Sieht bereits vielversprechend aus: Die Eisweise im Schlosspark. Foto: Roger Müller

Die Eisstockschützen bereiten die Wiese im Schlosspark fürs Schlittschuhfahren vor. Doch bis es soweit ist, gibt es noch eine Menge Arbeit.

Donaueschingen – Die Vorbereitungen der Donaueschinger Eisstockschützen Gesellschaft (DEG) an der Eiswiese für die (hoffentlich) anstehende Schlittschuhsaison neben dem Anton-Mall-Stadion laufen auf Hochtouren. Die Flutung der Wiese hat perfekt geklappt. Jetzt hofft man auf viel Frost, damit sich eine tragende Eisdecke bildet.

 

Der Verantwortliche Franz Oschwald zeigte sich bei seinen täglichen Kontrollgängen zuletzt höchst zufrieden. "Die Flutung mit dem Wasser aus der Breg hat prima geklappt, allerdings hatten wir sehr viel Arbeit an den Einlaufschächten, da die Bäume dieses Jahr sehr lange ihr Laub hatten, und dadurch dementsprechend viel aus den Schächten heraus geräumt werden musste." In den letzten Tagen konnte sich nun auch schon eine dünne Eisdecke bilden. "Nur darauf schneien sollte es jetzt nicht", so Oschwald. "Denn der Schnee isoliert, und dadurch wird verhindert, dass sich die Eisdicke weiter verstärkt", wie er weiß. Acht bis zehn Zentimeter dick muss nun das Eis werden, ehe die Eisfläche dann fürs Schlittschuhlaufen freigegeben werden kann.

Alles ist vom Wetter abhängig

Eine Prognose, bis wann das soweit ist, kann Oschwald nicht abgeben. Das ist alles vom Wetter abhängig. Daher heißt es jetzt abwarten. Dennoch ist aktuell auch ohne Eisläufer viel rund um die Eiswiese zu tun. Täglich schaut Franz Oschwald, ob der Wasserstand passt. "Wenn sich der Wasserstand absenken würde, könnte das Eis brechen, weil der Wasserdruck von unten fehlt, und somit würde es Risse im Eis geben, was für Eisläufer später dann sehr gefährlich werden könnte."

Ärgerlich ist der Umstand, dass täglich Flaschen und allerlei Unrat am Rand der Eiswiese eingesammelt werden muss. "Zum einen wollen wir natürlich rund um die Eiswiese alles in Schuss halten, zum anderen muss der Unrat weg, weil einige Leute meinen, diesen dann auf die zum Teil noch dünne Eisfläche zu werfen." Das Risiko: "Diese Gegenstände können dann fest frieren, was später wieder eine Gefahrenstelle für die Eisläufer werden könnte", erklärt Oschwald und verweist auch auf Äste, die manche aufs Eis werfen.

Mit dem Traktor auf das Eis

Auch Schnee könnte ein weiteres Problem werden, denn dieser müsste dann beiseite geräumt werden. Aber das geht nicht, wenn die Eisdecke nicht stark genug ist. Den 40 Jahre alten Traktor mit einem rotierenden Besen kann man dafür nicht einsetzen: "Der wiegt einige hundert Kilo und könnte dann einbrechen", so Oschwald. Hier hoffen die Verantwortlichen der DEG Eiswiese in den nächsten Jahren auf ein leichteres Ersatzgerät, für das dann auch wieder einfacher Ersatzteile erhältlich wären.

Die Eiswiese

Neben dem Anton-Mall-Stadion im Donaueschinger Sportzentrum liegt die Eiswiese. Dort wurde früher das gefrorene Eis für die Bierkühlung der Brauerei gebrochen. Seit 1998 betreuen die Donaueschinger Eisstockschützen im Auftrag der Stadt jeden Winter diese Wiese. Nach der Flutung und entsprechender Eisbildung ist die Eisfläche ein idealer Platz für viele Familien und Gäste aus der Stadt und aus der Umgebung, die sich zu vielfältigen Wintersportaktivitäten treffen.