund um Empfingen zu sehen.

Die Hauptthemen die Gölz mit den Motiven einfangen will: Miteinander, Menschen die feiern, Gewalt und "Future is golden" – die Zukunft ist golden.

Engagiert sich in verschiedenen Bereichen

Die Idee dahinter entstand durch eine Anfrage der Gemeinde. Bereits am 1. Juni 2019 wurde der Künstler angefragt, 2020 einige Bilder auszustellen. Nach dem Einschlagen der Pandemie, war er vorerst skeptisch, ob das Ganze nicht abgesagt werden sollte. Doch nun hängen die Gemälde im Rathaus – pünktlich zur Öffnung der Rathäuser am Montag, 22.Juni.

"Ich bin kein selbstverzehrter Mensch. Ich möchte mit meinen Bildern eine Botschaft weitergeben", erklärt Joachim Gölz seine Beweggründe.

Er ist ein sehr engagierter Mensch, im Ortschaftsrat, als ehrenamtlicher Ortsvorsteher, im Kirchengemeinderat sowie als Fußballtrainer der Bambinis im FC Göttelfingen, als Spieler in der AHG-Mannschaft in Rottenburg-Baisingen. Man erkennt das ihm das Miteinander und die Gemeinschaft unter Menschen sehr am Herzen liegen.

"Es ist schön, als Künstler die Freiheit zu haben auch ein bisschen frech zu sein. Aber ich will auch niemandem ein Gemälde geben, das demjenigen ›auf die Füße tritt‹. So habe ich zum Beispiel für jedes der 14 Gemälde ein Back-Up. Falls das Bild nicht passt oder die Botschaft zu extrem gezeigt wird, ist es also möglich, einzelne Gemälde auszutauschen", erzählt Gölz von der Entstehung der Motive.

Besonders wichtig war es ihm, die Gemeinschaft Empfingens und der Region festzuhalten. Mit Motiven der Beatparade oder des Weitingers "Hoametfest" sowie des Porträts von Bürgermeister Ferdinand Truffner, gelang es dem Künstler auch die Organisatoren und ehrenamtliche Helfer in den Vordergrund zu rücken. "Menschen, die sich zusammenschließen und den Ort mit leben füllen. Es ist schön zu sehen, wie engagiert Empfingen ist und mit wie vielen Menschen zusammen gearbeitet wird.

Will die gesamte Menschheit ansprechen

"Mensch, wo bist du?" Das Thema der Ausstellung soll dieses Miteinander aufgreifen. Mensch, wo stehst du in dieser Zeit? Was bewegt dich? Was ist dein Ziel?

Das Thema stammt aus der Bibel: In 1. Mose 3, 1-14 wird gefragt "Adam, wo bist du?" Gölz änderte diese Aussage. Er will nicht nur Adam, die Männer in der Gesellschaft ansprechen. Sondern die gesamte Menschheit – Mann und Frau: "Das wird leider auch noch heute unterschlagen. Gerade in der katholischen Kirche, in der ich aufgewachsen bin, gibt es keine weibliche Pastorin. Wie will man die gesamte Menschheit ansprechen, wenn nur die halbe Menschheit aussagen darf?"

Aber nicht nur das Miteinander und das Gemeinsame sind Thema. Auch Gewalt spielt in einigen der Gemälde eine Rolle. "Ich möchte auch eine Art entsetzten Aufruf machen. Wir werden schon von Kindheit an mit Gewalt ›gefüttert‹, sei das über Nachrichten oder auch Filme. Die Menschen sollen darüber nachdenken. Warum Gewalt? Wo bist du in der Gesellschaft, das Gewalt so stark gezeigt werden kann?"

In drei Gemälden fasste der Künstler Filme auf, die von Gewalt beherrscht sind. "Der Mensch sollte nicht verstandlos durchs Leben irren, sondern sich Gedanken um sein Denken und Handeln machen."

Gölz will auch zeigen, dass sich über die Jahre die Kommunikation gewandelt hat. Auch mit dem digitalen Wandel geht der persönliche Dialog verloren, wie zwei Bilder deutlich zeigen. Jeweils ein Gesprächspartner der mit einer digitalen Version kommuniziert, aber doch getrennt lebt.

Ein weiteres Gemälde fasst das Thema "Future is golden" auf und zeigt seine Auffassung des Turmbaus von Babel. Dieser hätte funktionieren können – hätte man kommuniziert.

Die Menschen sollen innehalten und bedenken: "Wir können in eine wundervolle Zukunft ziehen. Aber dafür müssen wir miteinander reden und leben. Ohne das wird es wie dem Turmbau von Babel gehen."

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