Bein Eisstockschießen ist Geschick angesagt. Foto: Breisinger

Seit 50 Jahren gibt es den Eisstockschießclub Schömberg. Das wurde mit einem Turnier gefeiert.

Bei laufendem Festbetrieb gab es am Samstag ein Jedermann-Turnier mit insgesamt zwölf Mannschaften, die aus maximal vier Spielern bestanden, darunter alte Bekannte wie die Tischtennisabteilung der TG Schömberg, die „Dartfreunde Kanone“, die Freiwillige Feuerwehr Schömberg, die Narrenzunft 77 Ratshausen, die „4 Halunken“ und die „KanonaHühner“, aber auch einige Neulinge wie „4 Mohren für ein Halleluja“, der Jahrgang 67, „7350“, „Ka ma gelta lau“, „Dabei sein ist alles“, sowie der Rückkehrer Firma Lindner.

Gespielt wurde in zwei Sechsergruppen nach dem Modus Jeder-gegen-Jeden. Die ersten vier qualifizierten sich für das Viertelfinale, bei dem aber weil der Spaß eindeutig im Vordergrund stand, der jeweilige Gruppenerste gegen den Zweiten spielte und die Dritten gegen die Vierten, im Anschluss gab es das Halbfinale und das Endspiel.

Eine neue Zählweise

Gespielt wurde auf allen vier Bahnen unter der neuen Zählweise, dass der am nächsten an der Daube sich befindende Stock mit vier Punkten bedacht wurde, danach gibt es drei, zwei und einen Punkt, jeder Stock zählt nur ein Punkt und es gibt kein Abzug mehr und nicht mehr wie zuvor mit der Abstufung neun, sieben, fünf, drei.

„Viele Vereine bis hoch zur Bundesliga zeigen sich mit dieser Veränderung nicht einverstanden, die alte Regel war einfach zu präsent. Um ein Durcheinander zu vermeiden haben auch wir uns für diese Zählweise entschieden“, erklärte der Vorsitzende des ESC Schömberg, Jürgen Bechtold, dessen Verein 55 Mitglieder hat, von denen 15 aktiv sind.

Schüsse zum Auftakt

Am Sonntagvormittag kam es mit den Böllerschützen der königlichen privaten Schützengesellschaft Weißenhorn und der historischen Bürgergarde Schömberg zum Anschießen des Festes, ehe direkt im Anschluss der Frühschoppen und der Mittagstisch mit der Stimmungskapelle „Biraböhmische Blasmusik“ stattfand und die Festaktivitäten unter der musikalischen Begleitung von Peter Weinmann ihren Abschluss fanden.

„Eisstockschießen ist ein Sport, der bis ins hohe Alter ausgeübt werden kann, von diesen Spielern kann jeder viel lernen. Viele Aktive haben irgendwann mit fortschreitendem Alter die Sportart gewechselt, gerade aus dem Handball kommen viele, weil genauso wie auch beim Kegeln der Bewegungsablauf ähnlich ist“, erörterte Bechtold die Vorzüge dieser Sportart, deren „Hochburgen“ sich vor allem in Bayern befinden.

Etliche Neuzugänge

„Aber auch wir in Schömberg brauchen uns nicht verstecken, denn wir sind im Aufwind, haben etliche Neuzugänge, sind ambitioniert und möchten zukünftig ligamäßig aktiv sein. Kommendes Jahr möchten wir uns deshalb für ein Aufstiegsturnier für die zweite Bundesliga anmelden“, hat Bechtold große Ziele.

„Zielgenau und gefühlvoll zu spielen ist wichtig“, weiß der Sportwart des ESC Schömberg Mario Lander, der sich auch für die Hauptorganisation des Jedermann-Turniers verantwortlich zeigte. „Wir haben motivierte Mitglieder und alle ziehen an einem Strang. Unser wunderschönes, vereinseigene Gelände befindet sich in einem sehr guten Zustand, wir reparieren alles in Eigenleistung. Die Nachfrage für unser alljährlich organisiertes Vereinsturnier, bei dem neben ein offenes Solo-Turnier, auch ein offenes Duo-Turnier und ein Duo-Mixedturnier gespielt werden, ist enorm und jedes Jahr haben wir zehn bis 15 Buchungen für unser Gelände für Betriebsfeste oder Ähnliches“, sieht Bechtold den ESC in jeglicher Hinsicht bestens aufgestellt.