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Empfingen Bauvorhaben befürwortet aber noch nicht beschlossen

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Zu der im Bau befindenden Sternwarte in Empfingen, will eine Aussiedlung der DLR, die Black Engine Aerospace, ein Raketenantrieb-Testzentrum in den alten Bunkern bauen.Foto: Gemeinde Foto: Schwarzwälder Bote

Empfin gen (sam). In nicht­öffentliche Sitzung diskutierte der Empfinger Gemeinderat am Dienstag über einen möglichen Umbau alter Bunker im früheren Bundeswehr-Munitionsdepot auf dem "Heinzelberg" (heutiger Innovationscampus E2U) zu einem Testzentrum für Raketenantriebe.

Black Engine Aerospace (BEA) –­ die Firma ist eine Ausgründung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt und sitzt in Heilbronn –­ möchte ein Antriebssystem für Raketen marktreif machen, das nicht mit Kerosin sondern mit alternativen Antriebsstoffen läuft. Mit solchen Motoren ausgestattete Raketen sollen in Zukunft Satelliten in den Weltraum schießen.

Damit die Technik aber einwandfrei funktioniert, muss sie natürlich hinreichend getestet werden. Und dafür erscheinen die ehemaligen Bundeswehr-Bunker im Waldgebiet zwischen Empfingen und Haigerloch der BEA ideal. Nach Angaben von Markus Ortelt aus der BEA-Geschäftsführung gegenüber dem Südwestrundfunk sollen die Tests nur an einzelnen Tagen stattfinden und nur wenige Minuten dauern. Der Geräuschpegel sei mit dem eines vorbeifahrenden Lastwagens vergleichbar.

Bevor die mögliche Ansiedlung der BEA auf dem Innovationscampus in Empfingen im Gemeinderat besprochen werden konnte, waren noch einige offene Fragen zu klären, damit sich die Empfinger Gemeindeverwaltung einigermaßen klares Bild schaffen konnte. Am Dienstag wurde dann auf dieser Basis zwar nicht-öffentlich aber ausführlich mit Vertretern der BEA gesprochen.

Nach Angaben von Empfingens Bürgermeister Ferdinand Truffner nach der Sitzung habe der Gemeinderat deutlich auf die Einhaltung des bestehenden Bebauungsplans, insbesondere auf die Einhaltung der Lärmwerte gemäß TA Lärm für ein Mischgebiet für diesen Bereich, hingewiesen.

Wenn Lärmwerte und andere Vorgaben des geltenden Bebauungsplanes eingehalten würden, erklärt Ferdinand Truffner weiter, würden der Gemeinderat und die Verwaltung eine Ansiedlung der BEA jedoch befürworten. "Wir sind als Gemeinde daran interessiert Forschung und Entwicklung, gerade auch im Bereich der Luft- und Raumfahrt, bestmöglich zu unterstützen, müssen jedoch auch die Belange der Bevölkerung und angrenzenden Wohnsiedlungen, auch außerhalb der Kreisgrenze, berücksichtigen", macht Truffner klar.

Die Firma Black Engine Aerospace UG, so der Empfinger Bürgermeister weiter, habe aus der Sitzung des Gemeinderats einige Fragen mitgenommen, die sie nun mit Gutachtern vor allem in Bezug auf Sicherheit und Lärm klären und auch mit dem Standortinhaber E2U auf arbeiten will. Deshalb sei eine endgültige Entscheidung zur Ansiedlung des Unternehmens auch noch nicht getroffen worden.

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