Yannic Seidenberg trainiert aktuell beim Eishockey-Zweitligisten Kassel Huskies mit. Die Dopingsperre des 1984 in Villingen-Schwenningen geborenen Allrounders läuft am 14. März ab.
Kassel hatte zuletzt den lange vertragslosen Ex-Mannheimer David Wolf verpflichtet. Jetzt bahnt sich für die Hessen also ein weiterer spektakulärer Transfer an.
Seidenberg wurde in Diensten des EHC Red Bull München am 19. Januar 2022 bei einer Testkontrolle positiv auf Testosteron getestet. Am 13. November 2023 war Seidenberg rückwirkend für vier Jahre gesperrt worden, diese Sperre wurde jedoch auf zweieinhalb Jahre verkürzt.
„Ich finde es nur fair, dass man einem Spieler, der so viel für das deutsche Eishockey geleistet hat, die Chance gibt, wieder Fuß zu fassen“, sagte Huskies-Sportdirektor Daniel Kreutzer.
Sollte der Fitnesszustand des inzwischen 41-Jährigen gut genug sein, müsste er bis zum 15. Februar lizenziert werden, damit er diese Saison noch für Kassel spielen kann.
Die Huskies gewannen am Sonntag beim Debüt von Wolf daheim gegen Ravensburg mit 4:3 nach Penaltyschießen. Kassel belegt in der DEL2 aktuell den dritten Rang und hofft auf den Aufstieg in die DEL.
Seidenberg entstammt dem Nachwuchs des Schwenninger ERC. Er gewann 2018 bei den Olympischen Spielen in Südkorea sensationell mit der deutschen Nationalmannschaft die Silbermedaille. In seiner Wahlheimat München betrieb Yannic Seidenberg zuletzt einen Burger-Foodtruck.