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Empfingen Bauernweisheiten auf älblerische Art

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Das schwäbische Comedy-Duo Hillus Herzdropfa streifte durch das Beste aus ihren 13 Jahren Bühnenerfahrung.Fotos: Baiker Foto: Schwarzwälder Bote

Electronic-Dance-Musik für die Jugend, Lachen am laufenden Band für die mittlere Generation – der JKV denkt mit seinen Angeboten auf der Event-Bühne an jedes Alter. 50 Autos hatten sich auf den Weg gemacht um das Comedy-Duo Hillus Herzdropfa zu erleben.

Empfingen. Das Durchschnittsalter der Gäste betrug an diesem Abend 49 Iahre, es kamen mehr männliche als weibliche Besucher, konnte der JKV informieren.

Das schwäbische Comedy-Duo Hillus Herzdropfa zeigte sich in Bestform. "Man kann es nicht beschreiben, man muss es erlebt haben", so der JKV in seiner Ankündigung. Dass dies so ist, zeigten die vielen Rückmeldungen am Ende dieses humorvollen Abends.

Das Duo Hillu Stoll und Franz Auber präsentierten Sketche aus ihrer gemeinsamen 13-jährigen Bühnenerfahrung. "Geschichten über Land und Leute auf der schwäbischen Alb. S’Ländle hinauf und S‘Ländle nah" hatten sie einiges zu erzählen, gespickt mit einer feinen Dosis Bauernschläue.

Kurz vor Beginn des unterhaltsamen Abends waren die beiden Künstler in ihrem Sonntags-Outfit erschienen. Werner Eggenweiler war erstaunt, sie nicht in ihrer bäuerlichen Kleidung zu sehen, wie man sie doch immer wieder auf Bildern sieht. Auf die doch erstaunliche Bemerkung meinte Hillu wie aus der Pistole geschossen: "Heute ist Sonntag, da waschen wir uns immer."

Der Auftritt wurde herbeigesehnt. Maria aus Sigmaringen, eine der Fans von Hillus Herzdropfa, kennt das Duo seit zehn Jahren. Damals trat das Duo zum 80. Geburtstag ihrer Oma auf. Pünktlich ging der Abend los. Hillu zeigte sich von der Zahl der Besucher sehr erstaunt: "Heimatland, so viel Leit."

An ihre eigene Landwirtschaft denkend fragte sie gleich, wer denn mit dem Bulldog (Traktor) gekommen sei. Hillu erzählte, dass sie eine ganz normale Bäuerin sei – mit eigenem Vieh, "so Kühe und Schweine". Um den eventuellen Sprachschwierigkeiten zu begegnen – sie spricht ein älblerisches Schwäbisch – zog sie einen Schnellsprachkurs im Eiltempo durch, an dessen Ende die Gäste so viel verstanden wie vorher. Aber es reicht, das älblerische Schwäbisch ist gut zu verstehen.

Nochmals das Thema Bulldog aufgreifend stellte Hillu fest, dass die reichen Bauern rote Bulldog haben, die armen Bauern grüne. Themen waren ein Ei, das sehr zerbrechlich ist, sozusagen "maushee". Es sei eine "geschissene Gabe Gottes", so Franz Auber.

Mit dem "Navigationsmascheele" hatte es auch eine Bewandtnis, wollte doch Hillu ihre Tante besuchen, verstand aber nicht, wie man das "Navigationsmascheele" bedient. Sie brachte es dem Verkäufer zurück, dessen Geduld bei der Erklärung der Gebrauchsanweisung sehr strapaziert wurde. "Was nützt mir eine Gebrauchsanweisung auf deutsch, wenn ich sie auf schwäbisch brauche", so Hillu.

Weitere Themen waren die Entsorgung des Mülls auf der Alb und das Handwerk. Da gibt es die Sortierung nach "o‘naidiger Gruscht", "wiaschde Lomba" und "alde Bixa". Bei so vielen Containern wisse man nicht mehr, wohin reinwerfen. In welche Box entsorgt man eine Perücke aus echtem Roßhaar? Wohin mit einem Gebiss? Man könne es noch zum Brötleausstechen benutzen. Im Outfit als Zimmermann stellte Hillu fest, dass die Länge eines Brettes an beiden Seiten gemessen gleich sei. Und es gab noch weitere Themen, humorvoll serviert. Auch Lebensweisheiten, teilweise sarkastisch formuliert, kamen nicht zur kurz.

Am Ende des sehr humorvollen Abends zeigten die vielen Gäste in ihren Autos, dass man dieses Programm von Hillus Herztropfa erlebt haben muss. Es reicht nicht dieses zu beschreiben.

Im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten war zu erfahren, dass durch das Coronavirus dem Duo 98 Prozent der Veranstaltungen weggebrochen sind. Normal haben sie im Jahr 280 Auftritte vor 100 bis 800 Besuchern.

Zum dritten Mal treten sie in einem Autokino auf, bisher in Balingen und Gärtringen, jetzt in Empfingen. Weitere ähnliche Termine haben sie noch viermal.

Hillu schreibt die Stücke selbst. Es sind Erlebnisse aus dem Leben, die auch ihr erzählt werden. Ein halbes Jahr dauert es, bis ein neues Programm steht. Mit den anderen Comedy-Duos hat das Duo Kontakt. Man versteht sich nicht als Konkurrenz, sondern hilft sich mal aus. Das Einzugsgebiet von Hillus Herztropfa bewegt sich in einem Radius von 300 Kilometer um Ulm herum.

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