Die Eisstockschützen Gesellschaft steht in den Startlöchern für die nächste Eiswiesen-Saison. Sie präpariert die Eisbahn für Schlittschuhläufer.
Die Temperaturen werden nachts winterlicher. Damit steigt die Hoffnung. Die Donaueschinger Eisstockschützen Gesellschaft (DEG) steht in den Startlöchern für die nächste Eiswiesen-Saison. Dabei sind die DEG’ler um Franz Oschwald, dem Hauptverantwortlichen für die Eiswiese, schon seit Wochen bei der Vorbereitung. „Immer Mitte November geht’s los“, erklärt Franz Oschwald.
„Viele denken, man lässt einfach Wasser auf das Areal laufen, es gefriert und fertig. Doch dem ist bei Weitem nicht so“, erklärt Oschwald, und: „Es ist ein komplexes Miteinander verschiedener Gegebenheiten, die perfekt ineinandergreifen müssen.“ Da sind zunächst die Wehre und Zuläufe, die in Kombination mit der Breg für einen reibungslosen Zulauf von Wasser sorgen müssen. „Wenn die Eiswiese gefroren ist, muss permanent Wasser nachlaufen, um unter dem Eis den Druck aufrecht zu erhalten, sonst würde das Eis brechen“, so der Spezialist.
Minusgrade für rund eine Woche notwendig
Bei perfekten äußeren Bedingungen – nachts zweistellige Minusgrade und auch tagsüber Minusgrade – braucht es rund eine Woche, bis die Eisdicke auf dem „dann entstehenden kleinen See dann bis zu zehn Zentimeter stark ist, und der Schlittschuhspaß freigegeben werden kann“. „Wenn es zwischenzeitlich drauf schneien sollte, dann rücken wir dem Schnee mit Schaufel Besen und dem Schneeräumer in Form eines Traktors zu Leibe, denn er isoliert die Eisschicht, die dann nicht mehr an Stärke zulegen kann“, erklärt Oschwald. Täglich ist der Eismeister im Park zu Gange, es gilt, die Durchläufe beim Wasserzufluss zu kontrollieren und zu säubern.
Zudem muss das schwere Gerät gewartet werden, damit es im Bedarfsfall sofort zur Verfügung steht. Am vorvergangenen Wochenende keimte schon die Hoffnung auf ein frühes Eislaufvergnügen auf, als es kurz einmal an die minus 18 Grad hatte. Doch mittlerweile ist alles schon wieder etwas getrübt, das Tauwetter setzt der aktuell dünnen Eisschicht schwer zu. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagt Oschwald und lacht. „Wir sind dennoch zuversichtlich, wie schon in den vergangenen Jahren, dass es auch heuer wieder Eislauftage geben wird.“ Wie eben auch in den vergangenen Jahren.
Ärgerlicher Vorfall vor wenigen Jahren
Und dann macht er seinem Unmut Luft: Immer wieder sei zu sehen, wie Leute Gegenstände in Form von Ästen, Steinen oder allem anderen möglichen Zeug auf das Eis werfen. „Und wenn das Eis zu dünn ist um es zu begehen, dann können wir diese Sachen nicht mehr vom Eis holen, und sie frieren mit ein, und können später beim Eislaufen zu gefährlichen Stolperfallen werden. „Ein ganz ärgerlicher Vorfall war vor wenigen Jahren, da warfen Unbekannte die „Eiswiese gesperrt Schilder“ auf das dünne Eis, sie versanken und waren später unter dem Eis eingeschlossen. Seither werden die Schilder an Bäumen festgebunden.