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Empfingen Ceratizit gibt Standort in der Schweiz auf

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Das Unternehmen Ceratizit schließt den Standort in Biel, Schweiz, und verlagert die Schleiferei nach Empfingen.                  Foto: Archiv-Foto: Hopp

Empfingen - "Fachkräfte fehlen auf dem Schweizer Arbeitsmarkt", sagt Arndt Lüdtke, Geschäftsführer der Ceratizit Schweiz. Dies ist einer der Gründe, warum die Unternehmensgruppe ihren Standort in Biel aufgibt, und die Schleiferei nach Empfingen verlagert.

Der Hartmetallproduzent mit mehreren Produktionswerken für Bauteillösungen im industriellen Verschleiß plant die unmittelbare Schließung der Fertigung am Standort im schweizerischen Biel/Bienne.

Die Auslastung der Schleiferei liege derzeit bereits auf einem konstant sehr geringem Niveau, wie das Unternehmen mitteilt. Daher habe Ceratizit entschieden, die Schleiferei nach Empfingen zu verlagern. "Wir haben es nicht geschafft, den Standort in Biel zu vergrößern", erklärt Geschäftsführer Arndt Lüdtke, "wir bräuchten eine größere Fertigung, um alles anzubieten, was die Branche braucht." Es mangelt also nicht an der Nachfrage, sondern am menschlichen Know-how. Ein wesentliches Problem sei der Arbeitsmarkt in der Schweiz. Die Arbeitslosigkeit strebt dort gegen Null. "Facharbeiter gibt es in der Schweiz nicht", sagt Lüdtke.

Das sieht in Empfingen anders aus: "In unserer Lehrwerkstatt werden eigene, gute Fachkräfte rekrutiert", sagt Lüdtke. Derzeit werden dort 24 junge Menschen in verschiedenen Bereichen ausgebildet. Ein weiterer Vorteil in Empfingen ist das "industrielle Einzugsgebiet", also die Nähe zu anderen großen Firmen in Baden-Württemberg, die man laut Lüdtke in der Schweiz nicht habe.

Als "für Empfingen positiv" bezeichnet Lüdtke die Verlagerung der Schleiferei, denn "es gibt mehr Fertigung und mehr Arbeit". Dies war bislang nicht so: Nach der Verlagerung der Holzsparte im Jahr 2010 nach Luxemburg, um "Kapazität für den industriellen Verschleiß zu haben", seien die Zahlen in Empfingen zwar konstant, aber eben nicht "bergauf" gegangen.

Am Standort im schweizerischen Biel bleibt ein Vertriebsbüro mit der entsprechenden Infrastruktur bestehen. Den rund 30 betroffenen Mitarbeitern werde ein Sozialplan angeboten. Für die meisten bestehe die Möglichkeit, an den Standort in Empfingen zu wechseln. Geschäftsführer Lüdtke sichert den Mitarbeitern auch Unterstützung bei der Jobsuche zu, doch er rechnet damit, dass die meisten "innerhalb der Kündigungsfrist, also spätestens bis Weihnachten neue Jobs gefunden haben". "In Empfingen stellen wir ein", sagt Lüdtke, "wir suchen unter anderem Facharbeiter wie Werkzeugmacher und Industriemechaniker."

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