Seit einer Woche ist die Eishalle in Baiersbronn geöffnet, doch die „Holzhacker“ machten das Eis anlässlich ihres Trainingslager schon ein paar Tage vorher unsicher. Spielertrainer Benjamin Maser erklärt, wie weit sein Team ist und wie viel Arbeit investiert werden muss.
Von Donnerstag bis Samstag standen für die Eishockeymannschaft des Sportvereins Baiersbronn Lauftraining und Powerskating, Technik- und Stickhandling, Schusstraining sowie ein spezielles Torwarttraining auf dem Programm. Neben dem Training auf dem Eis arbeitete das Team auch an der Athletik sowie am theoretischen Verständnis in Sachen Spielzügen und Strategien.
Ziel war es, rund zehn Stunden auf dem Eis unter professioneller Anleitung zu verbringen. Das gelang. Vor allem auch durch Joschua Schmitz, erfahrener DEB-Lizenztrainer und Betreiber der „JS4-Hockeyschool“ sowie Nachwuchstrainer bei den Moskitos Essen. Er leitete bereits im Vorjahr das Trainingslager der „Holzhacker“ und hatte auch die Einheiten in diesem Jahr speziell auf die Sportler zugeschnitten.
Verein unterstützt
Kapitän und Spielertrainer Benjamin Maser freute sich über die Mischung aus Praxis und Theorie. „Es war perfekt, um uns als Team in allen Aspekten des Spiels voranzubringen.“ Er hatte das Trainingslager gemeinsam mit Harald Iven organisiert. „Ohne die Unterstützung des Vereins wäre das Trainingslager in dieser Form nicht machbar gewesen. Wir sind sehr dankbar für diese Kooperation“, freut sich Iven über die Unterstützung des SV Baiersbronn, dem man sich 2020 angeschlossen hatte.
Seit 2019 besteht die Hobbymannschaft. Los ging es mit rund zehn Eishockeyfans, inzwischen sind es etwa 45 Spieler und eine Spielerin. Von 19 bis 66 Jahren sind die „Holzhacker“ bunt gemischt. Im Schnitt ist das Team um die 40 Jahre alt. Beim Trainingslager selbst waren 30 Eishockeyspieler dabei.
Gegner noch unbekannt
Das Hobbyteam plant aktuell bereits das erste Freundschaftsspiel. Die Partie wird Anfang Dezember in Balingen stattfinden. Der Gegner ist noch nicht bekannt. Circa fünf Spiele pro Saison stehen im Plan der „Holzhacker“. Einer Liga kann sich das Team noch nicht anschließen. „Die niedrigste Klasse in der Umgebung ist die Landesliga, da ist das Niveau schon relativ hoch. Und wir haben ja erst angefangen. Auch eine Hobbyliga würde noch zu früh kommen“, sagt Maser. „Wir haben auch Leute, die nie vorher Schlittschuh gelaufen sind. Vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen ist alles dabei.“
Damit sich die „Holzhacker“ immer weiter verbessern, wird fleißig in Baiersbronn trainiert. Jeden Montag und zum Teil auch samstags stehen sie auf dem Eis. Interessierte können sich über die sozialen Medien melden oder über die Seite des SV Baiersbronn informieren.
Keine Wettkämpfe möglich
Gespielt wird in Baiersbronn allerdings eigentlich nicht. „Die Eishalle hat keine Wettkampfmaße. 15 Meter fehlen in der Länge und an einer Seite hat sie keine Kurve, sondern einen rechten Winkel“, erklärt Maser die eigenwillige Hallenplanung.
Damit das Training in der Halle möglich war, mussten das Team viel an Eigenregie einbringen. Schutznetze, Tore, ein Schuhschleifer wurden angeschafft. Die Spielfeldmarkierungen werden in Eigenleistung eingelassen. „Das ist ein zeit- und kostenintensives Hobby. Wir sind aber eine starke Gruppe und es macht uns auch aus, dass wir uns viel selbst einbringen. Nichts ist selbstverständlich, jeder ist involviert. Das hatte die Truppe auch schnell zusammengeschweißt“, erklärt Maser.
Neue Impulse
Der 36-Jährige aus Loßburg freut sich nun auf eine gute Wintersaison. Durch das Trainingslager konnten Maser und sein Spielertrainerpartner Stephan Seeger wertvolle Impulse für das Training mitnehmen. „Wir haben viele neue Ansätze kennengelernt, die wir in unser Training einfließen lassen können. Diese Inhalte werden uns in der Saison weiterhelfen“, so Seeger. Damit ist man gewappnet für viele weitere Trainingseinheiten.