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Emmendingen/Schonach Kugelschreiber soll Coronaviren abtöten

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Manuel Deimel wirft in Emmendingen einen Blick in die Produktion. Foto: Messmer Pen

Emmendingen/Schonach - Bis zu fünf Tage sind Coronaviren auf Kunststoffoberflächen überlebensfähig – auch auf Kugelschreibern. Die Lösung: Ein Schreibgerät, das Viren, Keime und Bakterien killt.

Beim Schreibgerätehersteller Messmer Pen in Emmendingen haben die Entwickler sich mit diesem Thema schon vor der Corona-Krise befasst. und können sich nun vor Anfragen kaum retten. Sämtliche Umsatzeinbrüche der Branche kann aber auch ein Erfolgsprodukt wie der "Protect Pen" nicht abfedern.

Entwicklungsvorsprung macht fliegenden Start möglich

"Antibakterielle Kunststoffe gibt es schon lange", sagt Manuel Deimel, seit 2006 einer der beiden geschäftsführenden Gesellschafter von Messmer Pen. "Aber sie sind auf der Basis von Silberionen aufgebaut und können gesundheitsschädlich sein. Ich denke, diese Kunststoffe mit ihren Nanopartikeln werden bald verboten werden." Daher habe er schon vor über einem Jahr über eine andere Lösung nachgedacht. "Als dann die Corona-Krise kam, habe ich gesagt: Wir müssen uns nicht nur um antibakterielle sondern auch antivirale Lösungen bemühen."

Zusammen mit der Burger Group in Schonach im Schwarzwald-Baar-Kreis als Partner in der chemischen Industrie habe man sich Mitte 2019 an die Entwicklung eines entsprechenden Kunststoffs gemacht. Da man schon einen Entwicklungsvorsprung hatte, habe man "einen fliegenden Start" hinlegen können: Bis Juni 2020 habe man bereits die entsprechenden Labor-Ergebnisse über die Wirksamkeit des neuen Produkts gehabt, sagt Manuel Deimel.

Erfolg des neuen Kulis ist "exorbitant"

Nach zwei weiteren Monaten der Produkt- und Kostenoptimierung kam Ende August der Messmer "Protect Pen" auf den Markt. "Wir hatten noch nie eine Produkteinführung, die auf eine solche Nachfrage gestoßen ist", berichtet Deimel.

Der "Protect Pen" gehe "extrem durch die Decke" und mache schon nach zwei Monaten einen deutlich zweistelligen Prozentanteil im aktuellen Portfolio des Unternehmens aus. "Normalerweise sind schon drei Prozent nach einem Jahr am Markt gigantisch." Der Erfolg des neuen Kulis sei "exorbitant". Die Funktion ebenfalls: "Der Kunststoff reagiert unter Licht und zerstört zum Beispiel die Hülle von Viren wie dem Corona-Virus zuverlässig. Wir waren überrascht, wie brutal das funktioniert." Tests im Labor hätten gezeigt, dass der "Protect Pen" schnell und zuverlässig seine Wirkung entfalte. Und zwar sein ganzes Kuli-Leben lang und ohne die gesundheitsschädlichen Nebenwirkungen, die beim Einsatz von Silberionen zu befürchten seien.

Info: Was macht die Firma Messmer Pen?

Messmer Pen in Emmendingen bringt schon viele Jahrzehnte Erfahrung in der Herstellung von Schreibgeräten mit sich. Kunden sind in der Regel Unternehmen, die Werbeträger suchen. "Wir brauchen das Messegeschäft und die Event-Branche", sagt Manuel Deimel.

An Endkunden verkauft die Emmendinger Firma in der Regel nicht. Beim "Protect Pen" ist das anders: Der wird nun auch direkt über die Homepage der Firma in kleinen Mengen an Endverbraucher verkauft. Kann aber freilich das wegbrechende Großkunden-Business in der Corona-Krise nicht abfangen. "Es ist eher wie ein Tropfen auf einen heißen Stein", sagt Jürgen Deimel.

"Die Schreibgeräte-Branche ist massiv betroffen durch die Corona-Krise", auf dem Höhepunkt habe man ein Minus von rund 90 Prozent ertragen müssen. "Wir waren quasi abgemeldet." Dank des "Protect Pens" sei das nun zum Glück wieder anders.

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