Die Mitspieler beglückwünschen Kyle Sonnenburg (Zweiter von rechts) zu seinem Treffer. Foto: Sigwart

Eishockey: Panther-Coach telefoniert – Schwenninger Übungsleiter ärgert sich. Mit Video

Seine Torpremiere hatte sich Kyle Sonnenburg anders vorgestellt. "Natürlich ärgert mich dieses Ergebnis", stellte der Schwenninger Verteidiger nach der 3:4-Heimniederlage der Wild Wings gegen Ingolstadt klar. Kapitän Simon Danner fand nach der 18. Niederlage im 24. Spiel deutlichere Worte.

"Aufbaugegner"

"Zum Schluss waren wir nicht konzentriert genug. Da hatten wir unsere Männer nicht", sprach der verteidigende Stürmer die "einfachen Tore" der Panthers in der 56. und 57. Minute an. Damit drehten die Ingolstädter das Spiel. Sie beendeten damit auch ihre kleine Negativserie in Schwenningen. "Das war ein perfekter Aufbaugegner", meinte später ein Panther-Fan.

Premiere ohne Happy End

Das waren die Wild Wings zwar nicht, doch nach einem überzeugenden ersten Abschnitt (2:0) waren die Gäste das aktivere Team, was – gerade im zweiten Drittel – auch an den zahlreichen, oft umstrittenen Strafzeiten der Schwenninger lag. Der 2:2-Ausgleich nach 32 Minuten war nicht unverdient. Doch dann kam der große Moment von Kyle Sonnenburg. 68 Mal probiert, in 68 Spielen nichts passiert. So lautete die Torstatistik des Verteidigers vor dem Sonntag. Doch dann schnappte sich der 32-Jährige in der 39. Minute die Scheibe, schlenzte diese sehenswert aus spitzem Winkel ins Netz. "Es hat mich natürlich sehr gefreut, dass ich endlich einmal getroffen habe", stellte der Spieler mit der Rückennummer 43 aber auch klar, dass er lieber drei Punkte auf dem Konto verbucht hätte. So sah es auch der enttäuschte Coach Paul Thompson. "Das Tor von Kyle war toll. Ich habe in den Spielen zuvor viele gute Dinge gesehen, heute dann einige schlechte", verstand der Brite nicht, dass sein Team eine 2:0- und eine 3:2-Führung aus der Hand gab. "Und nach dem 3:3-Ausgleich hätten wir den Punkt in der Verlängerung retten müssen."

Ein weiter Weg

Mit einem Dreier hätten die Wild Wings (17 Zähler) die Rote Laterne an Wolfsburg abgegeben. Der Rückstand auf den zehnten Rang, den ersten Pre-Play-off-Platz, beträgt 16 Zähler. In der vergangenen Runde reichten Schwenningen 74 Punkte, um mit eben dem zehnten Rang die erste K.o.-Runde zu erreichen. Wollen die Wild Wings nach 52 Spieltagen wieder auf 74 Zähler kommen, müssten sie aus den kommenden 28 Partien noch 57 Punkte holen, also rund zwei Zähler im Schnitt pro Begegnung.

Trainer! Telefon!

Doug Shedden ließ sich am Sonntag in der 57. Minute ein Handy reichen. Der Panthers-Coach telefonierte kurz, während die Schiris das Video des 3:3-Ausgleichs bewerteten. Das Tor zählte – wohl entgegen der Handy-Prognose.

  
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