Mit Spundwänden abgesichert sind alle vier Aufzugsgruben in Grenzach und Rheinfelden. Nur mit dieser Stabilisierung ist es möglich, dass auf den dicht daneben liegenden Gleisen auch während der Bauarbeiten Züge fahren können. Foto: Rolf Reißmann

Der Ausbau der Hochrheinbahn läuft auf Hochtouren. Im Raum Grenzach-Wyhlen bis Rheinfelden wird gebaggert und gebuddelt – und das so gut es geht im laufenden Betrieb.

Gräben und Gruben dominieren derzeit den Bahnhof Grenzach. Für den künftigen Aufzug ist die Baugrube am Bahnsteig 1 ausgehoben. Dort, wo sich bis November noch Reisende aufhielten, befindet sich nun ein langer Graben. Kabel und Leitungen sind derzeit hoch gelagert. Am westlichen Ende des Bahnsteiges sind bereits neue Schächte gegossen, auf der gesamten Länge wird gearbeitet.

 

Behelfsbahnsteig für Grenzach

Etwas ruhiger, aber auch bereits als Baustelle markiert, ist das neben dem Gleis 3 liegende Areal. Derzeit noch grün bewachsen, wird es in Kürze unter einer Holzkonstruktion verschwinden, denn dort wird ein Behelfsbahnsteig angelegt. Wenn nämlich der Bahnsteig 1 mit neuer Höhe und Länge fertiggestellt ist – das soll im Sommer der Fall sein –, wird der Bahnsteig zwischen den Gleisen 2 und 3 umgebaut. Damit dennoch auch dann Züge fahren können, ohne die Bauarbeiten zu beeinträchtigen, wird südlich von Gleis 3, also auf der grünen Wiese, ein Behelfsbahnsteig errichtet, vergleichbar mit dem in Haltingen.

Baustraße auf ehemaligem Gütergleis angelegt

Fertiggestellt wurde jüngst die Baustraße vom Hornacker zur Landesgrenze. Genutzt wurde dafür die Fläche des einstigen Gütergleises vom Grenzacher Horn zum Rangierbahnhof Weil. Nunmehr kann direkt an der Grenze der Bau eines Gebäudes für die erforderliche Kuppelstation beginnen. Derzeit finden auch noch zahlreiche Arbeiten an den Signalanlagen statt. Bis zum Beginn der Vollsperrung zwischen Rheinfelden und Erzingen muss die Strecke von Basel nach Rheinfelden für den Zweirichtungsbetrieb fertiggestellt sein. Dann kann der verbleibende Regionalbahnbetrieb auf jeweils einem Gleis in beiden Richtungen gefahren und am anderen gearbeitet werden. Im Bahnhof Grenzach sind bis dahin noch sechs neue Signale zu installieren respektive zu versetzen.

Umbauarbeiten im Bahnhof Rheinfelden

Im Bahnhof Rheinfelden bleibt die Rampe von der Unterführung zum Mittelbahnsteig weiterhin gesperrt. Dort ist inzwischen die Aufzuggrube ausgehoben, ebenso wie an der Stadtseite neben dem Bahnsteig 1.

Das Gleis 3 ist für den Zugverkehr gesperrt. Von dort aus wurde eine provisorische Baustraße über die Gütergleise zur Güterstraße angelegt, damit Bagger und Lastwagen direkt an die Aufzugsbaustelle fahren können. Auch das Bahnsteigdach ist etwa um die Hälfte zurückgebaut, so haben Bagger und Kräne genügend Freiheit nach oben.

Als Projektleiter Christian Lösch kürzlich zu einem Besuch in Grenzach weilte, informierte er auch über den Fortgang in den anderen Stationen im Kreis Lörrach. Als erstes wird das südliche Gleis, also das Streckengleis nach Waldshut, gesperrt, so dass am nördlichen gearbeitet werden kann. In Wyhlen und Herten beginnt der Umbau ab dem 1. April. Bereits eine Woche vorher soll Baustart für den neuen Haltepunkt in Warmbach sein.

Vollsperrung zwischen Rheinfelden und Erzingen

Für Beuggen ist der Baubeginn Ende April zum Beginn der Vollsperrung zwischen Rheinfelden und Erzingen geplant, in Schwörstadt für Anfang Mai. In beiden Stationen besteht ja dann, wenn zwischen Rheinfelden und Erzingen keine Züge fahren, größere Baufreiheit als westlich von Rheinfelden.

Bereits im März wird es noch eine Woche Vollsperrung geben, in dieser Zeit werden die Signalanlagen für den Zweirichtungsbetrieb programmiert.

Diese Pause wird auch genutzt, um die derzeit noch teilweise auf der Brücke in Rheinfelden liegende Weiche von dort zu verschieben. Der Tausch der Brücke über die B 34 erfolgt zwar erst nach der Elektrifizierung, doch damit die Fahrleitungsmasten bereits im kommenden Jahr an ihre endgültigen Plätze gestellt werden können, muss zuvor die Weiche verlegt werden.