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Eishockey Wild Wings: Wie groß fällt Umbruch im Kader aus?

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Jürgen Rumrich. Foto: Sigwart

Wild-Wings-Manager Jürgen Rumrich steckt mitten zwischen der noch aktuellen DEL-Saison und der Kaderplanung für die nächste Runde. "Bei uns wissen alle Spieler nach vielen Gesprächen nun Bescheid", sagt er. Dazu verfolgt der 50-Jährige – trotz eines sehr vollen Terminkalenders – auch noch begeistert den Weg der deutschen Handball-Nationalmannschaft bei der WM.

Herr Rumrich, am Sonntag könnten die Wild Wings daheim zeitgleich zu einem möglichen WM-Finale mit der deutschen Handball-Nationalmannschaft gegen Straubing spielen. Dies würde wohl einige Zuschauer in der Arena kosten. Sollte die DEL da nicht einmal terminlich flexibler sein und bei so einer Konstellation etwa auf 14 Uhr ausweichen?

Dies wäre wünschenswert, aber so eine Verschiebung unserer Spiele ist aufgrund der festen Übertragungszeiten der "Telekom" sicherlich kaum möglich.

Ein WM-Endspiel mit dem deutschen Team am Sonntag könnten rund 15 Millionen Menschen am Bildschirm verfolgen. Der Handball elektrisiert wieder in diesen Wochen. Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft gewann vor einem Jahr Olympia-Silber, aber ein Winter-Game mit knapp 50 000 Zuschauern in Köln wurde im öffentlich-rechtlichen Fernsehen noch nicht einmal erwähnt.

Diese enttäuschende Bewertung des Winter-Games von den großen Fernsehsendern habe ich überhaupt nicht verstanden. Unser Sport ist offensichtlich in mancher Wahrnehmung – trotz des Erfolges bei Olympia – doch noch nicht viel weiter gekommen. Man muss aber auch anerkennen, dass der deutsche Handball international in den vergangenen Jahren eben auch insgesamt erfolgreicher war.

Zurück zu den Wild Wings. Zwei wichtige Heimspiele gegen Krefeld und Straubing könnten am Wochenende die leise Hoffnung zurückbringen, dass der Play-off-Zug doch noch nicht endgültig für Schwenningen abgefahren ist.

Dies stimmt. Zwei Siege wären sehr wichtig. Es bleibt dabei, dass wir von Spiel zu Spiel denken. Es sind ja noch einige Punkte zu vergeben. Unsere Mannschaft hat in den vergangenen Wochen gezeigt, dass sie diese Saison noch nicht abgehakt hat. Aber dies sind wir unseren treuen Fans auch schuldig.

Was müsste denn noch passieren, damit Sie sagen können: Wir gehen nach einer so schwierigen Saison da noch halbwegs mit einem guten Gefühl raus?

Ich würde es nicht am Tabellenplatz festmachen. Sehr wichtig ist, dass die Mannschaft in den restlichen Spielen noch alles gibt. Dass diese Saison aufgrund des schlechten Starts für uns alle bisher nicht zufriedenstellend ist, darüber müssen wir nicht reden.

Wenn Sie mit Coach Paul Thompson über das Aussehen und die Fähigkeiten des neuen Kaders sprechen, welche Eckpunkte müssen in der kommenden Saison hervorstechen?

Wir haben beide ganz klare Vorstellungen vom Eishockey, das unsere Mannschaft in der nächsten Saison spielen soll.

Die spannende Frage ist: Wie groß fällt der Umbruch im Kader aus? Mit der Verlängerung von Benedikt Brückner haben bislang acht Spieler einen Vertrag für die kommende Runde.

Diesen Umbruch kann man im Moment nicht an einer Zahl festmachen. Fakt ist, dass wir mit allen Spielern gesprochen haben – alle wissen nun Bescheid, wie wir über ihre jeweilige Situation denken. Einige von ihnen haben auch noch die Chance, sich in den restlichen Spielen für die nächste Saison zu empfehlen.

Die Vertragsverlängerung von Benedikt Brückner kann aufgrund seiner Leistungen in dieser Saison überraschen. Was gab den Ausschlag dafür, dass er ein Wild Wing bleibt?

Klar – Benedikt hat sicherlich in der vergangenen Saison insgesamt konstanter gespielt, aber dies betrifft nicht nur ihn. Wir sehen ihn trotzdem als wichtigen Teil der Mannschaft. Er ist sehr zuverlässig, bringt in jedem Spiel eine Top-Einstellung mit und identifiziert sich hundertprozentig mit dem Verein.

Anthony Rech präsentiert sich seit Wochen in einer starken Form.

Das stimmt. Deshalb würden wir auch gerne mit ihm verlängern.

Wie gehen Sie denn genau die personellen Planungen zusammen mit Paul Thompson an? Arbeiten Sie zunächst den deutschen Spielermarkt ab?

Wir arbeiten in allen Richtungen parallel. Ich bin momentan auch viel zur Sichtung unterwegs. Fast täglich sprechen Paul und ich über neue Namen. Ich werde zum Beispiel auch bei der A-WM in der Slowakei vor Ort sein, wenn möglich auch die B-WM beobachten.

Sie haben seit Saisonbeginn sehr viel Kritik, die auch unter die Gürtellinie ging, einstecken müssen. Ihre Vertragsverlängerung wurde von einigen Fans nicht akzeptiert. Wie verarbeiten Sie diesen ganzen negativen Stress?

Ich habe so eine Saison, in der ich so kritisiert wurde, noch nie erlebt. In gewisser Weise ist man dagegen machtlos und kann nur versuchen, weiterhin jeden Tag eine gute Arbeit abzuliefern. Allerdings hat mir in dieser schweren Zeit der Zuspruch und die Unterstützung meiner Familie, von Freunden, den Gesellschaftern und auch von vielen Fans sehr geholfen.

Sie sollen nun von Geschäftsstellenleiter Oliver Bauer in Ihrer organisatorischen Arbeit entlastet werden. Hat dieser interne Prozess bereits begonnen?

Ja, in kleinen Schritten. Bis zum Beginn der kommenden Saison wird diese Veränderung komplett abgeschlossen sein.

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