Die Balinger Kufencracks sind in der Landesliga als einziges Team weiter ungeschlagen. Mit einem 5:4-Sieg gegen Heilbronn holt das Kasik-Team die Tabellenführung zurück.
Die Partie war von Beginn an nichts für schwache Nerven. Beide Mannschaften versuchten, ihr Spiel aufs Eis zu bringen, neutralisierten sich bei den Angriffsbemühungen aber weitgehend. Die Balinger erspielten sich ein Chancenplus, Zählbares aber kam nichts heraus. Die Heilbronner wiederum zeigten schnell, dass sie trotz der bisher mageren Punkteausbeute ganz und gar kein einfacher Gegner sind. Mit 0:0 ging es in die Kabinen.
Im zweiten Drittel rappelt es gleich fünf Mal
Im zweiten Spielabschnitt waren gerade einmal 14 Sekunden gespielt, als der Puck zum ersten Mal im Netz zappelte: Tristen Wells brachte die Hausherren in Führung. In der Folge ging es Schlag auf Schlag: Zunächst der Ausgleichstreffer für Heilbronn, postwendend darauf die erneute Führung für Balingen durch Nico Hemming, ehe David Hornak das 3:1 für die Eisbären markierte. Die rund 350 Zuschauer bekamen ein schnelles, attraktives, heiß umkämpftes Spiel zwischen zwei Teams auf Augenhöhe zu sehen. In einer Überzahlsituation gelang den Heilbronnern der Anschlusstreffer zum 3:2. Für die letzten 20 Minuten war damit Hochspannung angesagt.
Eisbären starten mit weiterem Tor in den Schlussabschnitt
Den besseren Start im finalen Abschnitt erwischten erneut die Hausherren. Tim Becker baute die Führung der Balinger nach fünf Minuten auf 4:2 aus. Nur kurz darauf gelang den nimmermüden Heilbronnern der erneute Anschlusstreffer – und sieben Minuten vor Schluss sogar der Ausgleich.
Der Balinger Captain trifft in letzter Sekunde
Alles auf Anfang also, ein ganz enges Spiel. Drei Minuten vor dem Ende schwächten sich die Heilbronner durch Strafzeiten selbst – Überzahl für Balingen. Und das zogen sie auf, erspielten sich Chance um Chance, ohne aber eine davon nutzen zu können. Als schon alle auf das bei einem Unentschieden folgende Penaltyschießen spekulierten, ein letzter Angriff: Pass nach außen zu Tristen Wells, die Heilbronner Verteidiger warfen sich in den Schuss, der Puck kam irgendwie zu Balingens Captain Fabian Krause, der für einen Moment mutterseelenallein vor dem Heilbronner Tor stand – Schuss, drin, Tor, und das eine Sekunde vor der Schlusssirene. Direkt danach ausgelassener Jubel bei den Balingern, Enttäuschung und Ärger bei den Heilbronnern – sie monierten, das Tor sei nach dem Ende der regulären Spielzeit gefallen und dürfe also nicht zählen. Die Schiedsrichter werteten es anders.
Am Samstag geht es erneut gegen Heilbronn
Zum „Man of the Match“ ernannte Coach Petr Kasik in der Kabine den Siegtorschützen Krause – nicht wegen dessen Treffers, sondern weil er beim fünften Erfolg der Balinger im fünften Saisonspiel wieder einmal wie kein Zweiter in der Verteidigung zahllose Schüsse geblockt hatte und damit ein Kämpfer-Vorbild war. Ähnlichen Einsatz werden die Eisbären am Wochenende erneut zeigen müssen: Zu Gast am Samstagabend, 22. November, Anpfiff 19.45 Uhr, ist in der Balinger Eishalle wieder Heilbronn, das auf Revanche sinnt.