Beim Empfang für die Hecke-Pfiefer-Schnorrer wurden verdiente Akteure geehrt. Bürgermeister Franz Moser rechnete in der Bütt mit der Welt- und Kommunalpolitik ab.
Neben den Schnorrer-Gruppen mit der Dätschmusik und den Heimathelden hatten sich auch Heuliecher, Rotseehexen und Geistersteinhexen in der Turnhalle Locherhof versammelt.
Hecken-Pfiefer Vorstandsmitglied Mike Schwenk schwärmte vom „Best of Schnorren“ vor vier Wochen. Vorstandskollegin Christine Schwenk lobte die Dätschmusik, die seit 2003 beim Schnorren dabei sei. Und die „Obere Bläre“ könne auf 30 Jahre zurückblicken, hob sie hervor.
Sandro Binnig vom Vorstands-Dreiergremium übernahm den Ehrungspart. Er überreichte für besondere Verdienste den Orden der Europäischen Narrenvereinigung (ENV) Baden-Württemberg an Gabi Schwenk, Jan Bochinger und Tamara Schwenk. Lukas Scheck, Ivana Nad-Neuschwender und Melanie Stein erhielten eine Schnorrer-Tafel.
Gereimte Rede
Mit seiner geschliffenen Büttenrede in Reimform streifte Bürgermeister Franz Moser die Weltpolitik und die kommunale. „Es gibt in Alice im Wunderland nicht nur ein Nikolaus im blauen Gewand. Ein Leader wie Donald Trump wäre für die Waidel nicht verkehrt, halt einer, den grad gar nix schert“. Obwohl im Mai vergangenen Jahres der Merz gekommen sei, gehe es in Deutschland nur langsam himmelwärts.
Bei jetzt 30 Prozent mehr Personal in der Bundesregierung frage er sich, so Moser: „Sind wir jetzt um so viel besser regiert?“. Bei so viel Eigensinn und Streit brauche man die Fasnet mehr denn je.
Hoffen auf Tempo
Im Gewerbegebiet Ob Heckenwald habe mit der Firma Böcker ein Unternehmen mit Weltformat angesiedelt. Beim Einbruch im Louvre hätten die Ganoven mit dem Böcker-Aufzug nur vier Minuten für die ganze Aktion gebraucht. „Ha saperlott, wenn’s mol wieder schnell gau sott“, schmunzelte der Bürgermeister.
Wahl sorgt für Arbeit während der Fasnet
Die Gemeinde zu regieren stelle derzeit eine Qual dar, weil auch noch Arbeit wegen der Landtagswahl anfalle. Und das mitten in der Fasnet. „Wen interessiert schon das Wählerverzeichnis. Das ist in meiner Laufbahn noch nie passiert“, klagte Moser und war froh, lauter Narren um sich herum zu haben.
„Mit Humor geht alles besser und besucht die Veranstaltungen der Zünfte“, forderte der Schultis.