Gerd Eberwein (Mitte) tritt wieder für das Amt des Weilheimer Ortsvorstehers an. Dies gab er in der Neujahrssitzung des Ortchaftsrats bekannt. Foto: Bernd Ullrich

Über ein halbes Hundert Gäste kamen in der Weilheimer Halle zum Neujahrsempfang zusammen. Und sie spendeten viel Beifall, als Gerd Eberwein ankündigte, dass er erneut als Ortsvorsteher antreten wird.

Diese Ankündigung war am Dienstagabend eines der Hauptgesprächsthemen in der Weilheimer Neujahrssitzung des Ortschaftsrats, und sie kam ganz am Schluss. “Ich möchte die angefangenen Projekte und Maßnahmen gerne in den nächsten fünf Jahren weiter betreuen“, begründete Eberwein, warum er sein Ortsvorsteher-Amt weiterführen möchte. Er hoffe, dass ihm bei der Kommunalwahl erneut das Vertrauen zur Fortführung seines Amtes ausgesprochen werde.

 

Vorangegangen waren eine Einwohnerfragestunde, ein Rückblick und ein Ausblick von Eberwein auf das Ortsgeschehen sowie eine Planungsoffensive. Von einem Anwohner sehr kritisch als „menschenverachtend“ angesprochen wurde ein „Ampelgalgen“ am Ortseingang. Man werde das Ordnungsamt verständigen, sagte Eberwein. Er berichtete auch, dass an der Planung des Baugebiets „Berg II festgehalten wird und dass die kirchliche Verwaltung noch keine Stellungnahme abgegeben habe zu dem vom Sturm beschädigten Storchennest auf dem Kirchturm.

Kirchliche Stellungnahme zum beschädigten Storchennest fehlt noch

Da der Abend auch eine normale Ortschaftsratssitzung war, wurde auch ganz regulär beraten und abgestimmt. Thema waren die vorbereitenden Planungen für den Bau einer Windkraftanlage, für die bekanntlich ein Platz an der Ortsgrenze zu Rangendingen in Frage kommt. Marcus Kempka vom Fachbereich Bau und Technik der Stadt erläuterte den Stand der Planung. Mit einem Patt von 3 zu 3 Stimmen empfiehlt der Ortschaftsrat dem Gemeinderat nun allerdings, diesen Plan abzulehnen „unter Berücksichtigung der naturschutzrechtlichen Belange des Weiß- sowie des Schwarzstorches, des Feldlerchenhabitats und der landwirtschaftlichen Belange.“

Windkraft-Vorplanung findet keine Mehrheit im Rat

Für die Errichtung des Mobilfunkmastes auf dem Bleichberg findet zurzeit die naturschutzrechtliche Prüfung statt.Auch der Glasfaserausbau nimmt Fahrt auf. Im März März könnte die Planung vorliegen, wurde in der Sitzung erklärt. In der Sitzung dankte Eberwein allen Aktiven im Ort, die sich im vergangenen Jahr für Weilheim engagiert oder präsentiert haben. Als kleines Dankeschön übergab er dafür Zehn-Kronen-Taler der Stadt Hechingen. In seiner Rede ging er auch auf die vielen gesellschaftlichen Ereignisse ein, „die unsere Ortschaft mit seinen 704 Einwohnerinnen und Einwohnern zusammenhalten und prägen.“

Nach dem offiziellen Teil der Sitzung gab es einen Stehempfang mit „Brezelbüffet,“ das von Iris, Viviane und Conny zusammengestellt worden war.