Auch der zweite Runde Tisch mit Jugendreferent Ralf Jochum zeigte, dass dieser Tisch ein wichtiges Instrument für den Erfahrungsaustausch ist. Foto: Baiker Foto: Schwarzwälder-Bote

Nicht nur Neubürger sollen damit über die Angebote für Kinder und Jugendlichen in Empfingen informiert werden

Von Jürgen Baiker

Empfingen. Zum zweiten Mal haben sich die Jugendvertreter von Vereinen im JKV-Haus zu einem weiteren Erfahrungsaustausch mit Jugendreferent Ralf Jochum getroffen.

Auch dieses Mal ging es um die Frage: Wie könnte man eine Zusammenarbeit noch besser machen?

Als Hausaufgabe hatten die Jugendvertreter beim ersten Treff am 9. November die Fragestellung mitgenommen, was man tun könne, damit die Vereine noch besser zusammenarbeiten. Nun ging es darum, erste Ideen zu sammeln. Schnell zeigte sich, dass die Vernetzung eine große Rolle spielt.

Schließlich sollen die Empfinger Bürger wissen, was es insgesamt an Vereinen und Institutionen gibt, was in den verschiedenen Abteilungen und Sparten angeboten wird.

"Eltern sagen", so Jochum, "dass sie ihre Kinder im Alter von 14 bis 16 nicht gern ins Jugendhaus während dessen normalen Öffnungszeiten gehen lassen, aber dass sie sich durchaus Mottoabende für 14- bis 16-Jährige vorstellen können – ohne dem Ausschank von Alkohol.

Jochum hält drei bis vier Mottoabende im Jahr für diesen Personenkreis für realistisch. Auch vonseiten des Jugend- und Kulturvereins (JKV) kam die Einlassung, dass man gerne bereit ist, für Mottoabende das Jugendhaus zur Verfügung zu stellen. Jochum, nun schon mehrere Monate im Amt, hat inzwischen auch etliche Erfahrungen gesammelt bei Einzelfallgesprächen. Seine Erkenntnis: Kinder, die in keinem Verein sind, würden gerne in bestimmte Vereine gehen.

Daher sei es wichtig, konkrete Ansprechpartner in den Vereinen zu haben, um auch die Möglichkeit zu geben hineinzuschnuppern. Hierbei wurde auch auf die Homepage der Gemeinde Empfingen und die Links auf die einzelnen Vereine hingewiesen. Allerdings wurde auch festgehalten, dass die Internetauftritte der Vereine nicht immer aktuell sind. Die Schule wurde als möglicher Informationsstandort auch genannt. Dort können beispielsweise Broschüren oder Faltblätter ausgelegt werden.

Die Kooperationen mit Lehrern wurde angesprochen und anderes mehr. Erinnert wurde auch nochmals an das Anliegen der Arbeitsgruppe Empfingen 2025 – Soziales und Kultur. Man habe damals die Frage aufgeworfen, wie Neubürger von den vielfältigen Angeboten der Vereine erfahren.

Als ein wichtiges Ergebnis dieses Runden Tisches wurde festgehalten, eine Broschüre mit aktuellen Angeboten der Vereine zu realisieren, wobei klar wurde, dass dies immer wieder fortgeschrieben werden müsste.

Diese Broschüre wäre dann ein wichtiges Informationsinstrument für Neubürger, aber auch für alle Empfinger Bürger, die Interesse an einem Engagement in einem Verein haben. Beim nächsten Treff am 28. März kommenden Jahres will man erste Ergebnisse präsentieren.

Thema war auch noch ein Mitternachtssport für Jugendliche, wie es ihn bereits in anderen Gemeinden gibt, Möglichkeiten des Informationsflusses über finanzielle Förderungen von Jugendaktivitäten und die Ausbildung von Mediatoren in der Schule.

Empfingens Bürgermeister Albert Schindler, der bei der zweiten Auflage des Runden Tisches mit dabei war, informierte die Anwesenden noch, dass mit Stand 30. November 744 Kinder und Jugendliche im Alter bis 18 Jahren in Empfingen leben.