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Elektromobilität Baden-Württemberg will Ladenetz weiter ausbauen

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Ladestationen für E-Autos - wie dieser in Albstadt - sollen in Baden-Württemberg immer häufiger angeboten werden. Foto: Kistner

Region - Laut Verkehrsministerium gab es im Jahr 2019 rund 17.500 gemeldete E-Fahrzeuge in Baden-Württemberg. Bis September dieses Jahres hat sich die Zahl bereits verdoppelt. Ein entsprechender Ausbau der Lade-Infrastruktur ist damit nötiger denn je. Ob und welche Maßnahmen zur E-Mobilitätsförderung geplant sind, hat schwarzwaelder-bote bei den zuständigen Institutionen erfragt.

E-Bedarf ist hoch wie nie

"Seit Juli haben sich die Verkaufszahlen verzehnfacht", bestätigt auch der Villinger Autohändler Jürgen Stadelbauer. Doch woher rührt der starke Popularitätsanstieg der E-Fahrzeugen? Erklären könne sich Stadelbauer den Boom über das Inkrafttreten des sogenannten Umweltbonus. Die vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beschlossene Fördermaßnahme sieht vor, den Kauf von elektrisch betriebenen Neuwagen mit je 9000 Euro zu fördern. Doch auch in der gesenkten Mehrwertsteuer vermutet Stadelbauer einen weiteren Kaufanreiz, der einigen Kunden die Entscheidung, ein E-Fahrzeug zu erwerben, vereinfache. So gilt Pandemie-bedingt für das Jahr 2020 ein reduzierter Mehrwertsteuersatz von 16 statt 19 Prozent.

Stadelbauer berichtet darüber hinaus, dass für Kunden mit Blick auf E-Mobilität immer wieder dieselben Fragen wichtig sind. So zum Beispiel: Wie verhält es sich mit der Reichweite? Ist in der Region für ausreichend Lade-Möglichkeiten gesorgt?

Auch im baden-württembergischen Verkehrsministerium ist man sich den Sorgen bewusst, die potenzielle Käufer umtreiben. Entsprechende Maßnahmen sollen daher Abhilfe schaffen.

Land reagiert mit Förderung

Derzeit sind in Baden-Württemberg 950 Ladepunkte verfügbar, teilt das Landesverkehrsministerium auf Anfrage von schwarzwaelder-bote.de mit. Dieses bereits bestehende Netz aus E-Ladestationen in Baden-Württemberg solle laut Verkehrsministerium weiter ausgebaut werden. Geplant ist, in jedem Quadranten von zehn-mal-zehn Kilometern mindestens einen Ladepunkt zugänglich zu machen. Die hierfür vorgesehenen Ladepunkte sollen E-Akkus mit einer Leistung von mindestens 22 Kilowatt "betanken" können. Ein zusätzliches Schnell-Ladenetz mit einer ähnlichen Aufteilung auf 20-mal-20 Kilometern solle außerdem die Möglichkeit bieten, E-Fahrzeuge mit einer Leistung von 50 Kilowatt zu betanken.

Auch verzeichnen einzelne Landkreise eine stark steigende Nachfrage nach E-Mobilität. So hatte es beispielsweise im Kreis Rottweil im Januar dieses Jahres noch 198 gemeldete E-Fahrzeuge gegeben. Bis zum September habe sich diese Zahl laut Landratsamt auf 392 erhöht. Damit seien in diesem Jahr mehr E-Fahrzeuge registriert worden als in den drei Vorjahren zusammen. Um dem gerecht zu werden, bietet das Landratsamt Rottweil unter anderem eine digitale Landkarte auf seiner Homepage an, auf der Interessierte den nächstgelegenen Ladepunkt ausmachen können.

"Zeichen für E-Mobilität stehen günstig"

Neben dem Ausbau von Ladenetzen und finanzieller Unterstützung plane das Landesverkehrsministerium auch weiterhin, Projekte zur Förderung der E-Mobilität umzusetzen, heißt es in einer Pressemitteilung des Ministeriums. So habe man in Stuttgart erst kürzlich einen Schnellladepark eingeweiht, der in dieser Form deutschlandweit einzigartig sei. In Zusammenarbeit mit regionalen Stromanbietern plane man auch für das kommende Jahr die Umsetzung weiterer Projekte.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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