Bei der Amtseinführung in Blumberg war Begeisterung spürbar: Markus Keller startet in dritte Amtsperiode. CDU-Landtagsabgeordneter sorgt für eine musikalische Überraschung.
Als Bürgermeister Markus Keller für seine dritte Amtsperiode von seiner Bürgermeister-Stellvertreterin Conny Hahn mit dem Schwur auf die Verfassung beim Neujahrsempfang am 10. Januar vereidigt wurde, wollte der Applaus kein Ende nehmen.
Bereits in ihrer Begrüßung sprang der Funke auf das Publikum über. Mit viel Empathie war ihre Laudatio zur Amtseinführung von Anekdoten und Beispielen geprägt. „Mit Ihnen liegt das Wohl der Stadt Blumberg in besten Händen, und mit einem hoch motivierten Team arbeiten Sie immer Hand in Hand“, sagte Hahn. Im Wahlkampf sei Keller „fast in jeden Winkel der Stadt und Ortsteile gefahren“ und habe sich „mächtig ins Zeug gelegt“, betonte sie mit Blick auf sein Engagement als alleiniger Bewerber.
„Mächtig ins Zeug gelegt“
Mit augenzwinkernden Vergleichen von Superman über Pippi Langstrumpf bis hin zu Asterix zog Hahn den gesamten Saal auf ihre Seite. Als kraftvolle Stütze hob sie zudem den Rückhalt seiner Ehefrau Ruth in den vergangenen 16 Jahren und im Wahlkampf hervor.
Auch im Grußwort des CDU-Landtagsabgeordneten Guido Wolf war großer Respekt für diese Hommage der Gemeinderätin zu spüren. „Nicht nur für mich ist Markus Keller eine Persönlichkeit, die ihre Verantwortung aus viel Optimismus und Tatendrang schöpft. Er besitzt auch die Fähigkeit, kritisch zu hinterfragen“, sagte Wolf.
In Zeiten, in denen es schon bessere Rahmenbedingungen gegeben habe, seien Orientierung und Zusammenhalt umso wichtiger. „Eine Krise wird nicht besser, wenn man sie täglich hervorhebt“, so Wolf, der auf das Bewusstsein setzt, dass sich jeder aktiv in den Verbesserungsprozess einbringt.
Dass sich in Blumberg in den vergangenen Jahren viel getan habe, unterstrich auch Landrat Sven Hinterseh. „Blumberg war selten so stark wie heute und kann auf seine Kommune stolz sein“, sagte er mit Blick auf die positive Entwicklung unter der Führung von Markus Keller. Für das Kollegium der Amtsinhaber sprach der Schonacher Bürgermeister Jörg Frey. „Blumberg hat keinen Bürgermeister von der Stange. Er scheut sich nicht, bequeme Wege zu verlassen und den Finger in die Wunde zu legen“, fasste Frey die Fähigkeiten seines Kollegen zusammen.
Dialog gepflegt
Die Personalratsvorsitzende der Stadtverwaltung Blumberg, Daniela Rauch, betonte, ihr Chef suche mit den Mitarbeitenden stets den Dialog auf Augenhöhe. Unter seiner Führung habe sich ein vertrauensvolles Miteinander am Arbeitsplatz entwickelt. Mit Hintergrund, aber auch mit einer frischen Prise Humor, gestalteten die drei Kirchenvertreter Guido Palazzari und Stefan Hesse (beide alt-katholisch) sowie der katholische Pfarrer Karlheinz Brandl ihre gemeinsame Ansprache.
Ihre Hoffnung auf ein starkes gesellschaftliches Miteinander traf in der Halle auf offene Ohren. Bürgermeister Markus Keller stellte in seinem abschließenden Vortrag klar, dass sein Amt für ihn weder Titel noch Besitz ist. „Es ist Vertrauen, das im täglichen Alltag entsteht“, betonte er.
Die kontinuierlichen Begegnungen mit den Menschen seien für ihn eine entscheidende Grundlage seines Handelns. Die musikalische Umrahmung der Stadtkapelle Blumberg unter der Leitung von Dirigent Ralf Hoffarth war nicht nur bei der abschließenden Nationalhymne und dem „Badener Lied“ ein Hochgenuss.
Rote Socken
Als sich CDU-Landtagsabgeordneter Guido Wolf mit einem Xylophonsolo zu den „Erinnerungen an Zirkus Renz“ dazugesellte, war die Hochstimmung perfekt. Dass er dabei auch noch die kultigen roten Socken der Stadtkapelle trug, verschaffte ihm Sympathien.
Dritte Amtszeit
Markus Keller
ist seit 2010 Bürgermeister der Stadt Blumberg und Mitglied der CDU. Keller absolvierte sein Abitur am Wirtschaftsgymnasium Villingen und studierte Public Management an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl. Nach Stationen in Tuttlingen und Bad Dürrheim übernahm er 2002 die Geschäftsführung der Kur- und Bäder GmbH Bad Dürrheim, bevor er 2010 ins Bürgermeisteramt gewählt wurde. Er wurde 2017 mit 98,1 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Am 19. Oktober 2025 wurde er abermals im Amt bestätigt. Der einzige Kandidat wurde mit knapp 98 Prozent in die dritte Amtszeit gewählt.