Domenico Tedesco kämpft bei der EM mit Belgien noch ums Weiterkommen. Foto: AFP/THOMAS KIENZLE

Domenico Tedesco trifft am Mittwoch in Stuttgart mit Belgien auf die Ukraine. Für den ehemaligen Jugendtrainer des VfB Stuttgart ist es ein Heimspiel. Im Stadion des Clubs, dessen Coach er besonders lobt.

Es hat sich einiges verändert, seit Domenico Tedesco das bislang letzte Mal in beruflicher Mission in der MHP-Arena in Stuttgart gewesen ist. Das war als Chefcoach von RB Leipzig, mittlerweile ist die Haupttribüne fertig umgebaut. Noch viel mehr ist geschehen, seit der 38-Jährige das erste Mal in diesem Stadion war.

„Es war ein Spiel des VfB Stuttgart“, erinnerte sich Tedesco am Dienstag – also an jenem Abend, bevor es dann tatsächlich so weit ist.

Domenico Tedesco hat als Trainer der belgischen Nationalmannschaft bei dieser Fußball-Europameisterschaft sein ganz persönliches Heimspiel – wie auch Andreas Hinkel, sein Assistent (früher Profi und Coach beim VfB). An diesem Mittwoch (18 Uhr) trifft Belgien im letzten Spiel der Gruppe E auf die Ukraine. „Und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass das nichts Besonderes für uns ist“, sagte Tedesco.

Auch Andreas Hinkel kommt aus der Region

Das hat er schon mehrfach betont, seit der Spielplan dieser EM klar war. Und seitdem der belgische Verband bei dieser „Home-Story“ noch einen drauf setzte – mit der Wahl des Quartiers in Ludwigsburg. Weil die Roten Teufel im Hotel Monrepos residieren, haben sie auch zum Spiel am Mittwoch im Gegensatz zum Gegner keine lange Anreise. „Wir können in unseren eigenen Betten schlafen“, sagte Tedesco. Bei ihm muss man ergänzen: in den eigenen Hotelbetten.

Gefragt wurde Domenico Tedesco am Dienstag übrigens auch zur kürzlich abgelaufenen Saison des VfB Stuttgart. Der wurde völlig überraschend Vizemeister. Der belgische Nationalcoach war einst Jugendtrainer beim VfB – und versicherte nun: „Ich habe die Saison verfolgt.“ Und er hat auch einen Grund ausgemacht, weshalb es für den VfB so gut gelaufen ist.

„Manchmal liegt es eben am Trainer“, sagte er mit einem Lächeln – und lobte Sebastian Hoeneß, der die Stuttgarter auf dem letzten Platz übernommen hatte. Es folgten die Rettung und danach der schier unendliche Aufschwung. „Basti Hoeneß“, sagte Tedesco, „hat einen wahnsinnigen Job gemacht.“