In den letzen Jahren wurden verrückte Eissorten immer beliebter. Welche ausgefallenen Sorten in diesem Jahr kommen, verraten Eisdielenbetreiber aus Oberndorf.
Mit steigenden Temperaturen steigt auch die Nachfrage nach Erfrischungen wie zum Beispiel einem Eis. Doch woran erkennt man eigentlich qualitativ hochwertiges Eis? Was macht den Job in einer Eisdiele so besonders? Und was könnte die diesjährige Trendsorte werden? Diesen Fragen ist unsere Redaktion in den Eisdielen in Oberndorf auf den Grund gegangen.
Im Eiscafé Venezia scheint in diesem Jahr vor allem die Sorte „Coco Jambo“ sehr beliebt unter den Kunden zu sein, berichtet Inhaberin Serena Turcmet. Im Eiscafé Cortina sind es hingegen die Sorten Kinderschokolade und „Weiße Schokolade-Himbeere“, erzählt Paolo Pupo Dianelis.
Aber werden diese Sorten auch am meisten verkauft? Im Eiscafé Venezia eher nicht. Verkaufsschlager sind dort Klassiker wie Vanille-, Erdbeer- oder Nusseis, berichtet Inhaberin Turcmet. Im Eiscafé Cortina hingegen sind es vor allem ausgefallenere Sorten wie Pistazie, Nutella oder Kinderschokolade. Die persönlichen Favoriten von Pupo Dianelis seien dabei unter anderem Himbeere sowie verschiedenste Nusssorten.
Aber wie entsteht eigentlich eine neue Eissorte? Turcmet erklärt, dass sie sich dabei viel von bestimmten Essenskombinationen inspirieren lässt. Aber vieles müsse man auch einfach ausprobieren. Pupo Dianelis vom Eiscafé Cortina erklärt, dass man mit jahrelanger Erfahrung irgendwann einfach wisse, was sich gut kombinieren lässt.
Ihre Zutaten beziehen die beiden Eiscafés dabei sowohl regional als auch aus Italien. Während das Eiscafé Venezia seine Milchprodukte hauptsächlich in der Region einkauft, setzt das Cortina eher auf Milchprodukte aus Italien. Ihr Obst beziehen beide Eiscafés nach Möglichkeit regional. Zusätzlich kauft das Eiscafé Venezia seine Nüsse, wie beispielsweise Pistazien, in Italien ein.
Aber woran erkennt man eigentlich qualitativ hochwertiges Eis? Dianelis und Turcmet gaben im Gespräch mit unserer Redaktion ein paar Anhaltspunkte preis. Vor allem Geschmack, Aussehen und die Farbe spielen laut ihnen eine wichtige Rolle. Dabei dürfen der Geschmack und die Farbe nicht zu künstlich sein, sind sich Turcmet und Pupo Dianelis einig.
Auch wie so ein typischer Arbeitstag aussieht, berichtet Turcmet unserer Redaktion. Turcmet erzählt, dass sie im Eiscafé Venezia in mehreren Teams arbeiten, um die Arbeitszeit zu verkürzen. Dementsprechend ist die Schicht am Morgen eher für die Herstellung des Eises zuständig, die Schicht am Mittag bedient hauptsächlich Kunden und die Schicht am Abend bereitet alles für den nächsten Morgen vor.
Die beiden Eiscafés geben auch ein paar Einblicke in die Momente, die den Job für sie so besonders machen.
Für Turcmet ist es vor allem der Kontakt mit den Kunden und das Erfinden neuer Eissorten. Pupo Dianelis berichtet, dass ihm vor allem das Lächeln der Kinder gefällt.
Die Autorin
Emily Zimmermann
besucht die Gemeinschaftsschule in Reutlingen und hat die Eisgeschichte im Rahmen eines Redaktionspraktikums recherchiert und geschrieben.