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Eishockey Horrorfilm für die Schwenninger Wild Wings

Von
Hoch her ging es vor dem Wild-Wings-Gehäuse (von links): Die Schwenninger Matt Carey (19), Mike Blunden (9), Mark Fraser (2), Dominik Bohac (86) und Mirko Sacher (12) versuchen, Ingolstadts Kristopher Foucault am Abschluss zu hindern. Foto: Sigwart Foto: Schwarzwälder Bote

Ein Saisonauftakt in der DEL geht kaum noch schlechter. Die wochenlang mit Vorschusslorbeeren geschmückten Wild Wings gingen daheim mit 4:10 gegen Ingolstadt sang-und klanglos unter.

Viele Schwenninger Fans waren angesichts dieses sportlichen Horrorfilms brutal enttäuscht – auch Coach Paul Thompson: "Ich trage die volle Verantwortung, kann aber nicht akzeptieren, wie die Mannschaft aufgetreten ist. Das war Schüler-Hockey!"

Nur 15 Sekunden (!) waren gespielt, als Ingolstadt das erste Mal durch Hans Detsch, der nach einer Verletzung doch auflaufen konnte, zum 1:0 zuschlug. Die Gäste nutzten anschließend das Chaos in der Schwenninger Mannschaft, hatten unglaublich viele Räume und führten nach drei Minuten (Torschütze David Elsner) mit 2:0. Der Horrorfilm lief aus Sicht der Wild Wings weiter. Für das 3:0 der Panther war Colin Smith (10.) zuständig. Schwenningens Torhüter Dustin Strahlmeier war zwar angesichts seiner schwachen Vorderleute nicht zu beneiden, machte aber auch nicht den sichersten Eindruck. Nach dem dritten Gegentreffer nahm Coach Paul Thompson eine Auszeit – viele Schwenninger Fans riefen lautstark: "Aufwachen".

Nutzte aber nichts, denn Michael Collins (15.) traf zum 4:0 für Ingolstadt – das 5:0 schoss Brandon Mashinter (16.). In der Drittelspause musste der neue Wild-Wings-Verteidiger Christopher Fischer dem offensiv nachfragenden TV-Reporter Recht geben: "Es stimmt, wir haben das ganze erste Drittel verschlafen."

Ab dem zweiten Abschnitt machte Strahlmeier seinem Torhüterkollegen Ilya Sharipov Platz. Eine kleine Reaktion der weiter zu wenig strukturierten Gastgeber gab es: Jamie MacQueen (22.) und Alex Weiß (25.) verkürzten auf 2:5. Doch das Strohfeuer der Wild Wings erlosch schnell. Wayne Simpson (26.) und Maurice Edwards stellten den alten Vorsprung für die Bayern beim 2:7 wieder her. Nach 34 Minuten hatten die Ingolstädter ihren achten Treffer durch Tim Wohlgemuth auf dem Konto. Matt Carey (35.) verkürzte auf 3:8. Viele fassungslose Schwenninger Fans in der zweiten Drittels­pause. MacQueen und auf Ingolstädter Seite Olson trafen im Schlussabschnitt jeweils zum 4:9. In der 56. Minute war die zweistellige Pleite der Wild Wings durch Elsner perfekt. Der Auftritt der Schwenninger am ersten Spieltag? Nicht DEL-tauglich! Ein sportliches Schockerlebnis.

Am Sonntag (14 Uhr) geht es für die Wild Wings mit dem Gastspiel in Wolfsburg weiter. Die Partie besitzt eine sehr pikante Note, denn mit dem Trainergespann Pat Cortina und Petteri Väkiaparta sowie Verteidiger Dominik Bittner und Angreifer Anthony Rech vertreten nun gleich vier Ex-Schwenninger die Farben der Grizzlys. Für Pat Cortina ist es "ein besonderes Spiel. Das gebe ich gerne zu. Es überwiegt die Vorfreude bei mir über das Wiedersehen. Aber natürlich war mein Abschied in Schwenningen vor knapp einem Jahr auch enttäuschend."

Beim Gespräch mit unserer Zeitung wünschte Pat Cortina zunächst dem am Knie operierten Simon Danner alles Gute. "Es ist schon kurios, dass mein erstes Heimspiel mit Wolfsburg gleich gegen die Wild Wings geht." In Wolfsburg – Pat Cortina hat eine Wohnung im benachbarten, schönen Städtchen Fallersleben bezogen – hat er sich bestens eingelebt. "Der Klub hat hervorragende Strukturen, die Mannschaft viel Potenzial", so der frühere Schwenninger Coach.

Wild Wings – Ingoldstadt 4:10 (0:5/3:3/1:2) Tore: 0:1 Detsch (0:15), 0:2 Collins (2:06), 0:3 Smith (9:07), 0:4 Collins (14:12), 0:5 Mashinter (15:34). 1:5 MacQueen 21:11/4:3), 2:5 Weiss (24:35), 2:6 Simpson (25:19), 2:7 Edwards 29:34/5:3), 2:8 Wohlgemuth (33:35), 3:8 Carey (34:57), 4:8 MacQueen (43:54), 4:9 Olson (47:39), 4:10 Elsner (55:06). Strafen: Wild Wings: 16 plus zehn Minuten Bohac (51.) – Ingolstadt: 20 (plus zehn Minuten für Detsch/51.). Schiedsrichter: Klein/Schukies (Stuttgart/Herne). Zuschauer: 4671.

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