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Eishockey Wild Wings: Rückblick auf enttäuschende DEL-Saison

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Foto: Schwarzwälder Bote

Die Wild Wings schlossen also wieder einmal eine DEL-Hauptrunde auf dem letzten Platz ab. Wir blicken auf die enttäuschende Saison 2019/20 zurück. Von A bis Z.

A wie Auswärtsschwäche Ganze neun Pünktchen (40:90 Tore) sprangen in den 26 Auswärtsspielen heraus. Kein Team war schlechter in der höchsten Eishockey-Klasse Deutschlands. Siege gab es nur in Iserlohn (4:1 am 20. September 2019) und Düsseldorf (3:2 nach Penaltyschießen am 28. Dezember 2019).

B wie Bullys "Ganz wichtig ist, dass wir uns in Sachen Bullys steigern", mahnte Coach Paul Thompson vor dem Saisonstart an. Die Realität sah anders aus: Schwenningen belegt mit nur 45,45 Prozent gewonnenen Faceoffs auch in dieser Statistik den letzten Rang.

C wie Chernomaz Schon im November forderten einige Fans die Entlassung von Paul Thompson. Schnell war der Name Rich Chernomaz im Gespräch. Doch Chernomaz entschied sich mit den Ravensburg Towerstars ausgerechnet für die DEL2-Kooperationspartner der Wild Wings.

D wie Danner Der ehemalige Kapitän musste nach der Vorbereitung am Knie operiert werden. Simon Danner feierte dann im Januar zwar sein Comeback, doch dann wechselte der frühere Nationalstürmer zu seinem Heimatvereins nach Freiburg.

E wie Einsätze Benedikt Brückner, Mirko Sacher, Alexander Weiß und Christopher Fischer waren die Dauerbrenner der Wild Wings. Sie standen in jedem der 52 Hauptrundenspiele im Kader der Wild Wings.

F wie Fairness Immerhin – in Sachen Fairness waren die Schwenninger ein Play-off-Kandidat. Die Wild Wings belegten in der Fairplay-Tabelle den achten Rang. Übrigens – die unfairste Mannschaft der Hauptrunde stellten die Eisbären aus Berlin. G wie Gegentore Die Wild Wings kassierten in den 52 Hauptrundenspielen 173 Gegentreffer. Dies ergibt einen Schnitt von 3,08 Gegentoren pro Spiel. Kein Team war auch in dieser Statistik schlechter.

H wie Heimspiele Schwenningen holte in der heimischen Helios-Arena immerhin 36 Punkte. Dies reicht für Rang elf in der Heimtabelle. I wie internationales Debüt Verteidiger Mirko Sacher feierte beim Deutschland-Cup sein Nationalmannschafts-Debüt. "Als wir raus aufs Eis zum Warm-Up vor dem Russland-Spiel gegangen sind, da habe ich erst so richtig realisiert: Wow, du bist Nationalspieler", war Sacher begeistert. J wie Jahresetat Die Wild Wings gingen mit einem Rekord-Etat von etwa 6,3 Millionen Euro in die Saison­. Klar, dass die Erwartungen vor der Runde hoch waren. Doch aus der anfänglichen Euphorie wurde schnell Frust. K wie Konstanz Konstanz war – wieder einmal – ein Fremdwort bei den Wild Wings. "Das ist unser Hauptproblem", meinte nicht nur Paul Thompson kurz vor seiner Entlassung Mitte Dezember. L wie Leader "Wir haben viele Spieler mit echten Führungsfähigkeiten", diktierte Thompson vor dem ersten Rundenspiel in unser Mikrofon. Doch schnell war klar, dass Mark Fraser, Christopher Fischer, Andreas Thuresson und Co. diese Rollen auf dem Eis nicht übernehmen konnten. M wie Mannheim Die Derbybilanz der Wild Wings gegen die Adler fiel ordentlich aus. Herausragend war der 6:1-Heimsieg am 20. Oktober. Am zweiten Weihnachtsfeiertag hieß es dann 2:1 für die Schwenninger. In Mannheim setzte es aber Niederlagen (0:3 und 2:4). N wie Niklas Sundblad Mitte Dezember präsentierten die Wild Wings mit dem Schweden Niklas Sundblad und Co-Trainer Petri Liimatainen die Nachfolger für den Briten Paul Thompson. "Wir gehen fest davon aus, dass sie der Mannschaft in der zweiten Saisonhälfte mehr Konstanz verleihen werden und das Team so einen Schritt nach vorne macht", meinte damals Jürgen Rumrich. Doch der Schwenninger Manager sollte sich irren. Unter Sundblad holten die Wild Wings in den restlichen 26 DEL-Hauptrundenspielen 23 Punkte. Zum Vergleich: Vorgänger Thompson war bei der gleichen Anzahl von Spielen auf 22 Zähler gekommen. O wie Overtime Oft mussten die Schwenninger nicht in eine Verlängerung! Nur in Düsseldorf (2:3 und 3:2), gegen Straubing (3:2), gegen Bremerhaven (3:2) und in München (2:3) gab es Extraschichten. Zudem musste gegen Augsburg (3:4), Düsseldorf (2:3) und in München (1:2) das Penaltyschießen die Entscheidung bringen. P wie Powerplay Das Überzahlspiel war eine der wenigen Stärken der Wild Wings in der abgelaufenen Hauptrunde. Mit einer Quote von 18,4 Prozent belegten die Schwenninger in dieser Statistik den siebten Rang. Q wie MacQueen Der damalige Topscorer der Wild Wings wechselte im Dezember überraschend nach Iserlohn. Zuvor war der Stürmer bereits am 19. November als Reaktion auf die sportliche Situation freigestellt worden. "Wir brauchen gerade in dieser Situation Mitarbeiter und Spieler, die sich zu 100 Prozent mit den Wild Wings identifizieren und abseits sowie auf dem Eis als Leader und Vorbild vorangehen", so damals Geschäftsführer Christoph Sandner in einer Mitteilung. Jamie MacQueen hat zwar für die Runde 2020/21 noch einen Vertrag bei den Wild Wings, doch mit einer Rückkehr wird nicht gerechnet. Übrigens – Topscorer wurde am Ende Pat Cannone mit 35 Punkten (10 Tore, 25 Vorlagen). Beste Torschützen waren Troy Bourke und Mike Blunden mit jeweils 13 Treffern. R wie Rumrich Der oft von Fans kritisierte Manager gab Ende Oktober bekannt, dass er am Ende der Runde "auf eigenen Wunsch von seinem Amt zurücktreten wird". Jürgen Rumrich damals weiter: "Ich möchte damit die Diskussion um meine Person beenden, um wieder Ruhe ins Umfeld der Mannschaft zu bringen." Anfang Januar wird dann mit Christof Kreutzer – dem Coach des Zweitligisten aus Bad Nauheim – ein Nachfolger präsentiert. S wie Strahlmeier Die Nummer 1 der Schwenninger blickt auf eine ordentliche Saison zurück. 1373 Saves und 137 Gegentreffer waren in 49 Spielen die Bilanz von Dustin Strahlmeier. Dies ergibt einen Gegentorschnitt von 2,90. 90,93 Prozent aller Schüsse hat der gebürtige Gelsenkirchener gehalten. Dazu feierte Strahlmeier drei Shutouts. In den kommenden beiden Jahren wird er nun das Gehäuse der Grizzlys aus Wolfsburg hüten. T wie Thompson "Wir mussten einen neuen Impuls setzen", meinte Wild-Wings-Geschäftsführer Christoph Sandner nach der Freistellung des Briten am 16. Dezember. "Für uns alle zählt nur die Play-off-Teilnahme", hatte Thompson vor der Runde betont. Doch nach 26 Spielen, also genau zur Halbzeit der Saison, hatte Schlusslicht Schwenningen nur 22 Punkte eingefahren. Elf Zähler betrug der Rückstand auf einen Pre-Play-off-Rang.

U wie Unterzahl Mit einer Erfolgsquote von 78,3 Prozent belegten die Schwenninger Wild Wings in dieser Statistik den elften Platz unter den 14 DEL-Mannschaften.

V wie Verträge Bisher haben folgende Spieler Verträge für die kommende Spielzeit: Christopher Fischer, Dylan Yeo, Colby Robak, Benedikt Brückner (alle Abwehr), Boaz Bassen, Cedric Schiemenz, Alexander Weiß, Andreas Thuresson, Troy Bourke, Jamie MacQueen (kehrt aber wohl eben nicht nach Schwenningen zurück), Maximilian Hadraschek, Daniel Pfaffengut und David Cerny. Dazu kommen die Trainer Niklas Sundblad und Petri Liimatainen – und natürlich Neu-Manager Christof Kreutzer.

W wie Wutausbruch Wild-Wings-Geschäftsführer Christoph Sandner war nach dem Heimspiel gegen Wolfsburg sauer – richtig sauer. Er sah sich von Grizzly-Manager Charly Fliegauf über den Tisch gezogen. Beide hatten vereinbart, dass der Wechsel von Dustin Strahlmeier erst einen Tag später offiziell gemacht wird. Während der Liveübertragung hielt sich Sandner im Interview an das vereinbarte Stillschweigen – Fliegauf eben nicht. "So geht man unter Kollegen in der DEL nicht miteinander um", war Christoph Sandner – und damit lag er richtig – wütend. X wie römische Fünf Gleich fünf Spieler verließen die Schwenninger kurz vor dem Ende der Hauptrunde. Ex-Kapitän Simon Danner war der erste Schwenninger, der Ende Januar die Wild Wings vorzeitig verließ. Er ging nach Freiburg. Kurz vor dem Ende der Transferzeit – am Donnerstag, 13. Februar – lösten auch Ilya Sharipov (nach Kaufbeuren), Markus Poukkula (Bozen), Jardon Caron (Genf) und Matt Carey (Schweden) ihre Verträge auf. Im Schwenninger Umfeld – und auch in der DEL – kam dieser "Winterschlussverkauf" der Wild Wings alles andere als gut an. Y wie Youngster Ob Paul Thompson oder Niklas Sundblad – beide Trainer lobten immer wieder die jungen Spieler. Besonders die Eigengewächse Boaz Bassen (20 Jahre/36 Spiele) und David Cerny (19), der gegen Ende der Hauptrunde mit einem Dreijahresvertrag belohnt wurde, sorgten für Aufsehen. Aber auch Cedric Schiemenz (21) zeigte gute Ansätze. Z wie Zuschauerschnitt 3839 Zuschauer wollten im Schnitt die 26 Heimspiele der Wild Wings in der Helios-Arena sehen. Nur in Wolfsburg (2888) waren es weniger. Immerhin war dies aber in Schwenningen eine deutliche Steigerung im Vergleich zur Runde 2018/19, als im Schnitt 3576 Fans die Heimspiele der Wild Wings verfolgten. Trotz einer enttäuschenden Runde lockten übrigens die Kölner Haie (13 333) in der aktuellen DEL-Hauptrunde die meisten Besucher an.

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