Travis Turnbull (Mitte) und Co. bejubeln die 1:0-Führung. Foto: Eibner

Wild Wings zurück auf Erfolgsspur. Neckarstädter bestimmen Anfangsphase. Sieg nach drei Heimniederlagen.

Die Wild Wings kehrten am Samstagabend in die Erfolgsspur zurück. Mit dem verdienten 4:2-Heimsieg gegen Südgruppen-Schlusslicht Nürnberg verbesserten sich die Schwenninger in Sachen Punkte auf den dritten Rang.

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Villingen-Schwenningen - Bei den Nürnbergern feierte zwar der Ex-Schwenninger Marcel Kurth sein Comeback, doch Coach Frank Fischöder musste weiter auf zahlreiche Stammspieler verzichten. "Wir brauchen einfach mehr Verkehr vor dem gegnerischen Gehäuse", diktierte Fischöder kurz vor Spielbeginn ins Magenta-Sport-Mikrofon.

Neckarstädter bestimmen Anfangsphase

Da Benedikt Brückner und Dylan Yeo bei den Wild Wings ausfielen, rückte Marius Möchel wieder in die Verteidigung. Cedric Schiemenz stand erstmals in dieser Saison auf dem Spielberichtsbogen. "Wir müssen von der Strafbank wegbleiben und sollten bei 5:5 mehr Tore erzielen", gab Sturmkollege Alexander Weiß, der vor dem ersten Bully für sein 800. DEL-Spiel geehrt wurde, die Richtung vor.

Die Neckarstädter bestimmten die Anfangsphase, doch echte Großchancen waren Mangelware. Schlusslicht Nürnberg stellte zunächst "eindrucksvoll" die riesigen Probleme in der Offensive – inklusive des Powerplay-Spiels – unter Beweis. Es dauerte so bis zur elften Minute, bis Schwenningens Goalie Joacim Eriksson erstmals gegen Christopher Brown eingreifen musste. Die 1:0-Führung der optisch weiter überlegenen Wild Wings ging also absolut in Ordnung. Spielführer Travis Turnbull (17.) hatte nach einem Schuss von Marius Möchel per Abstauber seinen dritten Saisontreffer erzielt. "Wir machen bisher ein gutes Spiel, können uns oft in der Zone der Ice Tigers festsetzen", sprach Verteidiger Johannes Huß von einer "verdienten Führung" nach dem ersten Drittel. In diesem hatten die Wild Wings 14 Torschüsse abgegeben, Nürnberg gerade einmal fünf.

Chance verpasst

Fast zwei Minuten lang hatte das beste Powerplay-Team der Südgruppe dann Zeit, eine 5:3-Überzahl zum vielleicht schon vorentscheidenden 2:0 zu nutzen. Doch Andreas Thuresson und Co. verpassten diese Chance. Da fehlte die letzte Konsequenz vor dem von Niklas Treutle gehüteten Franken-Gehäuse. Gegen weiter in der Offensive harmlose Nürnberger vergab Tyson Spink (33.) die nächste große Möglichkeit. Dies rächte sich. Eric Cornel verwertete den zehnten Torschuss der Gäste zum 1:1-Ausgleich. Dann erinnerte sich Jubilar Alex Weiß an seine Vorgabe, brachte seine Farben bei 5:5 wieder in Führung. Als Johannes Huß (40.) mit seinem ersten DEL-Tor sogar auf 3:1 erhöhte, strahlte nicht nur Coach Niklas Sundblad auf der Bank.

Dieser sah dann anrennende Nürnberger. Joacim Eriksson rettete den Vorsprung gegen Brett Pollock (45.) und Christopher Brown (48.). Die Ice Tigers drängten also auf den Anschlusstreffer, die Wild Wings lauerten auf Konter. Als der zuvor souveräne Schwenninger Goalie einen eher harmlosen Schuss von Oliver Mebus (56.) passieren ließ, waren die Franken wieder in Reichweite. Wichtig: Eriksson war dann gegen den Ex-Schwenninger Daniel Schmölz (58.) auf dem Posten. Mit einem Empty-Net-Goal machte schließlich Daniel Pfaffengut (60.) – sein erster Saisontreffer – alles klar.

Nach drei Heimniederlagen wieder ein Sieg

Damit gelang den Wild Wings nach drei Heimniederlagen in Folge gegen die Franken endlich wieder ein Sieg. Klar, dass Coach Niklas Sundblad zufrieden war: "Das waren wichtige drei Punkte." Ice Tigers-Trainer Frank Fischöder ärgerte sich, machte aber seinen Spielern keinen Vorwurf: "Sie haben hart gearbeitet."

Für die Wild Wings geht es schon am Montag (20.30 Uhr) in Straubing weiter.