Auch ohne Tüte für viele ein Ärgernis, weil es eine stinkende Tretmine ist. Doch auch das Häufchen in der Tüte kann gehörigen Ärger bedeuten. Foto: Ralf Hirschberger/dpa

Das stinkt nicht nur der Stadt: Viele Hundebesitzer nehmen es mit der Entsorgung des Hundekots nicht so genau und sorgen an anderer Stelle für echte Probleme.

Dog Stations heißen die Entsorgungsstationen, die genau dafür da sein sollen: Der Hund macht sein Häufchen, der Halter nimmt eine der bereitgestellten Tüten aus dem Spender, sammelt den Hundekot ein und wirft den Beutel in den Eimer.

 

Doch: Genau am letzten Glied dieser Handlungskette hapert es offenbar immer öfter. Das stinkt vielen nicht nur, sondern bringt auch erhebliche Probleme mit sich.

Pro und Kontra

Am Grad der Akzeptanz der Dog Stations durch die Hundehalter in Villingen-Schwenningen gebe es nichts auszusetzen, bestätigt die Pressesprecherin der Stadtverwaltung, Madlen Falke, auf Anfrage. „Das Angebot der Dog Stations wird sehr gut angenommen.“ Und immer wieder wird nachgeschärft: Wenn Bedarfe an bestimmten Stellen gemeldet werden, wird nach Prüfung nachgerüstet.

Eitel Sonnenschein herrscht in dieser Sache trotzdem nicht, denn: „Ärgerlich ist, wenn die gefüllten Tüten nicht im Müll landen, sondern in der Landschaft oder gar auf bewirtschafteten Feldern“, so Falke.

Deshalb ein so großes Problem

Damit spricht die Sprecherin der Stadt ein heikles Thema an, denn vor allem Landwirte beklagen diese Unsitte zunehmend. Für sie sind Kotbeutel im Feld nicht einfach nur irgendeine Verunreinigung, sondern ein ernsthaftes Problem. Achtlos entsorgte Hundehäufchen-Tüten sorgen für richtige Ernteschäden. Die Tüten müssen von den Bauern von Hand aufgesammelt werden, damit sie nicht ins Erntegut gelangen und dort zu großen Problemen und Ausfällen führen.