Es hat lange gedauert, jetzt steht die Donaueschinger Eiswiese neben dem Anton-Mall-Stadion den Schlittschuhläufern offen. Das Angebot ist kostenlos. Franz Oschwald von den Eisstockschützen hofft, dass die Fläche trotz des Regens befahrbar bleibt.
Seit Mitte November 2023 liefen die Vorbereitungen für die Eislaufsaison in Donaueschingen.
Die startet gewöhnlich dann, wenn die Eisschicht auf der Eiswiese zwischen Anton-Mall-Stadion, Parkschwimmbad und Schlosspark ausreichend tragfähig ist. Das hat in dieser Saison lange gedauert. Am Montag war es aber endlich soweit.
Die Donaueschinger Eisstockschützen-Gesellschaft (DEG), die sich stets um die Vorbereitung und die Pflege der Eiswiese kümmert, gab auf ihrer Facebook-Seite grünes Licht für das Eislauf-Vergnügen. Doch jetzt könnte es jäh vorbei sein mit dem Kufenspaß.
Viel Arbeit für Mitglieder
Nach den frostigen Temperaturen der vergangenen Tage ist diese besondere Freiluft-Anlage jetzt bereit für alle Eissport-Freunde und kann befahren werden. Was für Nutzer eine große Freude ist, ist für die Eisstockschützen um Franz Oschwald immer auch viel Arbeit. Die Wiese muss geflutet, der Wasserstand stets kontrolliert und eingestellt werden. Die Vereinsmitglieder kümmern sich auch um die Prüfung der Eisdicke, das Räumen der Eisfläche von Schnee und die Absperrung der Fläche, so lange diese noch nicht freigegeben ist.
„Am Sonntag war es noch kritisch“, blickt Franz Oschwald zurück. Der Wasserstand war etwas abgesunken und es hatten sich Risse gebildet. Dank eisiger Temperaturen in der Nacht ist die Eisschicht mit aktuell zwölf Zentimetern seit Montag aber sicher, „und wir konnten die Fläche freigeben“, so der Eismeister. Absperrschilder wurden verdeckt und Öffnungen in der Flatterbandabsperrung geschaffen. „Wir haben den Schnee geräumt“, sagt Franz Oschwald zu den aktuellen Bedingungen. Der sei allerdings teilweise angefroren und die Eisoberfläche deshalb nicht überall perfekt und glatt. Eislaufen ist aber ohne Probleme möglich.
Abends steht Flutlicht zur Verfügung
Die Nutzung ist kostenlos, erfolgt jedoch auf eigene Gefahr. Abends steht sogar ein Flutlicht zur Verfügung. „Wenn die Bedingungen gut sind und etwas los ist, dann schalten wir das Licht bei Dunkelheit an“, teilt Franz Oschwald mit. Feste Zeiten gibt es allerdings nicht. Wie lange dieses besondere Eislaufvergnügen im Freien möglich sein wird, hängt letztlich vom Wetter ab – und genau das ist der Knackpunkt: Kurze Temperaturschwankungen in Plusbereiche könnten das Eis in den kommenden Tagen weich werden lassen. „Aktuell ist das Eis noch dick genug und trägt“, sagt Franz Oschwald im Gespräch mit unserer Redaktion. Aber, gibt er zu bedenken, „die Problematik ist die: Das Eis hat jetzt Spuren von den Eisläufern und ist nicht mehr glatt, nun hat es geregnet – es soll zwar wieder kalt werden, aber es kann sein, dass das Eis dann zwar dick genug ist, aber sehr uneben“. Wie gut benutzbar die Eiswiese in den Tagen nach dem Eisregen am Mittwoch und dem Tauwetter am selben Tag bleibt, stehe in den Sternen. „Das hängt halt vom Wetter ab, darauf haben wir keinen Einfluss“, gibt sich Oschwald geschlagen und drückt „am besten beide Daumen“, dass es mit dem Kufenspaß am Parkrand doch noch nicht so schnell vorbei ist, wie viele befürchten.
Sonnenstunden angesagt
Dass das Eis bald gar nicht mehr befahrbar sein wird, davon geht Franz Oschwald aktuell nicht aus. Fürs Wochenende sind Temperaturen unter dem Gefrierpunkt vorhergesagt, dazu einige Sonnenstunden. Bestes Eislaufwetter also.
Der Verein
Sportliche Erfolge
Die Donaueschinger Eisstockschützen-Gesellschaft (DEG) „Eiswiese" wurde 1994 gegründet. Erster Vorsitzender wurde Alois Käfer. Von den Gründern gehört ein gutes Dutzend noch dem Verein ein. 2000 richtete die DEG mit 120 Helfern die deutsche Meisterschaft aus, 2002 stieg man erstmals in die erste Bundesliga auf. Seither pendeln die Donaueschinger zwischen den Ligen. Auch die Frauen feierten Erfolge wie etwa den sechsten Platz von Bianca Eisele bei den deutschen Meisterschaften 2006.