Leon Draisaitl von den Edmonton Oilers wird von Gustav Forsling von den Florida Panthers an die Bande gecheckt. Foto: Jeff McIntosh/The Canadian Press/AP/dpa

Leon Draisaitl steht mit Edmonton im Playoff-Finale der NHL kurz vor dem Aus. Der Deutsche blieb auch in Spiel drei ohne Scorerpunkt. Die Oilers versuchen trotzdem, Optimismus zu verbreiten.

Edmonton - Der große Traum vom Stanley-Cup-Triumph ist für Leon Draisaitl womöglich schon in der Nacht auf Sonntag vorbei. Der deutsche Eishockey-Star und die Edmonton Oilers stehen im Playoff-Finale der nordamerikanischen NHL vor dem vorzeitigen Aus. Gegen die Florida Panthers verlor das Team auch Spiel drei mit 3:4 und liegt in der Serie nun mit 0:3 zurück. Für den Gewinn des Stanley Cups sind vier Siege notwendig.

"Es ist sehr frustrierend", sagte Draisaitl. "Ich glaube, wir haben uns heute selbst ein Bein gestellt." Der 28 Jahre alte gebürtige Kölner ergänzte: "Wir haben einige individuelle und kollektive Fehler gemacht, die sie sofort ausgenutzt haben." Draisaitl, der seine erste NHL-Finalserie spielt, blieb ohne Scorerpunkt.

Zuversicht soll bleiben

Trotz der dritten Niederlage in der dritten Partie versuchten die Oilers, vor dem vierten und womöglich letzten Spiel in der Nacht auf Sonntag (MESZ) im heimischen Rogers Place Optimismus auszustrahlen.

"Wir haben immer noch einen großen Glauben", sagte Edmontons Coach Kris Knoblauch. "Ich denke, wir haben gezeigt, dass wir diese Mannschaft schlagen können." Es gebe keinen Zweifel in der Kabine. Torwart Stuart Skinner äußerte sich ähnlich: "Ich denke, wir können eine tolle Mannschaft sein und wir werden einen Weg finden, diese Jungs zu besiegen."

Drei Gegentore in kurzer Zeit

Das erste Heimspiel der Oilers in der Finalserie begann mit einem offensiven Schlagabtausch und Chancen auf beiden Seiten. Nachdem Edmontons Ausnahmestürmer Draisaitl und Connor McDavid beste Möglichkeiten im Überzahlspiel ausgelassen hatten, fiel das Tor auf der Gegenseite: Sam Reinhart lenkte einen Schuss von Gustav Forsling ins Tor ab (19.).

Im zweiten Drittel erhöhte Edmonton zwar den Druck und glich durch Warren Foegele verdientermaßen aus (22.). Im Anschluss ließen die Gastgeber allerdings wieder zu viele Chancen ungenutzt. Florida-Goalie Sergei Bobrowski hielt stark. Die Panthers hingegen nutzten die Fehler der Oilers eiskalt aus und erhöhten durch Wladimir Tarassenko (30.), Sam Bennett (34.) und Aleksander Barkov (36.) binnen 6:19 Minuten auf 4:1.

Edmonton steckte im dritten Drittel nicht auf und kam durch einen abgefälschten Schuss von Philip Broberg (47.) und kurz vor Schluss Ryan McLeod (55.) sogar noch einmal heran. Der Vorjahresfinalist aus Florida hielt dem Druck jedoch stand und steht vor der ersten Meisterschaft seiner NHL-Historie.