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Eishockey St. Louis Blues gewinnen erstmals den Stanley Cup

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Craig Berube, der Trainer der St. Louis Blues, stemmt die wertvollste Eishockey-Trophäe der Welt, den Stanley Cup, freudestrahlend in die Luft. Foto: Dwyer

Der Weg der St. Louis Blues von ganz unten nach ganz oben dauerte nicht einmal sechs Monate. Noch am 3. Januar belegte das Team aus Missouri den letzten Platz in der nordamerikanischen Eishockey-Liga NHL. Nun feiern die Blues den ersten Stanley Cup in ihrer 52-jährigen Teamgeschichte.

Nach dem 4:1 (2:0, 0:0, 2:1) im entscheidenden siebten Spiel der Finalserie bei den Boston Bruins durfte Kapitän Alex Pietrangelo die 20 Kilogramm schwere und 90 Zentimeter hohe Silber-Trophäe in die Luft stemmen. "Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Wo wir herkamen, und wo wir jetzt sind. Es ist unglaublich", sagte der 29-jährige Pietrangelo, der selbst einen Treffer zum Erfolg in Boston beisteuerte. "Wir haben es geschafft. Ab dem 3. Januar haben wir alles auf eine Karte gesetzt, und wir haben verdient gewonnen", rief sein Teamkollege Pat Maroon.

Einen großen Anteil am Auswärtserfolg in Boston hatte St. Louis Rookie-Torhüter Jordan Binnington. Der 25-Jährige wehrte 32 von 33 Schüssen der Bruins ab. "Es war eine unglaubliche Saison, eine unglaubliche Geschichte", sagte Binnington, der erst am 7. Januar sein NHL-Debüt gab und nun zum Final-Helden wurde.

Tausende von Fans bejubeln ihre Mannschaft

In St. Louis hingegen bejubelten Tausende von Fans ihre Mannschaft. Die Heimspielstätte der Blues, das Enterprise Center, war beim Public Viewing voll besetzt. Zusätzlich war auch das Busch Stadium, in dem die St. Louis Cardinals aus der Baseball-Liga MLB ihre Heimspiel bestreiten, für die Eishockey-Anhänger geöffnet worden. "Unsere Fans mussten lange auf diesen Moment warten. Es ist aufregend. Wir werden viel Spaß haben", versprach St. Louis-Spieler Jaden Schwartz mit Blick auf eine rauschende Party.

Zum wertvollsten Spieler (MVP) der diesjährigen NHL-Playoffs wurde Ryan O’Reilly gekürt. Der 28-Jährige ist der erste Spieler seit Eishockey-Legende Wayne Gretzky, der in vier Stanley-Cup-Spielen hintereinander ein Tor erzielte. In Spiel sieben erzielte er die 1:0-Führung seiner Blues in der 17. Minute. "Nachdem wir unseren Stil gefunden hatten, waren wir nur schwer zu schlagen", resümierte Blues-Trainer Craig Berube.

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