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Eishockey Wild Wings: "Wir brauchen nun aber eine Serie"

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Coach Niklas Sundblad arbeitet kontinuierlich. Foto: Sigwart

Dienstag zur Mittagsstunde. Die Wild Wings haben gerade eine intensive Trainingseinheit beendet. Coach Niklas Sundblad zeigt sich sehr zufrieden mit dem, was er auf dem Eis gesehen hat.

Die Schwenninger sind zwar DEL-Schlusslicht, aber die Hoffnung, noch die Pre-Play-offs zu erreichen, lebt. Der 47-jährige Schwede freut sich darüber, "dass wir von Woche zu Woche besser werden". Parallel zum Alltag plant Sundblad zusammen mit seinem Trainerteam, mit dem zukünftigen Sportlichen Leiter Christof Kreutzer und mit Geschäftsführer Christoph Sandner den Kader für die kommende Saison. Der Wild-Wings-Coach verrät auch, warum er seinen neuen Wohnort Bad Dürrheim so schätzt.

Herr Sundblad, Sie haben die Leistung Ihrer Mannschaft am Sonntag beim 2:0 gegen München als die bisher beste, seit Sie am 16. Dezember bei den Wild Wings begonnen haben, bezeichnet. Warum?

Weil wir gegen diesen starken Gegner vor allem taktisch gut gespielt haben.

Was hat sich alles im Spiel der Wild Wings zuletzt verbessert?

Wir sind läuferisch besser geworden und wir üben mehr Druck auf den Gegner aus. Zudem sind wir aggressiver in der eigenen Zone und wir kreieren mehr Chancen. Unser Spiel sieht insgesamt gut aus.

Die Optik ist wichtig, die Ergebnisse sind wichtiger. Was sind denn derzeit die Schwerpunkte in den Trainingseinheiten?

Wir arbeiten an einem hohen Tempo in unserem Umschaltspiel nach vorne. Ziel ist es, dass der Gegner möglichst wenig Zeit in unserem Drittel verbringt.

Eine Baustelle bleiben die Special-Teams. Im Powerplay steht Ihr Team mit 18,42 Prozent an siebter Stelle der Liga, doch beim Unterzahlspiel reichen 78,2 Prozent nur für den drittletzten Platz.

Klar, wir müssen uns auch in diesen Bereichen weiter verbessern. Gegen München haben wir ja einen Treffer im Powerplay erzielt und in Unterzahl kein Gegentor bekommen. Mir ist wichtig, dass wir beim Penalty-Killing aktiv sind, also nicht nur reagieren.

Ein wichtiger Faktor ist für Sie das positive Denken.

Das ist richtig. Natürlich ist auch die Fehleranalyse wichtig, aber es ist doch besser auf den Dingen aufzubauen, die gut laufen.

Apropos gut. Die vierte Reihe mit Boaz Bassen, Cedric Schiemenz und Daniel Pfaffengut zählt gerade sicherlich zu den positiven Aspekten im Spiel Ihrer Mannschaft.

Die drei Spieler sind sehr gute Schlittschuhläufer und sehr talentiert. Boaz Bassen und Cedric Schiemenz sind auch technisch bereits stark. Alle drei sind ideal, um das Pressing umzusetzen. Bei unserem aggressiven System über die gesamte Eisfläche brauchen wir unbedingt vier Reihen.

Die Hoffnung, die Pre-play-offs nach der Hauptrunde noch zu erreichen, lebt trotz zwölf Punkten Rückstand?

Ja, noch gibt es eine wirkliche Chance für uns, aber die Spiele werden natürlich weniger. Wir brauchen nun aber auch eine Serie mit einigen Siegen, insgesamt um die zwei Punkte pro Spiel im Schnitt. Positiv war zuletzt unser Gegentorschnitt von 2,4. Sind es mehr als drei Gegentreffer im Schnitt, dann wird es natürlich schwer für uns, Spiele zu gewinnen.

Nur sieben Auswärtspunkte helfen sicherlich auch nicht, um die Pre-Play-offs zu erreichen.

Das stimmt. Da müssen wir uns verbessern. Aber eine Erklärung dafür, dass wir auswärts aktuell die schwächste Mannschaft der Liga sind, habe ich noch nicht. Wir spielen auch kein anderes System auswärts. In der Helios-Arena sind wir mit den Fans im Rücken stark, üben viel Druck auf den Gegner aus. Ich erinnere mich an meine Zeit mit Köln und Ingolstadt – es war immer unangenehm, in Schwenningen zu spielen.

Die Wild Wings haben in dieser Saison Top-Teams wie München und Mannheim geschlagen, aber gegen vermeintliche Direktkonkurrenten wie Krefeld und Augsburg nicht gut genug gepunktet.

Ja, aber dies kann sich von Saison zu Saison wieder verschieben. Wir spielen ja auch in fremden Hallen auch nicht anders.

Ob in der Helios-Arena oder auswärts – Dustin Strahlmeier spielt immer. Ihr Torwart hat sich – im Vergleich zur ersten Hälfte der Hauptrunde – gesteigert. Wird er bleiben? Wie sieht es für Backup Ilya Sharipov derzeit aus?

Dustin Strahlmeier hat zuletzt sehr stark gespielt. Ich möchte mich hinsichtlich der nächsten Saison individuell nicht über Personalien äußern. Es war wichtig, dass Ilya am Dienstag mit Freiburg Spielpraxis sammeln konnte. Er hatte zuvor knapp zwei Monate nicht mehr gespielt. Es ist keine einfache Situation für ihn. Ich denke, in den nächsten zwei Wochen werden wir ihn auch einmal einsetzen.

Parallel zum laufenden Spielbetrieb planen Sie zusammen mit dem zukünftigen Sport-Manager Christof Kreutzer und Geschäftsführer Christoph Sandner den Kader für die kommende Saison.

Wir sind voll dabei und schauen den ganzen Kader an. Es ist ein Vorteil, dass ich die Mannschaft in den vergangenen vier Wochen gut kennengelernt habe. Ich möchte jetzt nicht auf jeden einzelnen Spieler eingehen, aber klar ist, dass es einen großen Umbruch nicht geben wird. Es bringt nichts, in jedem Jahr 15 Spieler wegzuschicken und 15 neue zu holen. Wir müssen geduldig arbeiten, auch wenn es manchmal schwerfällt. Straubing ist eines der Beispiele dafür, dass Kontinuität im Kader zum Erfolg führt.

Wie genau gehen Sie bei den Planungen voran?

Die deutschen Spieler haben zunächst Priorität. Normalerweise sind in diesem Bereich bereits im November auf dem Spielermarkt schon viele Entscheidungen gefallen.

Ist eine Rückkehr von Jamie MacQueen, der in der nächsten Saison noch Vertrag in Schwenningen hat, denkbar?
Ich habe noch nie mit ihm gesprochen. Ich mag läuferisch und kämpferisch starke Spieler. Ich weiß nicht, wie gut er gerade in Iserlohn spielt.

Wie haben Sie die Wild Wings und das Umfeld bisher kennengelernt?

Meine Eindrücke sind sehr positiv, weil alle hier etwas erreichen wollen.

Sie bauen auch auf junge Spieler. Wie stellen Sie sich die Zusammenarbeit mit den Wild Wings Future vor?

Ich komme gerade von einem Gespräch mit Wayne Hynes, dem Cheftrainer des Nachwuchses. Wir werden eng zusammenarbeiten. Es ist immer wünschenswert, eigene Spieler nach oben zu ziehen. Doch im deutschen Eishockey sieht es immer noch so aus, dass der Sprung von der DNL hoch in den Profibereich groß ist. Die U20 der Wild Wings Future ist momentan nur drittklassig. Es ist allgemein im deutschen Eishockey ein schwieriges Thema. Ein Talent wie David Cerny, der in dieser Woche den deutschen Pass erhält und bei uns mittrainiert, ist ein sehr interessanter Nachwuchsspieler.

Wie schalten Sie vom Eishockey am besten ab?

Ich mache meinen Beruf sehr gerne, deshalb muss ich davon auch nicht groß abschalten. Als Ausgleich gehe ich im Sommer gerne in Schweden angeln oder spiele Golf.

Dies ist in Bad Dürrheim, wo Sie nun wohnen, nicht möglich. Was ist denn der große Unterschied zwischen ihrem ersten Wohnort in der Region Köln und eben Bad Dürrheim?

Die Natur hier ist wunderschön, ich liebe das. Meine Frau wird auch bald nach Bad Dürrheim umziehen.

Die Fragen stellten Gunter Wiedemann und Michael Bundesmann

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