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Eiszeit in Europa Züge bleiben in Eurotunnel stecken

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Hamburg - Eisige Temperaturen und starker Schneefall haben weite Teile Europas und Nordamerikas weiter fest im Griff. Während sich die Ostküste der Vereinigten Staaten auf einen gewaltigen Schneesturm am Samstag vorbereitete, blieben in der Nacht im Eurotunnel unter dem Ärmelkanal vier Züge mit mehr als 2000 Fahrgästen wegen wetterbedingter Pannen liegen.

Wie Eurostar-Sprecher Grant Smith der BBC sagte, hatte der große Temperaturunterschied der Luft innerhalb und außerhalb des Kanaltunnels zu der technischen Panne geführt. Am frühen Morgen wurden die Fahrgäste zweier liegengebliebener Züge mit einem Shuttle aus dem Tunnel gebracht. Eine Ersatzlokomotive sollte die beiden anderen Züge in Richtung Folkestone im Südosten Englands schieben.

In den Eurostar-Hochgeschwindigkeitszügen saßen jeweils zwischen 500 und 700 Menschen fest. Alle vier Züge waren auf dem Weg von Paris nach London, als sie in dem Tunnel steckenblieben. Zwei weitere Züge, die sich aus Brüssel und Paris auf dem Weg in Richtung London befanden, wurden noch rechtzeitig umgeleitet. Für die Fahrgäste habe keine Gefahr bestanden, sagte Eurostar-Sprecher Grant Smith. Aber es sei "sehr unbequem" gewesen.

Für die US-Bundesstaaten Virginia und Maryland sowie die Hauptstadt Washington wurde Schneesturm-Warnungen gegeben. In Virginia wurde bereits der Notstand ausgerufen. Dort wurde für Samstag bis zu ein Meter Schnee erwartet. Die Ostküsten-Bevölkerung wurde angehalten, sich rechtzeitig mit Wasser und Lebensmitteln einzudecken. Einige Fluggesellschaften boten ihren Fluggästen an, für Samstag angesetzte Flüge umzubuchen. Andere strichen vorsorglich ihre Flüge in die Hauptstadt. Zahlreiche Schulen und Universitäten schlossen.

In Deutschland kam es auf eisglatten Straßen am Abend und in der Nacht zum Samstag zu hunderten Verkehrsunfällen. In der Nähe von Eutin und Neumünster kamen nach Polizeiangaben eine 24 Jahre alte Autofahrerin und eine 52 Jahre alte Beifahrerin ums Leben. Vier weitere Menschen wurden leicht verletzt.

In Nordrhein-Westfalen kam es zu zahlreichen Unfällen mit Blechschäden, allein in Köln und Umgebung gab es etwa 70. Bei zwei Frontalzusammenstößen in Waldbröl und Morsbach (Oberbergischer Kreis) wurden insgesamt sieben Menschen verletzt.

In Bayern wurde vor allem Mittelfranken von einem Schneechaos heimgesucht. Hier ereigneten sich am Abend bis zu 100 witterungsbedingte Unfälle.

Stark betroffen waren auch Sachsen und Sachsen-Anhalt. Hier wurden im gesamten Tagesverlauf insgesamt fast 500 Unfälle verzeichnet. Die Unfälle am Abend konzentrierten sich auf die Gebiete rund um Magdeburg und Chemnitz. Auch in Hessen, Brandenburg und Baden-Württemberg sorgten Schnee und Eis für Unfälle und Verkehrsbehinderungen.

Seit Beginn der Kältewelle sind in Europa bereits zwei Dutzend Menschen erfroren, die meisten in Russland. In einer verlassenen Pfadfinder-Schutzhütte in Rheinland-Pfalz wurde die Leiche eines 62 Jahre alten Mannes gefunden. Es war der erste Kältetote im Land. Der Verein Armut und Gesundheit in Deutschland kritisierte vor dem Hintergrund dieses Falls vom Mittwoch, dass Hilfsangebote für Obdachlose oft nicht genug auf deren Bedürfnisse ausgerichtet seien. In Polen kamen seit Donnerstag mindestens fünf Menschen ums Leben.

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