Tempo 30: Die Schilder sind nicht überall in Empfingen neu – doch die einschränkenden Zusätze wurden entfernt. Foto: Baiker

In Empfingen gilt jetzt Tempo 30 – doch für viele ist die Regel noch neu. Beim Radarkasten blitze es fast im Minuten-Takt.

Empfingen - Viele Empfinger und Auswärtige, die durch den Ort fahren, müssen demnächst mit einem "Knöllchen" rechnen. Nur noch mit Tempo 30 darf durch den Flecken gefahren werden. Überall wurden Geschwindigkeitstafeln montiert oder aktualisiert. An schon bestehenden Tempo-30-Tafeln wurde der Hinweis "22 Uhr bis 6 Uhr" abmontiert und der Zusatz Lärmschutz angebracht.

Weitere Kontrollen im September

Nach Aussage von Bürgermeister Ferdinand Truffner bemühte sich der Gemeinderat seit einem Dreivierteljahr um ein Lärmschutzkonzept. In der ablaufenden Woche wurde es vom Landratsamt Freudenstadt realisiert, und die entsprechenden wurden Schilder montiert.

Wie Truffner weiter informierte, ist ab September mit einer Geschwindigkeitskontrolle zu rechnen. Aber der bisherige stationäre Blitzer wurde bereits von 50 auf 30 km/h umgestellt und aktiviert, wie der Schwabo-Mitarbeiter als auch die Nachbarschaft sehen konnten. Denn nahezu im Minutentakt blitzte es. Offenbar hatten sich viele Autofahrer noch nicht auf die neue Geschwindigkeitsbegrenzung eingestellt.

Initiative "Lebenswerte Städte"

Schon seit Jahren engagieren sich Empfinger Bürger mit Aktionen für Tempo 30. Der Lärmaktionsplanung wurde 2021 zugestimmt. Mit dem Beitritt zur Initiative "Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten", beschlossen im April im Gemeinderat, setzte Emfingen Zeichen für weniger Verkehrsbelastung. Ein Mitbürger hate den Beitritt Empfingens vorgeschlagen. Mit dem Schritt sieht die Gemeinde Empfingen die Notwendigkeit zu einer Mobilitäts- und Verkehrswende, mit dem Ziel, die Lebensqualität in Empfingen zu erhöhen. Gerade die Haupt- und Durchgangsstraßen sollen mit Tempo 30 für den Kraftfahrzeugverkehr Bestandteil eines nachhaltigen Mobilitätskonzepts und einer Strategie zur Aufwertung der öffentlichen Räume sein, wurde damals im Rat argumentiert.