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Eishockey Sieg für Wild Wings im Kellerduell

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Entscheidende Spieler: Vili Sopanen (rechts) verwandelte den letzten Penalty der Schwenninger. Der Wolfsburger Sebastian Furchner erzielte zwei Treffer. Foto: Michael Kienzler

Die Rote Laterne der DEL leuchtet weiter in Schwenningen. Das Schlusslicht gewann am Sonntag das Kellerduell gegen Wolfsburg mit 2:1 nach Penaltyschießen. Zwei Punkte waren aber zu wenig, um mit den Grizzlys die Plätze zu tauschen.

"Wir hätten das dritte Tor erzielen müssen, das wäre wohl die Vorentscheidung gewesen. Gut war aber, dass wir nach dem 2:2-Ausgleich noch einen Weg gefunden haben, um das Spiel zu gewinnen", war Coach Paul Thompson nach dem zweiten Sieg der Wild Wings in Folge nicht ganz zufrieden. Bei diesen waren Vili Sopanen und Marc El-Sayed wieder dabei, dafür mussten Kai Herpich und Istvan Bartalis auf die Tribüne.

Viel Kampf, aber auch viel Krampf: Schwenningen und Wolfsburg spielten zunächst so, wie es der Tabellenstand eben aussagt. Einsatz und Wille stimmten, Passspiel und Tempo sorgten aber nicht gerade für Begeisterung der 3318 Zuschauer. Doch dann setzte sich Andreé Hult clever gegen zwei Wolfsburger an der Bande durch. Den präzisen Pass des Schweden verwandelte Stefano Giliati (10.) eiskalt. Gegen Grizzlys, die weiter wie ein zahnloser Plüschbär agierten, legte Philip McRae (17.) mit einem Powerplay-Treffer zum verdienten 2:0 nach. "Ich erwarte, dass Wolfsburg stärker kommen wird", meinte Giliati nach einem fast schon peinlichen Startdrittel der Grizzlys.

Hier geht's zum Liveticker vom Wild-Wings-Spiel gegen Wolfsburg

Diese bewiesen danach eindrucksvoll, weshalb sie das schlechteste Überzahlteam der Liga stellen. Daran änderte auch eine gute Chance von Jason Jaspers (24.) nichts. Auf der anderen Seite hätte McRae (27.) nach einem Break die Vorentscheidung erzwingen müssen. Doch Giliati lag mit seiner Vermutung nicht falsch: Wolfsburg fand Mitte des zweiten Abschnitts gegen nun oft zu passive Wild Wings besser ins Spiel. Am sicheren Dustin Strahlmeier – "Big Save" gegen Marius Möchel (34.) – kamen die Grizzlys aber nicht vorbei.

Hier gibt es die Pressekonferenz:

Dies änderte sich 22 Sekunden vor dem Ende des Mitteldrittels, als Sebastian Furchner eine Lücke gefunden hatte. Wolfsburg war wieder im Spiel. Zuvor hatte Schwenningens Topscorer Anthony Rech (35.) noch die Latte getroffen. Die zehn Gäste-Fans sahen, wie ihr Team im Schlussdurchgang auf den Ausgleich drängte. Beim 30. Torschuss war es so weit: Kapitän Furchner (50.) hatte erneut eingenetzt. Strahlmeier war es, der Schwenningen das 2:2 in die Verlängerung rettete – und danach ins Penaltyschießen. In diesem trafen Rech und Sopanen. Dies reichte den Wild Wings für den Zusatzpunkt. "Wir wollten eigentlich drei Zähler", war Sopanen am Ende nicht wirklich glücklich.

Das Fazit: Schwenningen hatte es verpasst, entscheidend auf 3:0 zu erhöhen. Ab Mitte des zweiten Drittels war Wolfsburg das bessere Team, nahm so in einem Spiel mit vielen Fehlpässen auf beiden Seiten verdient einen Zähler mit. Damit war wiederum Grizzly-Bändiger Hans Kossmann nicht zufrieden. "Nach dem 2:2 war mehr drin."

Wild Wings – Grizzlys 3:2 (2:0, 0:1, 0:1, 0:0, 1:0) n.P. Tore: 1:0 Giliati (9:47), 2:0 McRae (16:28/5:4), 2:1 Furchner (39:38), 2:2 Furchner (49:26), 3:2 Sopanen (65:00/P). Strafen: Wild Wings 12– Grizzlys 8. Schiedsrichter: Christoffer Hurtik (Bad Nauheim)/Marian Rohatsch (Lindau). Zuschauer: 3318.

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