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Elsass Dunkelziffer bei Opferzahlen vermutet

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Im Elsass wütet das Coronavirus seit Wochen unvermindert. (Symbolfoto) Foto: dpa

Colmar/Elsass - "Die deutschen und schweizerischen Behörden haben so schnell wie möglich reagiert", sagt Brigitte Klinkert, die Ratspräsidentin des Departements Haut Rhin im Südelsass, wo das Coronavirus seit Wochen unvermindert wütet. "Ich habe am Freitagnachmittag das Land Baden-Württemberg und die Kantone Basel-Stadt, Basel-Land und Jura gefragt, und ihre positive Antwort kam innerhalb weniger Stunden."

21 intensivbetten haben das Land und die drei Kantone kurzfristig für die Behandlung schwer kranker Corona-Patienten bereitgestellt. "Ihre Hilfe ist für uns von unschätzbarem Wert, denn sie kommt zu einer Zeit, in der wir in die virulenteste Phase der Epidemie eintreten", so Klinkert weiter. Die Hilfe sei ein schönes Beispiel für grenzüberschreitende Solidarität.

Seit etwa einer Woche werden von den Behörden in der Region Grand Est, zu der die beiden Elsässer Kantone Haut Rhin im Süden und Bas Rhin im Raum Straßburg gehören, nicht mehr alle Fall- und Opferzahlen der Corona-Epidemie im Detail veröffentlicht. "Etwa 100 Menschen in der Region Oberrhein sind im Krankenhaus an den Folgen des Coronavirus gestorben", sagt Klinkert. "Das sind die virologisch bestätigten Todesfälle. Aber es wird geschätzt, dass es tatsächlich noch viele weitere sind."

Corona-Situation im Elsass könnte noch schlimmer werden

Seit Montag ist klar: Unter den Toten sind auch ein Arzt (66) an einer Klinik in Mulhouse, dem Epizentrum der Pandemie im Elsass, und ein 70-jähriger Allgemeinmediziner aus Fessenheim.

"Es ist derzeit schwierig, ein Datum für einen Ausweg aus der Krise zu nennen. Wir sprechen von drei bis vier Wochen Eindämmung. In jedem Fall wird es aus gesundheitlicher Sicht eine sehr komplizierte Nach-Krise geben: Es wird sich die Frage nach Tests von Menschen und dem Einsperren der Betroffenen stellen", ist Klinkert überzeugt.

Darüber hinaus werde es wichtig bleiben, wachsam zu sein und eine zweite Corona-Welle zu verhindern, solange es keine Medikamente und keinen Impfstoff gibt. Die Rettungskapazitäten in den 113 Intensivbetten des Departements, zu denen nun 30 weitere Betten in einem Feldlazarett in Mulhouse dazugekommen sind, seien nach wie vor voll ausgelastet. "Ich möchte dem Personal des Gesundheitsdienstes ein sehr großes Dankeschön aussprechen. Sie haben außerordentlichen Mut und Engagement gezeigt", betont die Ratspräsidentin.

Den Bürgern in der Region könne man nach wie vor nur eines sagen: "Gehen sie diese Woche und die folgenden Wochen bitte nicht aus!"

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