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Eisenbach Jubiläumstreffen: 5000 Hästräger ziehen durch den Ort

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Zu jedem Narrenumzug gehören auch Musikgruppen oder wie hier die Bachschalmeien aus Rötenbach. Foto: Bächle

Eisenbach - Seinen 44. Geburtstag feierte der Narrenverein Eisenbach mit einem fantastischen Jubiläumsabend, drei beeindruckenden Umzügen, mit einem närrischem Partydorf und Kirche.

Was der Jubiläumsverein mit den 72 aktiven Mitgliedern und den rund 1000 Helfern am Wochenende auf die Beine gestellt hat, ist mehr als beachtenswert. Es war eine logistische Mammutaufgabe, sicherlich auch durch die Verkehrssituation bedingt.

Mehr als 5000 Hästräger tummelten sich im Narrendorf Eisenbach und weitaus mehr begeisterte Zuschauer. Das Fazit ist klar: "Perfekt gemeistert, nachhaltig und unvergesslich", wie die Präsidentin der Schwarzwälder Narrenvereinigung, Anne-Rosel Schwarz, erklärte.

Jubiläumsabend: Schon der Jubiläumsabend in der voll besetzten Wolfwinkelhalle ließ kaum Wünsche offen. Das Programm überzeugte, die Musik mit "Neustadt West" dazu passend und das kulinarische Angebot waren perfekt. Tänzerisch wirbelte die Garde aus Neudingen, die Schneestritzel und die Bergmannsdamen übers Parkett, letztere mit dem Best off aus den vergangenen Jahren. Die Lacher auf seiner Seite hatte der Narrenverein, der die alemannischen Narrensprüchle in Hochdeutsch, Englisch und Polnisch übersetzen ließ.

Ob wohl ein Fünkchen Wahrheit hinter der kreativ-närrischen Betrachtung zwischen den deutschen und polnischen Handwerkern liegt? Keine Frage blieb bei den Bergmannsdamen offen, welche deutlich aus dem Nähkästchen plauderten. Erstaunt zeigte sich mancher Besucher über die Gesangstalente der Eisenbacher Herren. So zeigte sich Marco Wirbser als Eisenbacher Robbie Williams. Wer hätte gedacht, dass der Elferrat – in der Zwischenzeit mit 13 Herren besetzt – auch gesanglich fit ist. Tobias Modrzejewski setzte mit den 13 Chaoten einen fantastischen Akzent, der – wie bei den Handwerkern – durch eine Diashow untermalt wurde. Kein Halten mehr im Saal gab es, als die neu gegründete Dance-Men-Group auf die Bühne kam. Gleich zwei Mal mussten die Herren eine Zugabe geben.

Umzüge: Fastnacht hat viele Facetten, dies zeigte sich vor allem bei den drei Umzügen. Das Freundschaftstreffen am Sonntag lockte trotz starkem Regen und Wind tausende Zuschauer, welche den 65 Narrengruppen und Musikverein ordentlich Applaus zollten. Schon am Samstag war der Narrensamen – ebenfalls 35 Gruppierungen – unterwegs. Beim Nachtumzug kamen nicht nur die Hexen auf ihre Kosten. 61 Narrenzünfte hatten sich angesagt.

Es ist nicht immer einfach, bei einem Unterhaltungsprogramm auch interessante, spannende und witzige Übergänge zu präsentieren. Für die beiden Eisenbacher Showgirls Nina Raufer und Sabrina Weber absolut kein Problem beim Jubiläumsabend zum 44. Geburtstag der Bergmannszunft. Charmant, witzig und kreativ führten sie das närrische Volk von Auftritt zu Auftritt, immer mit den Programmpunkten irgendwie verknüpft. Manches "oh" durfte Clown Paulinchen (Nina) kassieren, welche unbedingt in die große Welt der Manege aufgenommen werden wollte. Ob als Akrobatin, Dompteurin oder gar auf dem Hochseil, die gestrenge Zirkusdirektorin (Sabrina) hatte mit Paulinchen kein Einsehen, obwohl sie schon längst in die Fußstapfen des bekannten Clowns Oleg Popow geschlüpft ist. Ob der bekannte Zirkus Roncalli genauso streng war, lässt sich nicht erahnen.

Es wundert nicht, dass das närrische Volk in Eisenbach von Sabrina und Nina hingerissen waren. Völlig überrascht wurden beim Brauchtumsabend die beiden Bergmännerdamen Renate Knöpfle und Mardcela Dematio. Beide gehören seit 44 Jahren dem Narrenverein an. Sie wurden vom Narrenvater Manuel Peghini zu Ehrennarren ernannt. Eisenbach zeigte sich als beeindruckenden Gastgeber.

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