Auch in Wolfsburg freuten sich die Schwenninger Spieler. Erneut zeigten die Wild Wings unter ihrem neuen Trainer Paul Thompson eine überzeugende und sehr engagierte Leistung. Foto: Eibner

Eishockey: 2:1-Erfolg nach Penaltyschießen gegen Wolfsburg. Dritter Sieg in Folge. Mit Video

Wolfsburg – Wild Wings 1:2 n.P. (0:0, 0:0, 0:0/0:1). Die Wild Wings haben ihre Erfolgsserie unter dem neuen Coach Paul Thompson auf drei Siege ausgebaut. Im DEL-Kellerduell gelang den Schwenningern in Wolfsburg ein 2:1 nach Penaltyschießen.

Ville Korhonen hatte für die Wild Wings den entscheidenden Penalty verwandelt. "Diese Siege fühlen sich gut an. Unser neuer Trainer hat viele gute Dinge in unser Spiel gebracht", gab es ein Lob vom finnischen Angreifer für Paul Thompson.

Für den gesperrten Stefano Giliati rückte Anthony Rech in die Angriffsreihe neben Istvan Bartalis und Andrée Hult. Der ins Team zurückgekehrte Kai Herpich hatte nach acht Minuten in einem spielerisch farblosen ersten Drittel die erste Möglichkeit für die Gäste. Auf der anderen Seite parierte Wild-Wings-Schlussmann Dustin Strahlmeier (11.) einen Schuss von Cole Cassels. Torlos ging es in den zweiten Abschnitt.

36 Sekunden waren in diesem erst gespielt, als Marcel Kurth mit seinem Schuss am Wolfsburger Pfosten scheiterte. In der 25. Minute jubelten die Schwenninger über ihre 1:0-Führung. Andrée Hult hatte fein auf Istvan Bartalis aufgelegt, der sofort erfolgreich abzog. Wolfsburgs-Schlussmann Jerry Kuhn konnte da nichts machen. Aber nur zwei Minuten später glichen die Norddeutschen durch Christoph Höhenleitner zum 1:1 aus. Weiter sehr ausgeglichen verlief das zweite Drittel. Wild-Wings-Verteidiger Benedikt Brückner war beim Gang in die zweite Pause mit der Leistung seines Teams zufrieden: "Wir müssen nur weiter Zug zum Wolfsburger Tor haben, dann bekommen wir noch weitere Chancen. Bis jetzt spielen wir ein gutes Eishockey."

Hier gibt es die Pressekonferenz:

Im Schlussabschnitt wollten aber beide Teams in den ersten Minuten zunächst nicht zuviel Risiko gehen. Dann hätten aber die Wild Wings alles klar machen können: Jussi Timonen (57.) scheiterte mit seiner Großchance an Jerry Kuhn – eine Minute später traf Kai Herpich nur den Pfosten. Es ging in die Verlängerung. In dieser waren die Neckarstädter das bessere Team – nur Anthony Rech und zwei Mal Kapitän Simon Danner nutzten ihre Möglichkeiten nicht. Also fiel die Entscheidung im Penaltyschießen. Marczek und Sparre (beide Wolfsburg) sowie Bartalis hatten zunächst vergeben. Dann traf Ville Korhonen entscheidend, denn wenig später parierte Strahlmeier den Penalty von Cole Cassels.

Für die Wild Wings geht es am Sonntag (19 Uhr) daheim gegen Augsburg weiter. Trotz des eigentlich unpopulären Spielbeginns werden rund 3500 Zuschauer erwartet. Die Mannschaft von Augsburgs Trainer Mike Stewart zählt bislang zu den positiven Überraschungen, steht auf dem guten vierten Platz. Herausragend ist bei den Augsburger Matt White (9 Treffer). Im ersten Aufeinandertreffen am 30. September verloren die Wild Wings mit 0:3 aber deutlich.

Tore: 0:1 Bartalis (24:41), 1:1 Höhenleitner (26:52) 1:2 Korhonen.

Strafen: Wolfsburg: 2 – Wild Wings: 6.

Schiedsrichter: Koptiz/Rantala (Berlin/Finnland).

Zuschauer: 2246.

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