Nach der Schließung der Natur-Kita standen viele Eltern vor einem Betreuungsproblem für ihre Kinder. Doch die Stadt Rheinfelden konnte kurzfristig Ersatzplätze organisieren.
Damit dürfte vielen Eltern ein Stein vom Herzen fallen. Schließlich hatten die meisten von ihnen erst am Mittwoch erfahren, dass „ihr“ Kindergarten bereits ab kommendem Montag – und bis auf weiteres – zwangsweise „dicht“ ist. Genauso überrascht von der angeordneten Schließung war auch die Stadt Rheinfelden, denn die Warmbacher Natur-Kita steht unter der privaten Trägerschaft der SenseAbilityAcademy.
Stadt reagiert umgehend
Kurzfristig hat die Stadtverwaltung Rheinfelden die betroffenen Eltern nun zu einem Elternabend eingeladen. Amtsleiterin Nicole Risse-Hasenkamp des Amts für Familie, Jugend und Senioren und Katja Teuchert, Abteilungsleiterin frühkindliche Bildung und Betreuung, informierten dabei laut Pressemitteilung über den aktuellen Stand: „Auch wenn wir die genauen Gründe, die zum Entzug der Betriebserlaubnis geführt haben, nicht kennen, haben wir uns sofort mit allen weiteren Kita-Trägern in Rheinfelden in Verbindung gesetzt, um für die betroffenen Kinder kurzfristig alternative Betreuungsmöglichkeiten zu finden“, wird Risse-Hasenkamp in der Mitteilung zitiert. Schnelle Hilfe für die betroffenen Familien anbieten zu können, habe für die Stadt oberste Priorität. Sie dankt allen Trägereinrichtungen für die gute Zusammenarbeit in diesem speziellen Fall, durch die nun zeitnah eine alternative Betreuung der betroffenen Kinder ermöglicht werden kann.
Denn wie das Amt für Familie, Jugend und Senioren auf Nachfrage unserer Redaktion präzisiert, sei tatsächlich allen Eltern einen Ersatzplatz für ihr Kind angeboten worden.
Warum der Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) der fast auf den Tag genau vor zwei Jahren eröffneten Betreuungseinrichtung die Betriebserlaubnis entzogen hat, kann nur spekuliert werden.
Rechtliche Schritte
Der in Stuttgart ansässige Verband wollte dazu mit Verweis auf das Sozialgesetzbuch und den Datenschutz gegenüber unserer Redaktion keine Stellungnahme abgeben. Asha Scherbach, Gründerin der SenseAbilityAcademy, gab an, sie sei am Mittwoch vom Entzug der Betriebserlaubnis für die Einrichtung in Warmbach genauso kalt erwischt worden wie die Stadt Rheinfelden. Scherbach lässt aktuell rechtliche Schritte gegen den Beschluss des KVJS prüfen.