Viel Lob für das KSK gab es von den Rednern. Und eine gute Nachricht für die Bundeswehr in Baden-Württemberg: Das Land will den Bauturbo für die Bundeswehr schnell umsetzen.
Der Neujahrsempfang beim Kommando Spezialkräfte in der Calwer Kaserne ist alljährlich auch ein Stelldichein hochrangiger Soldaten. Prominentestes Beispiel dafür war Generalleutnant Alexander Sollfrank, von 2017 bis 2018 auch Kommandeur in Calw und seit Oktober 2024 Befehlshaber des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr.
Zu den Gästen gehörten auch Abordnungen von ausländischen Streitkräften, etwa aus Österreich, den Niederlanden oder Großbritannien – Vertreter der US-amerikanischen Streitkräfte waren übrigens nicht dabei –, sowie Prominenz aus dem Kreis Calw und Vertreter der Blaulichtorganisationen.
Blenke kündigt Bauturbo für Bundeswehr an
Einer davon war der CDU-Landtagsabgeordnete und Staatssekretär Thomas Blenke. Und der hatte bei seinem Grußwort viel Lob fürs KSK im Marschgepäck – und gute Nachrichten für künftige Bauvorhaben der Bundeswehr in Baden-Württemberg. „Das KSK ist bei uns im Land sehr hoch angesehen“, sagte er. Angesichts des „Aggressors im Osten“ und eines Unberechenbaren im Westen sei das KSK gut vorbereitet und „sie bereiten sich gut vor“. Er versicherte, dass das Innenministerium alles tun werde, um die zivile Seite des Operationsplans (O-Plan) Deutschland umzusetzen. Der O-Plan regelt die zivil-militärische Zusammenarbeit in Frieden, Krise und Krieg.
Er kündigte zudem an, dass sich der Bauturbo für die Bundeswehr in den letzten Beratungen befinde. „Bauvorhaben der Bundeswehr werden befreit von landesrechtlichen Bauvorschriften“, kündigte er an. Natürlich gebe es dann immer noch das EU-Recht, trotzdem soll es deutlich einfacher werden. Deshalb sagte Blenke: „Wenn ihr neue Kasernen bauen wollt, kommt nach Baden-Württemberg. Wir stehen bereit.“
KSK ist der Durchlauferhitzer für den Generalstab
Bei der geplanten Erweiterung der Calwer Kaserne sei man „im Schlussspurt mit den Landbeschaffungsmaßnahmen“, sagte er und hoffte, dass der jetzige KSK-Kommandeur, Brigadegeneral Andreas Kühne, etwas länger als üblich in Calw bleibe, er wünscht sich eine „längere Standzeit“.
Diese Hoffnung bremste der nächste Redner aber gleich wieder aus. „Längere Standzeit bedeutet weniger Karriere“, machte der Calwer Oberbürgermeister Florian Kling deutlich. Denn „das KSK ist weiter der Durchlauferhitzer für den Generalstab“, so der OB weiter.
Auch er zeigte sich „stolz, was wir für eine Truppe hier in der Garnisonsstadt Calw haben“. Das gilt auch für den Militärdekan, der auch diesen Neujahrsempfang wieder mit seinem faszinierenden Klavierspiel bereicherte. Dass es so gut klingt, liege aber natürlich auch an dem Flügel, der eine Leihgabe der Stadt Calw sei, so Kling schmunzelnd.
Zum Ende des Neujahrsempfangs wurden noch zwei langgediente Soldaten mit den Ehrennadeln des KSK Nummer 38 und 39 ausgezeichnet.