Der sanierte Kirchturm steht im Mittelpunkt der Ansprache von Thomas Eisele. Foto: Jochen Schultheiß

Beim Neujahrsempfang der ehemaligen katholischen Seelsorgeeinheit St. Georgen-Tennenbronn ging es um die neue Struktur und den sanierten Kirchturm.

Zu ihrem Neujahrsempfang hatte die ehemalige katholische Seelsorgeeinheit St. Georgen-Tennenbronn eingeladen.

 

Seit dem 1. Januar gibt es die selbstständige Kirchengemeinde St. Georgen-Tennenbronn nicht mehr. Seit dem neuen Jahr ist diese Teil der großen Kirchengemeinde im Quellenland mit Sitz in Villingen. Trotzdem geht das kirchliche Leben vor Ort weiter.

Im dem Empfang vorausgehenden Festgottesdienst griff Pfarrer Harald Dörflinger in seiner Predigt die Veränderungen auf, welche die neue Kirchengemeinde mit sich bringt. Gleichzeitig betonte er jedoch, dass die Auswirkungen auf das Leben der Gemeinde vor Ort noch recht gering seien.

Pfarrbüros vor Ort bleiben erste Ansprechpartner

„Die Gottesdienste blieben vorerst zu den gewohnten Zeiten und auch die Pfarrbüros vor Ort bleiben als erste Ansprechpartner bestehen“. Natürlich würden sich insbesondere in der Verwaltung und den Zuständigkeiten Änderungen ergeben, aber das Leben vor Ort gehe weiter. Dörflinger ermutigte alle, auch weiterhin bei der Stange zu bleiben, die neue Kirchengemeinde mitzutragen und mit Leben zu erfüllen.

Thomas Eisele ist Vorsitzender des Pfarreirats. Foto: Jochen Schultheiß

Beim anschließenden Empfang begrüßte der bisherige Pfarrgemeinderatsvorsitzende und künftige Vorsitzende des neuen Pfarreirats, Thomas Eisele, die zahlreich erschienenen Gäste. Nachdem Pfarrer Dörflinger bereits die wichtigsten Informationen zu den Strukturen der neuen Kirchengemeinde in seiner Predigt erläutert hatte, griff Eisele schwerpunktmäßig das im vergangenen Sommer abgeschlossene Großprojekt der Sanierung des Kirchturms auf. Weiterhin hob Eisele die außergewöhnliche Gestaltung der neuen Turmfassade und ihren Symbolgehalt hervor.

Fassade des Kirchturms aus Cortenstahl

Dem Architekten Martin Rosenfelder, von dem die Grundidee der Fassade aus Cortenstahl stammt, sowie der ausführenden Kunstschmiede Fattler sei es gelungen, die technisch anspruchsvolle Fassade zu realisieren und dabei religiöse Symbolik in zeitgemäßer Form einfließen zu lassen. Dies ist so gut gelungen, dass die Firma Fattler für ihr Werk die hohe Auszeichnung des Deutschen Metallbaupreises 2025 erhielt.

Die Symbolik der neuen Fassade

Zudem erklärte Eisele kurz die Symbolik der neuen Fassade. Der auf der Ost- und der Westseite angebrachte senkrechte Streifen symbolisiert den Fluss des Lebens und das Wasser als Lebensquelle. Die in das Band eingelassenen Kreise aus Aluminium symbolisieren alle Menschen als Teil dieses Flusses.

Zahlreiche Teilnehmer kommen zum Neujahrsempfang der ehemaligen katholischen Seelsorgeeinheit. Foto: Jochen Schultheiß

Zudem ist auf beiden Seiten des Turms ein rotes Kreuz auf weißem Grund zu sehen, das Georgskreuz. Der Heilige Georg ist Schutzpatron der Kirche und der Stadt. Weiterhin befindet sich jeweils auf der untersten Kassette der Schriftzug „Georgios“, also Georg.

Abschließend rief Eisele dazu auf, gemeinsam mutig in die Zukunft zu gehen und auch das Gemeindeleben vor Ort in der neuen großen Kirchengemeinde weiterhin zu pflegen und sich dort nach Kräften einzubringen. Bei einem Imbiss und Getränken nutzen viele Besucher die Gelegenheit, gute Wünsche zum neuen Jahr auszutauschen.