Gute Stimmung, aber dennoch nur wenige Zuschauer Foto: Pfister

Das Public Viewing zum dritten Vorrundenspiel der deutschen Nationalelf in der Burladinger Stadthalle war schlechter besucht als gedacht. Der Förderverein Sport und Kultur kann über die Gründe nur mutmaßen.

Am Sonntagabend übertrug der Förderverein Sport und Kultur auch das dritte Vorrundenspiel der deutschen Nationalmannschaft.

Mit nicht einmal 150 Besuchern blieb der Andrang deutlich hinter den Erwartungen des Vereins. In den Reihen der Veranstalter hatte man schon damit gerechnet, dass auf Grund der Anspielzeit die Besucherzahl hinter den bisherigen Ergebnissen liegt. Aber mit so wenig habe man dann doch nicht gerechnet.

Liegt es daran, dass die Übertragungen nicht mehr im Feuerwehrhaus, sondern in der Stadthalle stattfinden? Das schließt der Vorsitzende des Fördervereins Sport und Kultur Hubert Pfister aus. Vielmehr sieht er nirgends die von vielen Seiten hochgelobte Euphorie.

Pfister: Jede Wurst war Schwarz-Rot-Gold

2018 habe man das letzte richtige Public Viewing gehabt, danach kam Corona, dann Katar. Seither habe sich viel getan, meint Pfister. Damals habe jeder Supermarkt in Schwarz-Rot-Gold geglänzt. „Jede Wurst war Schwarz-Rot-Gold“, davon sei heute kaum noch was zu sehen.

Deutschlandfahnen an jedem zweiten Auto, die zahlreichen Fußballsongs, all das vermisse er und sieht darin ein Zeichen dafür, dass die Euphorie lange nicht so groß ist.

Außerdem ist das Public Viewing in der Stadthalle nicht mehr das einzige in der Fehlastadt. Denn auf der oberen Alb fiebern die Fußballbegeisterten Zuschauer im Feuerwehrhaus in Hörschwag mit der deutschen Nationalelf mit. Dadurch verteilen sich die Burladinger auf zwei Veranstaltungsorte.

Nur ein richtiger Tipp

Das Achtelfinalspiel am Samstagabend, 29. Juni, wird in der Kernstadt nicht übertragen, da die Stadthalle bereits seit Langem vermietet sei. Einen alternativen Ausstrahlungsort gab es nicht. „Danach sieht man weiter“, erklärte Pfister.

Unter den knapp 40 Tippern beim Tippspiel am Sonntag lag lediglich Claudia Bürker richtig. Sie hatte das 1:1 beim Spiel Deutschland gegen die Schweiz vorhergesagt.

Unterstützt wurde der Förderverein beim letzten Spiel der Vorrunde mit deutscher Beteiligung von mehreren Gemeinderäten sowie Bürgermeister Davide Licht und seinem Stellvertreter Josef Pfister. Dennoch blieben die Reihen der Besucher Licht während Bürgermeister Licht die Würstchen gebraten hat. Den Auftakt zum Fußballabend hatte die älteste Gruppe der Dancing Crew des TSV Burladingen gestaltet.