Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Eishockey "Werden uns jetzt nicht in den Himmel loben"

Von
Der Schwenninger Troy Bourke (rechts) schenkte sichtlich frustrierten Adlern gleich zwei Treffer ein. Foto: Sigwart

Die Ergebnisse konnten kaum unterschiedlicher sein – die Aussagen von Wild-Wings-Coach Paul Thompson ähnelten sich jedoch sehr. Noch vergangene Woche appellierte der Brite nach der Partie gegen Düsseldorf (2:3 nach Penaltyschießen) an das Durchhaltevermögen seiner Mannschaft. Die Leistungssteigerungen seien erkennbar, man arbeite hart – und die Siege würden kommen.

Jetzt ist er da, der Sieg. Und das ausgerechnet gegen den Erzrivalen im Derby. Mit 6:1 fegten begeisternde Schwenninger den amtierenden Meister aus Mannheim von der Eisfläche der Helios-Arena. Von Begeisterung war bei Paul Thompson und seinen Schützlingen allerdings wenig zu spüren. Erleichterung beschreibt die Gefühlslage wohl besser. Aber auch Stolz über die erbrachte Leistung.

"Es waren harte Wochen, es gab viel Negativität von außen. Aber wir sind als Team stark geblieben und haben kontinuierlich Schritte in die richtige Richtung gemacht. Heute wurden wir endlich dafür belohnt", freute sich Thompson über die Bestätigung seines Weges in Form von drei Punkten. Das seit Wochen gepredigte Durchhaltevermögen und die harte Arbeit haben sich tatsächlich ausgezahlt – zumindest für den Moment.

Neben Erleichterung und Stolz war aber auch die Erkenntnis zu vernehmen, dass es jetzt so weitergehen muss. "Natürlich ist der Sieg immens wichtig. Aber wir haben trotzdem noch sechs der letzten sieben Spiele verloren. Wir müssen an diese Leistung jetzt unbedingt anknüpfen", weiß Verteidiger Christopher Fischer, der mit vier Assists gegen die Adler einer der zentralen Akteure war.

Paul Thompson sprach von einem Wendepunkt, der nun hoffentlich erreicht ist: "Wir müssen in jedem Spiel eine solche Leistung bringen und Selbstbewusstsein tanken. Dann werden wir auch in der Tabelle schnell nach oben klettern." Ähnlich sieht es Alexander Weiß, der mit seinem Treffer zum 2:1 die Weichen auf Derbysieg stellte: "Wenn wir an diese Leistung anknüpfen können, werden wir viele Spiele gewinnen."

Auch vom frühen 0:1-Rückstand ließen sich die Thompson-Schützlinge nicht unterkriegen. Sie spielten irgendwie befreit auf, die Offensive wirkte flüssig, die Konteranfälligkeit der Adler wurde gnadenlos ausgenutzt – ebenso die sich gegen fahrlässige Mannheimer zahlreich bietenden Powerplay-Situationen. Adler-Coach Pavel Gross blieb nichts anderes übrig, als dem Rivalen zu einem verdienten Sieg zu gratulieren: "Schwenningen war aggressiver, hat mehr investiert." Und auch die Chancenverwertung, die am Freitag in Köln noch ein Problem war, konnte sich sehen lassen. Mannheim brachte 30 Schüsse auf das Tor von Dustin Strahlmeier, die Wild Wings mit 25 sogar weniger – sie machten aber sechs Tore.

Die Erleichterung war auch bei den mehr als 5000 Fans deutlich zu spüren. Spätestens nach dem 4:1 durch Troy Bourke kurz vor Ende des ersten Drittels bebte die Helios-Arena. "Die Fans im Rücken haben uns unglaublich nach vorne gepeitscht. Wir wissen, wie wichtig dieser Sieg für sie war", schwärmte auch Weiß von der Atmosphäre.

Auch von der Euphorie in der Halle ließ sich Paul Thomp­son nicht anstecken: "Wir werden uns jetzt nicht in den Himmel loben, genauso wie wir in den letzten Wochen nicht verzweifelt sind. Wir müssen jetzt konstant auf diesem Level abliefern. Natürlich hoffe ich, dass dieses Spiel der Schritt nach vorne war, den wir gebraucht haben."

Ergebnisse vom 18. Spieltag

Grizzlys Wolfsburg - Düsseldorfer EG4:1
Schwenninger Wild Wings - Kölner Haie4:5
Pinguins Bremerhaven - Eisbären Berlin2:3
Augsburger Panther - Adler Mannheim4:1
Iserlohn Roosters - ERC Ingolstadt2:3
Straubing Tigers - Krefeld Pinguine5:3
Red Bull München - Nürnberg Ice Tigers3:4 n.V.

Tabelle

SToreTDPkt.
1. Red Bull München18  64:36 28  49
2. Straubing Tigers18  72:46 26  39
3. Düsseldorfer EG18  51:38 13  31
4. Adler Mannheim18  57:58 -1  29
5. Eisbären Berlin17  50:47 3  28
6. Pinguins Bremerhaven18  48:47 1  27
7. ERC Ingolstadt18  49:50 -1  26
8. Nürnberg Ice Tigers18  47:51 -4  26
9. Kölner Haie18  39:51 -12  24
10. Grizzlys Wolfsburg18  46:50 -4  22
11. Augsburger Panther18  48:57 -9  21
12. Iserlohn Roosters18  42:53 -11  20
13. Krefeld Pinguine18  45:59 -14  18
14. Schwenninger Wild Wings17  46:61 -15  15
Artikel bewerten
7
loading
  
Sport
  
SERC

Ihre Redaktion vor Ort Villingen

Cornelia Spitz

Fax: 07721 9187-60

Flirts & Singles

 
 
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.